Kuchen ficken

Oben gezeigter Kuchen entstand während der letzten Fastenzeit, ein bisschen aus dem Drang heraus, endlich wieder Süßigkeiten essen zu wollen, und auch ein bisschen aus der Not heraus, dass sonntags ja alle Geschäfte zu haben und ich irgendwie an Süßigkeiten kommen musste. Denn Fasten läuft bei mir so: Wenn ich es schaffe, die ganze Woche auf das zu verzichten, was ich faste, darf ich mich am Sonntag so sehr mit dem Kram verwöhnen, dass Caligula stolz auf mich wäre.

Also ja: Ich faste wieder. Am Mittwoch geht es los und ich werde für 40 Tage auf den Krempel verzichten, der mir am meisten Spaß macht, aber vermutlich nicht so richtig gut für mich ist. Letztes Jahr verzichtete ich auf Süßigkeiten, Softdrinks und Kaffee und ich ersetzte Vieles mit Obst und Tee (natürlich gesüßt – ich will zwar fasten, aber ich verachte mich nicht). Dieses Jahr erweitere ich das Programm noch um Pizza und Fleisch und das wird für mich richtig hart, weil der Mittwoch bei uns im Büro schon als Schnitzelmittwoch bekannt ist, da es in dem einen Restaurant mittwochs immer Schnitzel gibt, das leider sehr, sehr köstlich ist.

Also ab Mittwoch kein Kaffee, keine Süßigkeiten (also auch kein Eis 🙁 ), keine Pizza, kein Fleisch und keine Softdrinks. Außer sonntags, wenn ich nicht zu faul bin und nicht wieder vergesse tolle Dinge einzukaufen. Aber man kann leider auch nur so viel an einem Sonntag essen und meistens hat ja alles zu und… ach, das wird schwer. Ich weiß schon wieder, warum ich damals meinen Kuchen so schmückte. Wie letztes Jahr, werde ich euch natürlich auch dieses Mal wieder wöchentlich darüber auf dem Laufenden halten, wie es bei mir so läuft und wie sehr ich mein trostloses Leben so hasse. Das wird schön. Aber eigentlich will ich ja nur beweisen, dass ich stärker als meine Bedürfnisse bin und dass ich diesen ganzen Luxus eigentlich gar nicht brauche. (Übrigens liegt mein Geburtstag mitten in der Fastenzeit, aber zum Geburtstag muss man das glaub ich auch nicht durchziehen.)

Und ihr so? Fastet ihr dieses Mal mit oder ist das alles gar nichts für euch? Ihr müsst es ja nicht so sehr übertreiben, wie ich es gerade tue, und auf alles verzichten, was euer Leben lebenswert macht.