Dass ich „Star Trek“ im Allgemeinen grundsätzlich sehr lieb habe, ist hier vermutlich kein Geheimnis. Dass ich allerdings „Star Trek: Discovery“ im speziellen sehr verachte, habe ich hier glaube ich noch nicht so oft erwähnt. Wahrscheinlich muss ich das auch nicht, weil es sehr viele Leute sehr ähnlich sehen, während jene, die die Serie gut finden, einfach sehr falsch liegen. Aber das ist okay – mögt, was ihr mögt. Es ist mir gleich.

Ich habe eine zeit lang versucht die Serie einfach als irgendeine Sci-Fi-Serie ohne Star-Trek-Background anzuschauen, was es aber leider auch nicht wirklich besser macht, weil es einfach keine gute Serie ist. Sie ist mitunter unlogisch, die Figuren sind größtenteils bescheuert oder nervig und die Motive der Charaktere kann man auch nicht so richtig nachvollziehen, von den unterirdischen Schauspielern (außer Anson Mount natürlich – er ist ein Goldschatz!) mal ganz abgesehen. Was ich aber richtig schlimm finde, ist, dass man trotzdem versucht uns alte Trekkies ins Boot zu holen, indem man immer wieder Anspielungen auf bekannte Dinge liefert. Sei es nun mal wieder Spock als wiederkehrende Figur, Harry Mudd, der zugegegebenermaßen sehr gut war, oder eben auch die Enterpise samt Captain Pike und seiner eigentlichen, einzigen Story selbst. Es ist alles einfach nur absurd doof und belastend. Es tut mir Leid.

Nun gibt es ein sehr altes Interview mit Leonard Nimoy, indem er von der Erfindung des vulkanischen Nackengriffs erzählt und dass er einfach irgendetwas suchte, was nicht gerade dem Pistolengriff in den Nacken gleichkommt. Außerdem erzählt er, dass Action und Gewalt sicherlich okay sind, wenn es abschreckend wirkt, aber nichts sein sollte, was eine Figur definiert. Garniert wird das mit Szenen aus Discovery und das macht es ein bisschen traurig.