Es ist vermutlich keine große Überraschung, dass ich die „Toy Story“-Filme immer alle sehr gerne mochte. Vor allem den dritten, weil der einfach eine der traurigsten Szenen der Filmgeschichte hatte – die auf dem Transportband in der Müllverbrennungsanlage. Wenn ich normale Gefühle hätte und sie gut äußern könnte und nach außen hin nicht völlig abgestumpft wäre, ich hätte wohl, wie der Rest des Kinosaals, geheult wie ein Schlosshund. Das war ganz großes Kino.

Bei dem Trailer zum neusten Streich fallen mir allerdings zwei Dinge besonders auf: Zum Einen natürlich, dass Woody wieder der Held sein will, sic hdann von etwas verführen lässt und dann vermutlich doch wieder der Held ist, zum anderen aber auch, dass ich das Prinzip Spielzeug des Films irgendwie nicht so richtig verstanden habe. Wird ein Spielzeug lebendig, wenn es einen Besitzer hat? Nein, denn diese Aliens sind ja auch Spielzeuge, wohnen aber in einem Spielautomaten. Wird ein Spielzeug lebendig, wenn es anthropomorph ist? Irgendwie ja auch nein, weil ich mich an ein ferngesteuertes Auto erinnern kann und vielleicht doch ja, weil Puppenhäuser nicht lebendig werden. Außerdem hat bestimmt jeder mal als Kind mit Dingen gespielt, die nicht explizit als Spielzeug erdacht wurden (was ihr so in den Nachttischschubladen eurer Eltern fandet gilt vielleicht noch als Spielzeug, aber das ist ein Trauma für einen anderen Blog).

Hier in dem Film wird aber eine Gabel mit Pfeifenreiniger und Knetgesicht zu einem lebendigen Spielzeug, das allerdings davon träumt das zu tun, wofür es eigentlich gedacht war (Suppe schaufeln), was mir dann wieder zu der Frage bringt, ob nicht doch eigentlich alle Gegenstände lebendig sind und vielleicht einfach nur nicht miteinander reden, während dieses Göffelviech jetzt als Zwitterwesen zwischen zwei Welten existiert, aber eigentlich zu keiner gehört.

Warum sind Kinderfilme so kompliziert?