Mittlerweile hat ja alles irgendwie Stories, was von Facebook kommt. Allerdings wurde, so finde ich, Instagram dadurch nochmal richtig aufgewertet und ich muss sagen, dass ich damit fast noch mehr Spaß habe, als mit der regulären Bildfunktion (Kiekt). Gut, die Stories bringen bei IG zwar Spaß, viele andere Entscheidungen, die sie in der letzten Zeit trafen, macht aber auch das mitunter fast zunichte. Darüber will ich jetzt aber gar nicht reden.

Viel mehr möchte ich euer Augenmerk auf den Account der New York Public Library lenken, die dort klassische Literatur zu IG-Stories umbauen. Im Grunde liest man dort Bücher, allerdings gepaart mit hübschen Illustrationen und einem kleinen Daumenkino, auf das man bekanntlich drücken kann (oder muss), um die Stories zu pausieren.

Vermutlich leidet jede Bücherei unter einem Besucherschwund und sicherlich wird das nicht direkt Leute in eine Bibliothek locken. Allerdings ist es eine ziemlich clevere Idee und bringt den Menschen bekannte Werke auf eine sehr innovative Weise näher und sorgt am Ende vielleicht doch dafür, dass Leute zu Büchern greifen, die das vielleicht einfach nicht auf dem Schirm hatten. Was nämlich nicht jeder weiß ist, dass das Verleihsystem auch in Deutschland ziemlich geil ist. Es gibt neben Büchern eben auch Filme, Spiele und Musik und man kann sich das einfach streamen oder zuschicken lassen und kostet tatsächlich erschreckend wenig. In Berlin sogar nur 10 Euro im Jahr! (Schaut mal hier, falls ihr vielleicht Alternativen zu Netflix oder Prime sucht, zumal erstere ja, wie ich hörte, auch bald Werbung schalten wollen). Ich nutze das selber aber natürlich auch nicht. Und selbstverständlich habe ich dafür eigentlich keinen richtigen Grund.

Jedenfalls hat die NYPL bereits “Alice in Wonderland” von Lewis Carroll in zwei Teilen als IG-Story veröffentlicht und folgen sollen noch “The Yellow Wallpaper”, eine Kurzgeschichte von Charlotte Perkins Gilman, und “The Metamorphosis” von Franz Kafka. Ihr merkt an den englischen Titeln, dass ganz offensichtlich auch die Bücher in englischer Sprache veröffentlicht werden.

Aber auf Deutsch gibt es die natürlich auch. Das allerdings eher in der Bücherei eures Vertrauens (oder in der Onleihe). (via)