NOVA1_Softcover_835[1]Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 11.02.2014
Künstler: Jeph Loeb, Ed McGuinness
Art: Softcover (enthält “Nova” #1-5)
Seiten: 124
Sprache: deutsch
Preis: 14,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: das lenkt gut von dem Übrigen Elend ab
Rating: 3 von 5 Mitglieder des Green Lantern Corps würden das auch lesen.

Kaufbar bei Amazon (Partnerlink) oder direkt bei Panini, leider ohne Leseprobe.

Nachdem ich euch ja schon die “Guardians of the Galaxy” vorstellte, muss ich euch noch “Nova” zeigen, einen Comic, der mit den Guardians eng verwoben ist und irgendwie in die selbe Kerbe schlägt. Außerdem ist es ganz gut zu wissen, worum es dabei geht, wird das Nova-Corps nämlich auch im kommenden “Guardians”-Film eine nicht unwichtige Rolle spielen. Abgesehen davon ist es aber auch sonst ein Comic, den man sich ruhig mal anschauen sollte. Warum? Erfahrt es in folgender Review.

Nova-Corps klingt wie Green-Lantern-Corps

Bei dem Nova-Corps handelt es sich um eine im Universum agierende Instanz, die für Recht und Ordnung sorgen will. Dabei arbeiten die Mitglieder in Teams zusammen, kommen aus den verschiedensten Ecken de Univerums und tragen einheitliche Uniformen. Manchmal fliegen sie in Raumschiffen und manchmal alleine, geschützt durch ihre Rüstungen, durch den Weltraum. Und ja, das klingt alles extrem nach Green-Lantern-Corps, aber das ist es nicht, ehrlich! Denn das Nova-Corps erhält seine Macht nicht durch Ringe, sondern durch Helme. Sonst ist das alles aber wirklich äußerst ähnlich.

Aber das kann ja noch nicht alles sein?

Der junge Sam wohnt in einem verschlafenem Nest und besucht genau die Schule, in der sein alter Herr Hausmeister ist. Er ist ein bisschen verrückt, erzählt ständig Geschichten von einer intergalaktischen Polizeitruppe, ist außerdem Alkoholiker und mit seinem Leben wirklich nicht besonders zufrieden. Klar, dass unser Sam dadurch zum Opfer von Hohn und Spott wird, zumindest, bis sein Vater eines Tages einfach verschwindet. Seine Mutter meint, das er das früher öfter mal tat, was ein Indiz ist, dass seine Geschichten vielleicht doch nicht nur erlogen sind. Dass irgendwann Rocket Racoon und Gamora vor dem jungen Sam stehen, dürfte allerdings ein besserer Beweis sein. Sie erzählen ihm, dass sein Vater einst ein Held war, sich aber für seine Familie und gegen seine Pflicht entschied, was von seinem alten Kameraden, besonders von einem, der aussieht, wie ein riesiger Tiger, nicht besonders gut aufgenommen wurde. Dieser sinnt nun auf Rache und verfolgt unseren Sam, weil er seinen Vater nicht kriegen kann. Klar, dass dieser sich nun den Nova-Helm aufsetzen muss, um das Übel abzuwenden.

Aber er ist doch nur ein Kind!

Ich finde es immer ein bisschen schwierig, wenn Kinder die Helden spielen. Sicherlich ist das ganz interessant für die Zielgruppe, gibt der Geschichte aber eine Weichheit, die ihr vielleicht nicht unbedingt nützt. Der Schurke in dieser Geschichte ist allerdings sehr konsequent in seinem Tun, während unser Sam recht geschickt im Umgang mit seinen neuen Fähigkeiten zu sein scheint. Aber was sag ich, die Geschichte ist schon spannend, durch den Knaben findet man schnell einen Bezugspunkt und es ist aufregend und spaßig. Außerdem spielen Gamora und Rocket Racoon keine unwichtige Rolle, weswegen das ganze sowieso schon einen Blick wert ist. Dass es sich aber extrem nach Green Lantern anfühlt, dürfte kein Geheimnis sein, ist aber auch nicht so richtig schlimm, wird die Geschichte ja doch ein bisschen anders angegangen.

Und ist am Ende dann alles gut und vergessen?

Es ist vielleicht klar, dass unser Held den Schurken besiegt, allerdings ist das ja auch nur der Anfang seiner Odyssee, die in vielen weiteren Ausgaben weiter geschrieben werden wird.
Optisch macht das allerdings auch Spaß, sieht es doch aus, wie momentan alle modernen Marvel-Comics aussehen, ansonsten fühlt es sich aber doch etwas belanglos an, als hätte es nicht wirklich Tiefe. Aber es ist ein guter, spaßiger und sicherlich auch mitreissender Zeitvertreib und auch, wenn hier nicht die existentiellen Probleme thematisiert werden, hatte man am Ende eine gute Zeit.

Disclaimer: Vielen Dank an Panini für das Rezensionsexemplar.