WOLVERINEDEADPOOL5_Heft_805[1]Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 05.11.2013
Künstler: Paul Cornell, Brian Posehn, Gerry Duggan, Mirco Pierfederici, Tony Moore
Art: Softcover (enthält “Wolverine” #5 und “Deadpool” #5)
Seiten: 52
Sprache: deutsch
Preis: 4,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Wolverine ist wie immer mega schwach und Deadpool muss es wie immer retten
Rating: 3 von 5 ertrunkene S.H.I.E.L.D.-Angestellte

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In der letzten Ausgabe konnte Wolverine ja irgendwie die Katastrophe abwenden, bei der die Besessenen ein ganzes Stadion voller Menschen töten wollten. Irgendwie. Auf jeden Fall war die Story dann zu Ende, um frisch in den nächsten Akt zu starten, in dem es vermutlich genauso weiter gehen wird. Glücklicherweise haben wir ja aber auch noch Deadpool, der weiterhin möglichst brutal gegen Zombie-Präsidenten vorgeht und es dieses Mal auf Ronald Reagan auf einer Raumstation abgesehen hat. Also wenn das keinen Spaß verspricht, weiß ich ja auch nicht. Wie viel allerdings erfahrt ihr in der folgenden kleinen Review.

Wolverine #5

Jedenfalls ist Wolverine jetzt auf der Hercules, einem Helicarrier von S.H.I.E.L.D., der sogar tauchen kann, was die Besessenen auch veranlassen. Allerdings sind mitlerweile so gut wie alle auf dem Gefährt besessen, weswegen sie Wolverine eigentlich nicht unbedingt töten möchte, es manchmal aber auch nicht verhindern kann. Und als dann auch noch der Druck zu stark und das Gefährt geflutet wird, sieht es wirklich eng aus. Ja, das ist die Story. Reden wir lieber über Deadpool, weil der ist wirklich sehr gut, okay?

Deadpool #5

Weil die Präsidenten ja in kleinen Cliquen die Welt zerstören wollen und Deadpool schon einige erledigen konnte, ist jetzt Ronald Reagan an der Reihe, der sein altes Star-Wars-Programm wiederbeleben möchte. Dazu reist er auf eine Raumstation, um dort die Raketen auf die Erde zu schießen, um möglichst viele Menschen zu töten. Neben einer wilden Rauferei mit einigen aggressiven Affen (offenbar experimentiert man im Weltraum noch immer an Affen herum) ist natürlich der ehemalige Präsident das eigentliche Ziel unseres Söldners, der, und das erfahren wir auch erst Dank eines aufgeschlitzten Bauches, tatsächlich voller Jelly Belly’s ist. Deadpool freut sich über den kleinen Snack und wir bekommen Dank eines Lecks in der Hülle der Raumstation sogar noch eine kleine Hommage an “Alien 4”, falls ihr euch erinnert.
Kaum wollen unsere Helden, neben Deadpool auch der Nekromant, der an dem Schlamassel eigentlich Schuld ist, und die S.H.I.E.L.D.-Agentin, die das alles zu verantworten hat, ihren kleinen Sieg bei einer Besprechung feiern, greifen auch schon einige weitere Zombie-Präsidenten, darunter Washington und Lyndon B. Johnson, an und wir müssen einige blutige Verluste erleiden. Leider auch die nette S.H.I.E.L.D-Agentin, die von Washington den Hals umgedreht bekommt.

Fazit: Ich weiß eigentlich genau, dass der Wolverine-Teil genauso dick ist, wie der Deadpool-Teil, allerdings passiert da immer irgendwie gar nichts. Vielleicht sind die Panels größer, vielleicht ist die Story auch nur unglaublich flach, zugeben, dass es am Helden liegt, will ich aber eigentlich nicht. Vielleicht ist es auch einfach nur doof geschrieben. Das kann schon sein.
Aber Deadpool ey. Ihn gegen Zombie-Präsidenten antreten zu lassen ist schon eine äußerst clevere Idee und das dann auch noch auf eine möglichst blutige, aber auch total lustige Weise umzusetzen, zeugt schon von einem hohem Maß an scharzem Humor. Die Sache mit den Jelly Belly, das selbst gebastelte Jetpack oder einfach der Fakt, die größten Helden der USofA (sie stehen ja so auf Heldenverehrung) als die wirklich bösesten der Bösen darzustellen – das macht schon alles total viel Spaß und rechtfertigt irgendwie sogar Wolverine. Dass Deadpool allerdings immer noch nicht der Titelheld ist, kann ich wirklich nicht verstehen.

Disclaimer: Vielen Dank an Panini für das Rezensionsexemplar