WOLVERINEDEADPOOL7_Heft_876[1]Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 14.01.2014
Künstler: Paul Cornell, Brian Posehn, Gerry Duggan, Mirco Pierfederici, Alan Davis, Scott Koblish, Mike Hawthorne
Art: Heft (enthält “Wolverine” #7, “Deadpool” #7)
Seiten: 52
Sprache: deutsch
Preis: 4,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Passt auf, dass ihr beim Wolverine-Teil nicht einschlaft und eure Station verpasst.
Rating: 55 von 99 Flaschen Bier im Regal, 55 Flaschen Bier.

Kaufbar bei Amazon (Partnerlink), oder direkt bei Panini, mit Leseprobe bei mycomics.

In der letzten Ausgabe hatte Wolverine gerade die Schwarmintelligenz aus dem Micro’verse besiegt, mit der er sich bereits sechs Ausgaben lang herumschlug. Um ihn zu übernehmen hatten sie einen Helicarrier voller SHIELD-Agenten versenkt und sogar Nick Fury übernommen, allerdings konnte sich Wolverine ihnen erwehren. Doch sie holten zu einem letzten Schlag aus und nahmen ihm seine Selbstheilungskräfte.
Währenddessen hat Deadpool verstorbene Präsidenten der USofA mit einem magischen Schwert zerstückelt. Das war cool.

Wolverine #7

Die Selbstheilungskräfte zu verlieren ist für Wolverine wohl das schlimmste, was ihm passieren kann. Nicht mal sich ordentlich zu rasieren hat er gelernt und als Thor die Bar betritt, in der er gerade sein Trübsal ertränkt, stellt er fest, dass er offenbar auch noch an Heuschnupfen leidet. Ganz zu schweigen davon, dass selbst das Ausfahren seiner Klingen Wunden hinterlässt, die nicht mehr so schnell verheilen. Was tut also ein Mann wie Logan, der nichts mehr hat, was ihn zu dem machte, was er mal war? Er sucht sich Trost in den Armen einer Frau. Und weil Wolverine eben der beliebteste aller X-Men ist, ist es auch nicht einfach irgendeine Frau, sondern tatsächlich Storm. Eine freundliche Rasur, einen Kuss und ein paar mehr oder minder zärtliche Berührungen später schaltet sich Nick Fury über einen Fernseher zu unseren Turtelauben und erzählt ihnen davon, dass die Schwarmintelligenz gezielt Schurken tötet, die über die Kraft besitzen Viren zu kontrollieren. Alle bis auf Host, die in Wakanda von Black Panther in Gewahrsam gehalten wird. Das Problem? Black Panther ist Storms Ex-Mann.

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Deadpool #7

Deadpool kann hingegen mit einer ganz besonderes Story aufwarten. Sicherlich kennt ihr die Iron-Man-Story “Demon in the bottle”, die sich mit der Alkoholsucht von Tony Stark auseinander setzt. In dieser Version nimmt allerdings Deadpool einen entscheidenden Part ein. Er geht nämlich einen Deal mit einem Dämon ein, bei dem er Iron Man (!) dazu bringen soll, weiter fleissig Spirituosen zu vernichten, wofür er eine Laser-Disc-Fabrik bekommt, weil das ja das Medium der Zukunft in den 70ern ist. Gesagt getan vernichten die beiden auch den Alkohol, also sie kippen ihn weg, hauptsächlich in Deadpool hinein, was dafür sorgt, dass Tony nüchtern wird und sich Deadpool seine Rüstung schnappt, um nebenbei noch schnell ein Atomkraftwerk zu retten und eine Naturkatastrophe auszulösen. Wie Deadpool halt so Atomkraftwerke rettet. Der Dämon glaubt natürlich Deadpool habe seinen Teil des Vertags nicht eingehalten, dabei ist unser Wade nur ein gerissener Typ, der den Vertrag wortwörtlich auslegte. Seine Laser-Disc-Fabrik bekommt er natürlich nicht, weil der Chef des Dämons ob seines Versagens ein bisschen aufgebracht ist, dafür taucht aber Cable auf und irgendwie macht diese Zeitreise-Story dann Sinn. So weit es denn Sinn machen kann.

Fazit: Wolverine und ich werden irgendwie auch keine Freunde mehr, aber vielleicht könnte die Storyline, in der er über keine Selbstheilungskräfte verfügt, ein bisschen interessant werden. Wenn das jetzt aber so ein Soap-Opera-Gehabe zwischen ihm, Storm und Black Panther wird, fände ich das doch äußerst enttäuschend. Wundern würde mich das aber tatsächlich gar nicht.
Dafür macht die Deadpool-Geschichte das alles aber total wett. Es ist natürlich ein One-Shot, befindet sich also zusammenhangslos zwischen zwei Geschichten, und macht, wenn man zumindest mal von der Originalvorlage gehört hat, ziemlich viel Spaß. Generell vermisse ich das Thema Alkoholismus von Tony ein bisschen in aktuelleren Comics, ist das doch etwas ständig Aktuelles. Aber vielleicht wäre Deadpool auch nicht der richtige das anständig zu transportieren. So oder so ist das hier aber wirklich richtig, richtig gut. Vor allem Deadpool in Iron Mans Rüstung – dass ich das nochmal sehen durfte.

Disclaimer: Mit Dank an Panini für das Rezensionsexemplar

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