Ich glaube, wir sind alle ein bisschen schuldig, dass wir uns diesen Social-Media-Dingen mitunter etwas zu sehr hingeben und hier und da auch etwas flunkern und eine Welt bauen, die so gar nicht existiert. Ein bisschen schuldig aber nur, weil andere Leute das auf jeden Fall wesentlich krasser betreiben und in ihrer Absurdität kaum noch zu übertreffen sind (obwohl es immer wieder Leute schaffen). Allein dieses wunderbar drapierte Essen immer oder diese Bilderbuchwohnungen oder sich bisschen entblößt und wie frisch aus dem Bett gefallen, aber perfekt gestylt, mit einem Kaffee in der Hand zu zeigen. Essen wird sowieso nur bei Tageslicht fotografiert, weil sonst ist Quatsch. Es ist absurd und auch ein bisschen eklig und abstoßend. Aber es ist für mich eben auch trivial, weswegen ich mir diese Dinge gar nicht mehr anschaue und immer dran denke, dass es zu jedem Bild mit gezogener Schnute vermutlich mindestens 35 identische gibt, die nicht gepostet wurden.

Davon handelt wohl dieser Song von Nancie, die ihn dafür aber auch mit irre coolen Visuals bekleidet hat. Bisschen schräg ist aber, dass sie selbst auch ziemlich auf Insta unterwegs ist, also weiß ich jetzt auch nicht… würden den Refrain wohl im Club vor mich hin nuscheln. Sorry, stehe gerade wieder etwas auf elektronische Musik.