WOLVERINEDEADPOOL12_Heft_234[1]Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 10.06.2014
Künstler: Robert Venditti, Billy Tan
Art: Heft (enthält: “Wolverine” #12, “Deadpool” #12)
Seiten: 52
Sprache: deutsch
Preis: 4,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Wenn man Wolverine schnell durchblättert, ist der laue Luftzug echt angenehm in der stickigen U-Bahn
Rating: 50 von 212 heilen Knochen in Wolverine

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Wolverine stirbt und das ist gerade ein Megadämpfer für ihn. Generells geht es eigentlich nur darum und das ist wichtig, weil Wolverine ja eigentlich unsterblich ist. Auf der anderen Seite des Heftes haben wir aber Deadpool, der auch unsterblich ist, sich um seine Sterblichkeit aber keine Sorgen macht. Dieser legt sich nämlich gerade zusammen mit seinem Team mit einem Dämon an, der gerne den Teufel stürzen würde. Dafür hat er einigen Sterblichen übernatürliche Kräfte gegeben, die er gerade sammelt, um übermächtig zu werden. Aber ob er da noch eine Chance hat?

Wolverine #12

Wie gesagt stirbt Wolverine gerade und das wird sich vermutlich auf längere Sicht auch nicht mehr ändern. Noch immer sitzt er mit Kitty Pryde, dem einzigen Lichtblick in diesem Comic, in diesem Einkaufszentrum fest und prüfelt sich mit Ninjas. Zu allem Überfluss tritt dann auch noch Sabretooth, der ja sein Bruder ist, auf und verkloppt ihn nach allen Regeln der Kunst. Wolverine ist aber, ohne seine Superselbstheilungskräfte, so nützlich wie ein leerer Sack Kartoffeln. Am Ende wird noch so getan, als hätte man hier einen spannenden Cliffhanger. Aber wir wissen natürlich, dass Wolverine noch nicht sterben wird und irgendwie… irgendwie ist das total langweilig. Wieso ist das so langweilig? Irgendwie catcht es mich einfach nicht. Diese Story hat nichts, was irgendwie spannend oder tiefgründig ist. Sie ist einfach da, füllt Seiten und als Leser hofft man, dass es irgendwann mal clever wird. Nach 12 Ausgaben ist an der Front aber noch nicht viel passiert.

Deadpool #12

Deadpool ist da ein bisschen besser und ich frage mich immer noch, warum der noch nicht der titelgebende Held ist. Es wirkt fast so, als wäre Deadpool nur das lästige Beiwerk, ist doch aber er in Wirklichkeit der Grund, warum man das heft überhaupt erst gekauft hat. Auch hier wird unser Held ewig durch die Gegend geprügelt. Weil der Verprügelnde aber ein Dämon mit allerlei außergewöhnlichen Fähigkeiten ist, ist das zumindest witzig. Mindestens seine Fähigkeit sich zu verwandeln, sorgt für einigen Spaß, da er gern in die Haut verschiedener Metawesen schlüpft und dadurch auch deren Kräfte besitzt. Glücklicherweise kommt aber noch der Teufel vorbei und klärt die Situation.
Agent Preston holt er aber nicht aus dem Schädel des Merc with a mouth, weil die Leute sich lieber selbst darum kümmern wollen. Niemand will dem Teufel etwas schuldig sein. Trotzdem lädt er alle dazu ein, sich mal in Deadpools Kopf umzsuchauen und interessanterweise ist da wirklich nicht viel los. Außer viel Trauer.

Fazit: In der nächsten Ausgabe soll es für Deadpool noch mal eine Flashback-Ausgabe geben, aber danach gehen wir wohl seiner Psyche auf den Grund. Ob man das wirklich möchte, weiß ich noch nicht. Nicht, weil es vielleicht total lustig oder total verstörend sein könnte, sondern weil das die Figur vielleicht zu sehr vermenschlichen könnte. Aber darauf lasse ich mich gerne mal ein. Wolverine aber? Den kann man gerade echt vergessen.