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Falls ihr euch erinnert: Wolverine hat ja seine Selbstheilungskräfte nicht mehr und Deadpool. Nun. Deadpool hatte in seinem Special ganz eigene Sorgen, von denen er sich erstmal erholen muss, weswegen er in dieser Ausgabe eine Rückblendenstory bekommt, die zwar ziemlich abgefahren ist, mit der eigentlichen Hauptstory aber nichts mehr zu tun hat.

Wolverine arbeitet ja mittlerweile für The Offer, ein Typ, der Angebote unterbreitet, die man nicht abschlagen kann. Mittlerweile hat vermutlich jeder erkannt, dass das nur eine Farce ist, denn irgendwie läuft es darauf hinaus, dass er nochmal auf Sabretooth treffen darf, der scheinbar ein ziemlich erfolgreicher Gangster geworden ist. The Offer will ihn weg haben, Wolverine ebenso, deswegen arbeitet Logan jetzt für ihn. Irgendwie so. In Rückblenden wird aber erzählt, dass er tatsächlich Spider-Man (der ja auch nicht mehr Peter Parker, sondern Doc Ock ist) um Rat bittet, was genau so abgefahren ist, wie man es sich vorstellt. Doc Ock ist einfach viel klarer kalkulierend als Peter, weswegen das tatsächlich ein sehr interessanter Charakter geworden zu sein scheint.
Deadpool hingegen macht Urlaub in Wakanda, was zu einer Schnitzeljagd durch verschiedenste andere Comics im Stil der 80er wird, in denen er Thing auf die Füße tritt, Fin Fang Foom auf die Nerven geht und am Ende ein kackendes Baby in Asgard abgibt, das dort mit seiner Kacke für Energienachschub sorgt. Es ist ein bisschen abgefahren, strotzt nur so vor Anspielungen, die vermutlich kaum jemand versteht, und ist ziemlich herrlich. Vor allem ist es auch oft im Stil von Jack Kirby, was ich ja besonders nett finde

Fazit: Es ist ein bisschen eine von diesen Füllerausgaben, was Wolverine angeht, weil hier wirklich erstaunlich wenig passiert. Wir erfahren allerdings ein paar Hintergründe, die vielleicht nötig waren, aber irgendwie… aber toll gezeichnet ist es! Viel besser als die Vorgängerserie, die ja auf ganzer Linie versagte. Aber das Cover ist hier dann doch ein bisschen irreführend, obwohl der Comic schon sehr dafür sorgt, dass man sich ein bisschen für die aktuelle “Superior Spider-Man”-Serie interessiert.
Deadpool hingegen ist super. Es ist witzig und total überdreht, völlig absurd und hier wird einfach so viel auf’s Korn genommen, dass einem am Ende die Redaktionsseiten helfen müssen, das irgendwie zu sortieren.

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Erscheint am: 09.09.2014
Seiten: 52
Format: Heft
Original-Storys: “Wolverine” #2, “Deadpool” #20
Autor: Brian Posehn, Gerry Duggan, Paul Cornell, Ben Acker, Ben Blacker
Zeichner: Declan Shalvey, Alan Davis, Scott Koblish, Ryan Stegman, Evan Shaner
Preis: 4,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Macht euch auf Gekicher beim Deadpool-Teil gefasst.
Rating: 3 von 5 Undercoverwolverines

Disclaimer: Vielen Dank an Panini für das Rezensionsexemplar