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“Guardians of the Galaxy” ist ja jetzt schon der erfolgreichste Film dieses Kinosommers und das schon, obwohl er erst vergangene Woche bei uns anlief. Gut, in anderen Ländern läuft er schon eine ganze Weile länger, aber ich denke, dass der Film wirklich gute Chancen hat noch ein paar andere Rekorde einzustellen. Aber der ist ja auch einfach ganz wunderbar. Er ist witzig, ein bisschen absurd, hat einen irre passenden Soundtrack, ganz tolle Charaktere, die Story ist in sich irre stimmig und ganz offensichtlich haben hier nicht nur Leute Spaß, die mit den Geschichten und Figuren nicht so firm sind, sondern auch Comicnerds wie ich. Und um diese beiden Gruppen noch ein bisschen enger zu verbinden gibt es neben dem Film eben auch noch einen kurzen Comic, der sich mit der Vorgeschichte des Films beschäftigt und uns das Leben der Figuren vor der irre guten Verfilmung vorstellt.

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Alle Figuren oder nur ein paar bestimmte?

Vom Umfang des Comics kann man vermutlich auch ziemlich gut auf die Anzahl der hier auftretenden Figuren schließen. Während die Origin vom Star-Lord Peter Quill ja bereits im Film kennengelernt haben, erfahren wir hier, was zum einen Gamorra und Nebula so unter der Obhut von Thanos trieben und wie sich Rocket und Groot miteinander die Zeit vertrieben, bevor sie zusammen mit den anderen das Universum retteten.

Gamora und Nebula sind ja, wie wir aus dem Film erfahren, sowas wie Schwestern, die vom verrückten Titanen Thanos zu Killerinnen ausgebildet wurden, dabei aber eben kein wirklich schwesterliches Verhältnis entwickelten, sondern bereits früh Rivalinnen waren. In dieser Geschichte hier soll Nebula für Thanos einen wichtigen Gegenstand bergen, allerdings ist Gamora natürlich schon vor Ort und setzt unserer Nebula schwer zu. In Rückblicken wird dann erzählt, wie die beiden bei anderen Aufgaben immer wieder aneinander gerieten, sich gegenseitig betrogen und mitunter für ihre Fehler auch das ein oder andere Körperteil einbüßen mussten.

Die Geschichte von Rocket und Groot handelt dahingegen allerdings einfach davon, wie sie Geld verdienen. Wer Rocket und Groot allerdings mitterweile kennt, weiß, dass das alles ziemlich schnell eskaliert. Die beiden werden nämlich angeheuert einfach eine schwerbewachte Kiste zu organisieren, allerdings stellt sich schnell heraus, dass sich darin eine bedrohte Tierart befindet und der Kunde mit deren Panzer einfach sein Badezimmer neugestalten möchte. Klar, dass Rocket und Groot, schließlich sind sie ja mitunter auch die einzigen ihrer Art, da Mitleid bekommen und den armen Tieren helfen möchten.

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Ist das jetzt eher etwas für Fans des Comics oder für Fans des Films?

Es ist erstaunlich, aber tatsächlich finden hier beide Lager ziemlich viel, mit dem sie Spaß haben können (mal ganz davon ab, dass Fans des Comics diesen Film eh lieben werden). Die Autoren sind nämlich Dan Abnett und Andy Lanning, die bereits damals 2008 die Comicserie in die Form rebooteten, die wir heute kennen und mögen, und auch heute als Berater bei dem Film tätig waren. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sich dieser Comic hier anfühlt wie ein One Shot aus der regulären Serie, während die Charaktere eben wie die aus dem Film aussehen. Tatsächlich sehen sie sogar ziemlich genau so aus, was in solchen Comics wirklich nicht üblich ist.
Sehr gut finde ich auch, dass das hier eher zusätzliche Informationen sind, die das Filmerlebnis im Nachhinein noch ein bisschen aufwerten, allerdings hat man ohne diesen Comic nach dem Film natürlich auch nicht das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben. Außerdem gehen Groot und Rocket hier natürlich ganz herrlich ab. Das macht einfach Spaß.
Allerdings hätte ich mich auch noch ein bisschen über eine Vorgeschichte zu Drax gefreut. Zwar erzählt er im Film ja alles Notwendige, aber ein paar mehr Details wären schon schön gewesen.

Kaufbar bei Amazon (Partnerlink – Gibt es da aber leider gerade nicht) oder direkt bei Panini, mit Leseprobe bei mycomics.

Erscheint am: 12.08.2014
Seiten: 52
Format: Heft
Original-Storys: “Guardians of the Galaxy Prelude” #1-2
Autor: Dan Abnett, Andy Lanning
Zeichner: Klebs Demoura Jr.
Preis: 4,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Ihr haltet quasi das Filmposter in der Hand – selten war die U-Bahn dadurch ein besserer Ort zum Flirten.
Rating: 4 von 5 Guardians fand dieses Heft toll.