WOLVERINEDEADPOOL9_Heft_971[1]Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 11.03.2014
Künstler: Paul Cornell, Brian Posehn, Gerry Duggan, Alan Davis, Mike Hawthorne
Art: Heft (enthält “Wolverine” #9, “Deadpool” #9)
Seiten: 52
Sprache: deutsch
Preis: 4,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Komisch, dass Aquaman immer noch müde belächelt wird
Rating: 3 von 5 auferstandene tote Könige würden bei der Eroberung der Welt mitmachen

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Wolverines Problem ist es ja gerade, dass er seinen Heilungsfaktor verloren hat, weswegen er natürlich auf einmal doch Angst verspürt sich schwer zu verletzen oder gar zu sterben. Deadpool hingegen hat seinen Heilfaktor noch und darüber hinaus nun auch noch den Geist von SHIELD-Agent Emily Preston in sich, was ihn natürlich noch ein bisschen durcheinanderer bringt, als er bisher schon war. Wie sich das alles für unsere Helden entwickelt, könnt ihr in dieser Comicreview nachlesen.


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Wolverine #9
Entgegen des Teasers aus der vorherigen Ausgabe entwickelt sich das nun doch nicht zu einer Superhelden-Soap-Opera, in der Wolverine etwas mit Storm hat, während beide nach Wakanda zu ihrem Ex-Mann Black Panther fliegen, um einen Mutanten zu finden, der Viren kontrollieren kann. Das war ja der Plan, weil ein Virus mit Bewusstsein nicht nur alle menschen kontrollieren will, um Frieden zu stiften, sondern Wolverine auch noch seine Heilungskräfte nahm.
Ein neues Problem, das sich hier auftut, ist nämlich, dass Mystique sich in die Jean Grey Schule schlich, Wolverines Zimmer verwüstete und ein Schwert stahl, das ihm offenbar total viel bedeutet, stammt es doch aus der Zeit, die er in Japan verbrachte, um zum Samurai ausgebildet zu werden. Er verspricht Hank McCoy zwar nichts deswegen zu unternehmen, fliegt aber doch mit einem Quinjet los, um sich sein Schwert wieder zurück zu holen. Allerdings hat er nicht mit der verschlagenen Kitty Pryde gerechnet, die sich ebenfalls in den Jet stahl, um ihn zu begleiten. Blöderweise wird das Flugzeug aber von einem C-Lister-Schurken namens Batroc, der eigentlich nur ein bisschen gut kämpfen und französisch sprechen kann, vom Himmel geholt. Während Kitty den Zettel aus dem brennenden Wrack holt, den Mystique Wolverine hinterließ und auf dem Koordinaten stehen, wo sie offenbar zu finden sein soll, kämpft Wolverine mit diesem Schurken, der offenbar glaubt, er habe leichtes Spiel. Aber Wolverine hat es auch ohne Selbstheilung drauf, Schurken zu besiegen, deren Namen ich bereits vergessen habe. Der Ort, an dem Mystique vermeintlich auf ihn wartet, ist auch nicht irgendein x-beliebiger, sondern der Ort von Wolverines Geburt!

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Deadpool #9
Keine Sorge, Deadpool ist natürlich wieder ein bisschen spannender, auf jeden Fall aber wesentlich unterhaltsamer. Agent Preston nämlich steckt ja in dem Geist von Deadpool fest und erkundet ihn, solange dieser bewusstlos ist. Und natürlich ist er so irre, wie er immer vorgibt zu sein. Während dessen sind der Geist von Ben Franklin und der Necromancer Michael, der einst die toten Präsidenten wiederbelebte, dabei, eine Möglichkeit zu finden, um Preston in einen neuen Körper zu bringen. Interessanterweise existiert unter dem Rykers-Gefängnis eine alte Bibliothek, die schon alt war, als Ben Franklin noch lebte und natürlich ist es der arme Michael, der sich einbuchten lassen muss (auf obszöne Weise), damit er die anderen beiden zu sich beamen kann, damit alle zu der Bibliothek kommen. Blöderweise ist da aber auch noch der Dämon Vetis, für den Deadpool jetzt offenbar zu arbeiten scheint. Er setzt ihn auf einen Rettungsschwimmer an, der einst einen Deal mit dem Dämon schloss. Er bekam nämlich die Fähigkeit unter Wasser zu atmen, weil er mal ein paar Leute hat ertrinken lassen und es nie so richtig verkraftet hat. Nun muss die Schuld beglichen werden und es ist an DP zu kassieren. Und natürlich ist es so witzig, wie man vermutet, denn immerhin spielen hier ein paar Haie und ein hohes Maß an Verstümmelungen eine Rolle. Also alles wie immer eigentlich.
Auch wenn Ben und Michael ein Buch finden, das ihnen helfen könnte, erkennt Deadpool ziemlich schnell, dass sie eigentlich nur verlieren können, wenn sie sich mit einem Dämon anlegen. Die einzige Möglichkeit einen Vorteil zu erhalten, ist, dass man sich direkt an seinen Vorgesetzten wendet und ihn verpetzt. Aber wie bekommt man so einfach eine Audienz bei Mephisto? Natürlich indem man stirbt. Weil Ben Franklin allerdings schon tot ist und Deadpool das mit dem Sterben nie so richtig hinbekommt, ist es wieder Michael, der das harte los zieht. Messer, Kehle, Expressticket in die Hölle.

Fazit: irgendwie kommen mir Wolverine-Comics erstaunlich kurz vor, was vielleicht auch einfach daran liegt, dass über einen Großteil immer nur gekämpft wird, was auf Dauer halt doch ein bisschen langweilig wird. Aber das ist schon okay, die Geschichte ist zwar noch nicht gut, dafür aber ein bisschen besser, als bisher. Es wird halt doch etwas am Charakter geschraubt und weil Kitty Pryde mitspielt, ist es zumindest nicht völlig umsonst.
Deadpool hingegen macht erstaunlich viel Spaß, obwohl ich das Gefühl habe eine Ausgabe verpasst zu haben. Das ist allerdings gar nicht der Fall, nur irgendwie fehlt mir die Verbindung zu dem Dämon und warum Deadpool auf einmal für ihn arbeitet. Sonst sind die drei bis vier Leute ein echt witziges Team, weil sie eben gar nicht so recht zusammen passen. Natürlich ist es auch ein bisschen witzig, wie Michael ständig leidet, aber darüber lacht man wohl heimlich. Schließlich ist es nicht zum lachen, wenn jemandem die Kehle durchgeschnitten wird. Allerdings zeigt das ziemlich gut, wie irre Deadpool eigentlich ist.

Nachtrag: Mir fiel gerade auf, dass mir wirklich die #8 fehlt. Hm.

Disclaimer: Mit Dank an Panini