AQUAMAN3_Softcover_457[1]Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 25.02.2014
Künstler: Geoff Johns, John Ostrander, Paul Pelletier, Manuel Garcia
Art: Softcover (enthält “Aquaman” #17-23)
Seiten: 156
Sprache: deutsch
Preis: 12,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Komisch, dass Aquaman immer noch müde belächelt wird
Rating: 3 von 5 auferstandene tote Könige würden bei der Eroberung der Welt mitmachen

Kaufbar bei Amazon (Partnerlink) oder direkt bei Panini, mit Leseprobe bei mycomics.

Aquaman war ja tatsächlich eine der größten Überraschungen des DC-Reboots vor gut 2 Jahren. Nicht, weil er wie andere Serien bzw. Helden unglaublich trivial und langweilig wurde, sondern weil er tatsächlich zu einem coolen Helden mit interessanter Geschichte gemacht wurde. Sicherlich war er das ja irgendwann schon mal, aber jetzt ist er modern, unterhaltsam und ganz bestimmt auch alles andere als langweilig.

Ist Aquaman gar nicht der König von Atlantis?
Irgendwann musste Aquaman ja mal sein Erbe antreten und Atlantis beherrschen. Allerdings gibt es Leute in seinem Reich, die lieber seinen Bruder auf dem Thron sähen, weswegen ihm nicht besonders viel Loyalität, dafür aber das ein oder andere Komplott entgegen gebracht wird. Auf der anderen Seite will er vor allem aber auch gute Beziehungen zu den Landbewohnern, während Leute in seinem Dunstkreis lieber Krieg führen möchten.
Trotzdem ist momentan das oberste Ziel die ganzen verlorenen Waffen aus Atlantis sicher zu stellen, bevor die doofen Landbewohner Unsinn damit anrichten. Scavenger ist da ein Schurke, der gleich ihre Aufmerksamkeit erregt, da er jemand ist, der mit gestohlenen Gegenständen handelt und auf Waffen aus Atlantis auf seinem Menü hat.

Und Mera so?
Mera ist die Frau von Aquaman, die ihn einst zwar töten sollte, jetzt aber die ihm Angetraute ist. Sie reist nach Hause in Bermudadreieck, das man nur in einem Wrack besuchen kann, wo sie sich ihrer Familie und ihren Freunden stellen muss und durch ihren Sinneswandel offenbar als Verräterin angesehen wird.

Aber das klingt ja alles nicht sooo wild, oder?
Wäre da halt nicht der sonst eher unbekannte Scavenger, der es mittels eines Peilsenders in einer Atlanter-Leichte schafft, das Königreich zu findenm um es zu überfallen. So viele Schätze dürfen ja nicht ungeborgen bleiben.
Selbst das ist aber noch nicht das schlimmste, denn während all dessen erhebt sich eine mysteriöse, scheinbar uralte Gestalt aus dem ewigen Eis. Offenbar ist es ein alter König von Atlantis, der Aquaman und Mera zwingt, sich vor ihm zu verbeugen – aber ihr kennt ja Mera.

Also…?
Die Geschichte ist so schon ganz nett und das Tie-In mit den Anderen, diese Gruppe, der Aquaman mal angehörte, ist auch ganz nett und schön geschrieben. Vielleicht wird das mit dem alten König spannend, das kann ich nicht so richtig abschätzen, aber ganz ehrlich: So richtig gepackt hat es mich nicht. Es waren Intrigen da, aber es war irgendwie zu oberflächlich, um wirklich packend zu sein, die Geschichte mit Mera war an der Stelle vielleicht ein bisschen viel und die Story um Die Anderen kam so unerwartet, dass ich nicht weiß, was sie da zu suchen hat. Dann ja noch der Scavenger und irgendwie fühlt sich das alles so lieblos zusammengestückelt an und nicht so, als würde das irgendwie auf eine gemeinsame Geschichte hinauslaufen. Es ist zwar schon ein recht guter Comic, aber an der Stelle bin ich doch ein bisschen enttäuscht, wie lieblos sich das alles anfühlt. Vielleicht wird die Storyline mit dem zweiten Teil aber besser – das weiß man ja noch nicht.

Disclaimer: Vielen Dank an Panini für das Rezensionsexemplar