2015-02-27 20.13.51

Normalerweise schreibe ich keine RIP-Artikel, weil ihr ja einerseits sowieso mitbekommt, wer alles stirbt, und ich das zum anderen ein bisschen pietätlos finde. Aber wenn dann jemand stirbt, der mich irgendwie mein ganzes Leben lang begleitete, meine Kindheit prägte und den ich immer wieder gerne sah, dann muss ich darüber einfach ein paar Worte verlieren.
Dass ich ein Trekkie bin, habt ihr vermutlich schon mitbekommen, dass „Raumschiff Enterprise“ aber zu meinen ältesten Erinnerungen gehört, vielleicht nicht. Tatsächlich ist es aber so und ich kriege auch die Umstände überhaupt nicht mehr zusammen, aber „Star Trek“ hat mich im Allgemeinen immer irgendwie begleitet (nicht zuletzt als Wanddekoration, wie man auf dem Bild sehen kann). Vielleicht sollte man Leonard Nimoy aber nicht nur auf diese eine Rolle beschränken, war er doch auch Poet, Musiker, Regisseur, Kunstschaffender und vermutlich irgendwie ein Allesmacher. Aber selbst, wenn man ihn nur auf seine Rolle als Spock beschränkt, war er vermutlich der letzte, der das schlimm fand, war er immer freundlich und zuvorkommend zu seinen Fans. Ich kann mir vorstellen, dass das auch daran liegt, dass diese Rolle eben auch für viele, unter anderem auch mich, ein Vorbild war, eben weil man manchmal die Emotionen abschalten und die Logik ans Werk lassen muss.

Mit 83 Jahren darf man aber schon mal sterben. Es ist traurig für viele, aber das gehört genauso zum Lauf der Dinge, wie die x-te Wiederholung einer „Star Trek“-Serie im Fernsehen.

Er war und wird es immer sein – unser Freund.