„My Buddy – World War II Laid Bare“ – Der TASCHEN-Verlag zeigt die Nacktheit des 2. Weltkriegs [inklusive Verlosung]

Published by Marco on

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Vermutlich hat jeder irgendwie ein ähnliches Bild vom 2. Weltkrieg. Gezeichnet wird es vermutlich hauptsächlich von Gewalt und Schrecken sein und dem Wunsch, dass unsere und unsere nachfolgenden Generationen das niemals nachempfinden müssen. In einem zweiten Gedanken erkennen wir aber vielleicht auch, dass unter den Soldaten, egal auf welcher Seite, auch Freundschaften geschlossen wurden, die vermutlich stärker als kaum eine andere sind. Sicherlich kamen die Soldaten als gebrochene und später mitunter auch vernachlässigte, Männer zurück (so sie denn zurück kamen), aber im Angesicht der Schrecken des Krieges entwickelten sie offenbar einen Sinn für das Leben im Augenblick. Und genau das zeigt dieses Buch.

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Also eigentlich zeigt es nackte und sehr intim miteinander umgehende, junge Männer, weil das, laut Begleittext zum Buch, auch von den Obrigkeiten gefördert wurde. Eben weil sich die Männer blind aufeinander verlassen können mussten. Allerdings führte das eben auch zu ziemlich vielen, mitunter witzigen, Bildern, die den 2. Weltkrieg in einem ganz anderen Licht zeigen. Der Fotograf Michael Stokes hat nun viele der Bilder gesammelt, allerdings nicht nur von US-Soldaten, sondern auch von Soldaten und Matrosen aus Australien, England, Frankreich, Italien, Polen und Russland, was wieder einmal zeigt, dass wir alle eigentlich genau gleich sind und dass Kriege keinen Sinn haben. Die Herausgeberin Dian Hanson, die schon viele Bücher bei TASCHEN verlegt hat, hat diese nun gesammelt und mit einem Begleittext von Scotty Bowers, der mal Marine, aber auch Callboy war, garniert, in dem er uns erzählt, wie der Krieg seine Einstellung zur Sexualität im Allgemeinen verändert hat. Allein das ist schon ziemlich groß.

Dabei darf man aber nicht vergessen, dass das hier nicht pornös gemeint ist. Sicherlich kann einem das gefallen, aber viel mehr zeigt es auch eine viel heitere Seite des Krieges, die so nirgends gezeigt wurde oder gezeigt werden konnte. Vor allem nicht in der Berichterstattung mit der Prüderie der frühen vierziger Jahre. Auf jeden Fall ist es erfrischend zu sehen, dass es neben den Büchern, die uns bei dem Thema nachhaltig die Laune verderben können, auch welche gibt, die wesentlich fröhlicher wirken, ohne dass man allerdings vergisst, in welchem Kontext die Aufnahmen entstanden sind.

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Aber auch das Format des Buches ist total schön: Die Seitenränder sind golden und der Deckel hat einen tollen Prägedruck, wodurch das Werk nochmal eine ordentliche Portion wertiger wirkt. Sicherlich sind wir hochwertige Bücher von TASCHEN-Verlag gewohnt, aber das hier sticht dann nochmal ein bisschen mehr heraus.

Das Buch ist bereits letztes Jahr erschienen und kostet 49,99 € beim TASCHEN Verlag, allerdings habt ihr die Chance ein Exemplar gewinnen zu können. TASCHEN hat mir nämlich ein Buch zur Verlosung bereitgestellt und ihr müsst mir lediglich einen Kommentar hinterlassen, warum dieses Buch in eurem Bücherregal fehlt. Ich hatte erst überlegt zu einer passenden PHotochallenge aufzurufen, aber vielleicht ist das keine so gute Idee. Schreibt mir also lieber einen Kommentar bis zum 15.03.2015 unter diesen Artikel und ich lasse dann wie immer den Zufall entscheiden.

Disclaimer: Vielen Dank an TASCHEN für das Rezensions- und Verlosungsexemplar.

9 Comments

Martin · 9. März 2015 at 15:24

Das ist einfach das perfekte Geburtstagsgeschenk für nen Kumpel von mir 😉
und der hat direkt en Woche später Geburtstag…

FloF · 9. März 2015 at 18:54

Weil ich kurioses mag, und gerne mal Sachen aus einem anderen Blickwinkel betrachte. 😉

GroteskeAder · 9. März 2015 at 19:42

Hätteste die Challenge gemacht, hätt‘ ich mich für DAS tolle Buch definitiv in Schale geschmissen.
Also, eigentlich ja nicht. Ohne Schale. Sonst ja kein Hintern.
Aber nuja, kommentieren geht auch klar. ^^

Robert · 9. März 2015 at 23:18

Ich habe einige Bücher zur Kriegsfotografie, alleine weil die Thematik so derbe strange ist, würde ich es mir gerne ins Regal stellen.

Diana · 10. März 2015 at 15:24

Ich will mir schon seit über einem Jahr ein Bücherregal an die Wand machen und habs immer aufgeschoben (aka ich war faul), weswegen mein Schreibtisch aussieht wie n Bücherbasar und ich immernoch zwei Kartons voller Bücher bei mir in der Wohnung zu stehen habe. Dieses Buch wäre die einmalige Chance, das ich dieses „Projekt“ endlich mal angehe, weil ich es nicht übers Herz bringen würde, diese süßen und traurigen Ärsche auf meinem Schreibtisch versauern zu lassen.

Marv · 14. März 2015 at 8:44

Oh mein Gott!
So ein tolles Buch (zumindest vom Thema her, vom Aussehen und Deiner Beschreibung nach) und erst 5 Kommentare?! Spinnen die?!
Auf jeden Fall ein spannendes Thema, würde mich freuen da mal reinzuschmökern (tolles Wort)…

ROBoter · 14. März 2015 at 10:26

Sieht interessant aus…
Außerdem hab ich in meiner Sammlung noch kein Buch mit nackten Männern

Hildegund · 15. März 2015 at 4:50

… weil ich mich aus psychologischer Sicht für den Zusammenhang zwischen Bonding und Nacktheit interessiere. Der Krieg als Setting klingt extrem aufschlussreich.

I'm the captain now. (@Fadenaffe) · 9. März 2015 at 15:00

#MindsDelight „My Buddy – World War II Laid Bare“ – Der TASCHEN-Verlag zeigt die Nacktheit des 2. Weltkriegs http://t.co/aQmYRnbGOp

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