Der Ökonom in mir denkt direkt an die schöpferische Zerstörung, wie sie von Karl Marx vorgedacht und später von Joseph Schumpeter konkretisiert wurde (lol als ob ich bin nur voller Trivialwissen). Sie sagten zwar, dass erst ein System, in diesem Beispiel das feudalistische, zerstört werden muss, um aus dessen Überresten etwas neues, hier den Kapitalismus, zu erschaffen.

Allerdings kann man diese Denkweise natürlich auch auf vieles andere übertragen, wenn man zum Beispiel an Recycling, die Pest, den Neubau von zerstörten oder eingerissenen Gebäuden, das Defragmentieren der Festplatte, das Füllen biologischer Nischen, an eine Polterhochzeit oder an den vergammelnden Kaffeegrund, auf dem munter irgendwelche Pilze sprießen, denkt.

Da im Grunde auch wir und unser Universum durch einen zerstörerischen Akt entstanden, macht dieser animierte Film von Maxim Zhestkov angenehm viel Sinn, ohne dass ich es jetzt noch selbst weiter ausformulieren muss.

Everything around and inside us was conceived in a huge explosion of a star billions of years ago… and, probably, recycled from other matrices myriad times. In this eternal carousel of matter, particles gather, form complicated structures and then burst into all directions fusing atoms together and producing new elements and points of view, new colours and patterns of perception.

Kennt ihr eigentlich noch diese bunten, unglaublich süßen Puffreiskügelchen? (via)