H. P. Lovecraft ist für mich immer ein sehr gutes Argument zu der Frage, ob man die Kunst vom Künstler trennen kann. Er hat die Horrorliteratur (obwohl seine Motive eher Terror sind) zweifelsfrei geprägt, wie kaum ein anderer und höchstens Edgar Allan Poe vor ihm, war dabei aber ein ganz schlimmer, unangenehmer Rassist. Seine Geschichten sind krass, absurd und so gut, dass man ihn, wenn man auf sowas steht, aus Prinzip nicht nicht lesen kann, nur weil er eine antiquierte Weltanschauung hatte. Es ist schwierig.

Andererseits war doch aber so ziemlich jeder Weiße zu Anfang des 20. Jahrhunderts rassistisch. Also keine Ahnung. Den Namen seiner Katze will ich euch trotzdem nicht verraten und noch trotzdemer ist „The Colour Out of Space“ eine meiner Lieblingsgeschichten von ihm.