Schörlie war bestimmt nicht meine erste Liebe, sie ist aber auf jeden Fall eine große und vor allem akute. Ihre erste Vinyl und zweites Album ist so gut, dass es bei mir hin und wieder in Dauerrotation gerät, wofür ich mich an dieser Stelle bei meinen Nachbarn, Freunden, Zimmerpflanzen, Kleidermotten und dem Erdnussflip, der vor einer Weile unter das Sofa fiel, entschuldigen möchte. Aber eigentlich auch nicht wirklich, denn Schörlie macht einfach richtig, richtig guten Krach.

An dieser Stelle würde ich fast schon zu einem von diesen Lobhudelei-Artikeln ansetzen, in denen ich euch gerne mal die tollsten Videos einer Band vorstelle, was dann meistens einfach irgendwie alle sind, in diesem Fall wird das aber schwierig, weil es zum einen einfach sehr viele wären und ich zum anderen auch gar nicht meine Freude darüber verwässern möchte, dass sie endlich wieder ein neues, tolles Video mit einem neuen tollen Song veröffentlicht hat, der mich leise darauf hoffen lässt, dass ich bald endlich ein neues Album auf den Plattenteller legen darf. Den Erdnussflip würde es freuen.

Wie ich sie aber kenne, wird das noch eine Weile dauern, das sich Schörlie mit allem gerne etwas zeit lässt. Das erfreut zwar nicht unbedingt meine Ungeduld, dafür aber meinen musikalisches Ohr, da es sich ausnahmslos immer lohnt.

Für eine berliner Band dürfte sie aber wirklich öfter mal auch in Berlin spielen. Da hätte ich nichts dagegen.