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Mit Wolverine ist es ja nun endlich vorbei, was allerdings nur heißt, dass seine reguläre Serie endete und in dieser Ausgabe nahtlos in die neue übergegangen wird. Bei Deadpool hingegen ist alles beim alten – Der Verstand von Agent Preston ist noch immer in seinem Kopf eingesperrt, dafür erwacht aber der Zuhälter, der sich White Man nennt, wieder und will sich an den Heroes for Hire (zu denen er auch Deadpool zählt, was Iron Fist und Luke Cage völlig uncool finden) rächen. Aber ob er das schaffen kann? Schließlich legt er sich mit den Heroes for Hire (und Deadpool) an.

Wolverine #14

Zusammenfassend kann man sagen, dass die ganze letzte Wolverine-Serie eigentlich nur davon handelte, wie er keine Selbstheilungskräfte besaß und das total kacke fand, in tiefe Depressionen versank und eine totale Pussy wurde. Jetzt geht es hier aber mit einer neuen Serie weiter, was heißt, dass wir vielleicht wieder hoffen dürfen, dass Wolverine doch wieder cool wird? Hoffen können wir nämlich wirklich, weil das hier wirklich ganz interessant zu sein scheint. An der Stelle bin ich aber lieber noch ein bisschen vorsichtig, aber immerhin interessiert. Nachdem Wolverine ja nun gar nichts mehr kann, nicht mal seine Krallen ausfahren, weil das Aua-Aua macht, scheint er jetzt für eine Organisation zu arbeiten, die vermutlich auf der falschen Seite steht. Ob hier das titelgebende Abtrünnigsein oder gar eine Gedankenkontrolle dran Schuld ist, wissen wir noch nicht, auf jeden Fall trägt er jetzt aber neben Pistolen auch eine Rüstung. Allerdings macht er sich mittlerweile auch Gedanken um die Endlichkeit seines Seins. Was er da aber anstellt, wenn er einen Reporter von Daily Bugle umlegt, das wissen wir als Leser natürlich noch nicht.

Deadpool #14

Letztes Mal bekamen wir ja eine ganz herrliche Retro-Ausgabe, die jetzt, quasi 30-40 Jahre später mit ungealterten Helden, einfach weitergeht. Der damals versteinerte White Man wird wieder erweckt und will sich natürlich an seinen Schändern rächen. Das Problem ist nur, dass sich einfach keiner an ihn erinnern kann und Iron Fist und Luke Cage eh nicht mehr mit Deadpool zusammenarbeiten wollen. Während dieser nämlich macht, was er so macht, ist Iron Fist mittlerweile ein Karatetrainer, während Luke Cage ein mehr oder weniger ruhiges Familienleben führt. Weil der Zuhälter White Man aber ein paar Leute bedroht, müssen sie natürlich zusammenarbeiten, um weiteren Schaden von den Leuten abzuhalten.
Prinzipiell läuft es darauf hinaus, dass Iron Fists Karateklasse den Tag rettet, während Deadpool querschnittsgelähmt von ihnen auf einer Sackkarre durch die Stadt geschoben wird und munter Anweisungen gibt. Wie so ein richtiger Held.

Fazit: Ich glaube, obwohl es wirklich mehr ein Hoffen ist, dass Wolverine vielleicht nochmal cool werden könnte. Er ist hier schon wieder ziemlich badass und trotz fehlender Kräfte gar nicht mehr so nutzlos, wie noch in den anderen Ausgaben. Das Geheule hat endlich ein Ende und Logan haut mal wieder so auf die Kacke, wie wir es seit unglaublichen 13 Ausgaben eigentlich sehen wollten. Aber wie gesagt, das ist alles nur ein leises Hoffen.
Deadpool aber hingegen, alter Falter! Die Kombination aus den Heroes for Hire, die Deadpool auf den Tod nicht ausstehen können, mit einem Schurken, der sich für mega hält, den alle aber einfach nur lächerlich finden, ist einfach goldwert und sorgt für eine echt gute Lacher. Am Ende wird es nochmal ein bisschen absurder, weil offenbar das Waffe-X-Programm, in dem Deadpool geschaffen wurde, hinter ihm her ist, allerdings mündet das auch eher in einen bald erscheinendem Sonderband, den ich euch hier natürlich besprechen werde. Bis dahin aber, das hier, irre!

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Erscheint am: 12.08.2014
Seiten: 52
Format: Heft
Original-Storys: “Wolverine” #1, “Deadpool” #14
Autor: Paul Cornell, Brian Posehn, Gerry Duggan
Zeichner: Alan Davis, Scott Koblish, Ryan Stegman
Preis: 4,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Wolverine wird vielleicht wieder cool, kein Grund zur Scham!
Rating: 4 von 6 Krallen, die Wolverine nicht mehr ausfahren kann.