Die Eierschale schützt den Embryo, ähnlich wie beim Menschen, vor äußeren Einflüssen und Störungen und ist dabei trotzdem luftdurchlässig, um das Küken mit Sauerstoff zu versorgen.

Yusaku Watanabe von der Mihama Veterinärklinik in Fukui, Japan, zeigt uns hier nun, wie man ein befruchtetes Ei ohne Schale ausbrüten könnte. Alles, was man dazu braucht, ist etwas Frischhaltefolie, ein Plastikbecher vom letzten Konzert (ausgespült, wenn es geht), etwas Desinfektionszeug in einer großen Spritze, einen Inkubator und mehrere Semester eines Veterinärmedizinstudiums oder eine vergleichbare Berufserfahrung. Außerdem sollte man vielleicht noch ein Paper namens „A Novel Shell-less Culture System for Chick Embryos Using a Plastic Film as Culture Vessels“ von 2014 gelesen haben, auf das das hier gezeigte Experiment zurück geht.

So trivial, wie es hier erscheint, ist es natürlich nicht, da lediglich 51% der so ausgebrüteten Küken wirklich überleben. Allerdings könnte es eine sehr gute Chance sein, um bedrohte Vogelarten zu retten. Man denkt bereits darüber nach, so beispielsweise Küken in beschädigten Eiern auszubrüten oder mittels In-vitro-Fertilisation Eier künstlich zu befruchten und in künstlichen Eierschalen auszutragen.

Und wer weiß? Vielleicht geht das auch irgendwann für den Menschen, ohne die lästige Mutter drumherum (bitte nicht). (via)