DEADPOOLSPECIAL1_Heft_330[2]

Was wir so lange verlangt haben, wird endlich wahr: Deadpool in einem eigenen Heft! Allerdings nicht regulär, sondern nur als Special, weil sich das thematisch gerade sehr anbot, alles sehr gut zusammenpasst und tatsächlich geschlossen viel mehr Sinn ergibt und sehr viel mehr Spaß macht, als es das über drei Monate verteilt getan hätte. Und so viel kann ich verraten: Nie war ein Deadpool-Comic emotionaler.

Was ist denn so special an dem Special?

Also abgesehen davon, dass wir hier eine fünfteilige Miniserie in einer Ausgabe haben, ist die Geschichte vermutlich auch ein wahrer Schatz. Sie greift nochmal Wade Wilsons Origin auf, nach der er ja auch Teil des Waffe-X-Programms war. Allerdings wurde er hier für Abfall gehalten und lebendig auf den Müll geworfen, von wo aus er die Karriere bestritt, die wir alle verfolgen konnten. In Wahrheit ist es aber so, dass er zum Supermutanten gemacht wurde, ähnlich wie Wolverine, nebenbei aber noch ein Mittel gegen Krebs ausbrütete.
Jahre in der Zukunft sind die Leute hinter dem Projekt erneut hinter ihm her, allerdings aus anderen Gründen.
Weil eben auch Wolverine bei dem Waffe-X-Projekt war bittet er ihn um Hilfe und weil Captain America sowieso gerne hilft, sollte er ihn auch unterstützen, seine Häscher zu schnappen. Allerdings halten sie ihn, wie immer, für verrückt, bis Deadpool geschnappt und verschleppt wird.
Ein nicht näher benannter Führer eines asiatischen Landes begann nämlich damit, sich seine eigene Mutantenarmee zu basteln. Aus genetischem Material von Deadpool, wegen der Regeneration, und dem von bekannten X-Men, wegen der Awesomeness. Und weil Deadpool eben Cap und Wolverine anbettelte, wurden diese auch direkt noch entführt.

Okay, okay, ein neues Waffe-X-Programm, aber warum ist das nun so toll?

Erinnert ihr euch noch an die eine Ausgabe, die in einer Rückblende erzählte, wie Deadpool ein bisschen mit dieser einen Lady schmuste? Nun, dieser asiatische Führer bzw. das Forscherteam, die hier die eigentlichen Schurken sind, nehmen gerne die Familien ihrer Testsubjekte, so auch der asiatischen, gezüchteten Mutanten, gefangen, um ein Druckmittel gegen sie zu haben. Darunter eben auch die Ex von Wade Wilson… und seine Tochter!

TOCHTER?!

Tochter! Und das macht das ganze erst so richtig abgefuckt. Wade wusste, dass er eine Tochter hat, weil die Lady einst zu ihm kam. Er dachte aber, sie wolle ihn nur um ein bisschen Geld betrügen, aber genau das ist der Twist an der Story, die sie richtig schwer, düster und tragisch werden lässt. Deadpool kennen wir als lustigen Söldner, der schneller Sprüche klopft, als er Leute enthauptet, aber hier sehen wir eine ganz neue Seite. Eine Seite, die ihn Verantwortung, Verzweiflung und pure Wut zeigen lässt. Und das ist schlichtweg wunderbar.

Fazit: Greift euch diesen Comic, Freunde! Weil er hier eine Miniserie in sich sammelt, habt ihr da auch Spaß dran, wenn ihr die reguläre Serie gerade nicht verfolgt, was okay, ist, weil da ja der doofe Wolverine dabei ist. Außerdem braucht man nicht so richtig viel Vorwissen aus den Anfängen der Serie, man muss halt lediglich wissen, dass Wade irgendwann mal Sex hatte, aber das habe ich euch ja hiermit gesagt und ihr habt jetzt keine Ausrede mehr diesen Comic nicht gelesen zu haben.

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Erscheint am: 09.09.2014
Seiten: 116
Format: Heft
Original-Storys: “Deadpool” #15-19
Autor: Brian Posehn, Gerry Duggan, Paul Cornell, Ben Acker, Ben Blacker
Zeichner: Declan Shalvey, Alan Davis, Scott Koblish, Ryan Stegman, Evan Shaner
Preis: 5,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Dieser eine Moment, der wird euch ein bisschen zerstören.
Rating: 5 von 5 nachgezüchteten Mutanten fanden das super