„Moment mal! Vol. 10?! Aber wo sind denn die anderen 9 Beiträge dieser oder ähnlicher Art??? DU ARSCH!!“ wird sich der ein oder andere mit oder ohne Beleidigung fragen (vermutlich mit, denn wir sind hier immer noch im Internet), aber genau das ist der Clou an der ganzen Sache: Mit anderen tollen Blogs wurde ein Konzept erarbeitet, bei dem jeder einen Teil dieser Reihe übernimmt und es in einer eigenen Variante postet. Mit dabei sind zum Beispiel Martin von WIHEL? (und nochmal und nochmal), Maik von Langweiledich.net (dann auch nochmal und nochmal) und Johannes vom Progolog (ebenso nochmal und dann doch nochmal), die jetzt alle schon ein paar Beiträge veröffentlichten. Ich halt nicht, weil ich das Prinzip irgendwie auch erst recht spät verstanden habe, obwohl es so einfach ist:

Es werden einfach herausragende Videos gezeigt, die man so vielleicht nicht unbedingt posten würde, die aber alle irgendwie besonders sind, wobei dir das letzte immer irgendwie den Atem rauben wird (ein Scherz, der sich durch alle Beiträge zieht und super lustig ist!). Daher lohnt es sich wohl, die anderen oben verlinkten Artikel nochmal durch zu klicken, weil da bestimmt die ein oder andere Perle versteckt ist. Nichtsdestotrotz nun aber mein Beitrag zu einer besseren Welt mit außergewöhnlichen und besonderen Musikvideos.

1. Alien Weaponry – „Kai Tangata“

Sorry, dass ich direkt mit so einem Knüller starte, aber es ist einfach ein unglaublich gutes und tatsächlich auch wichtiges Video – und es ist Maori Metal! Es erzählt nämlich die Geschichte der nördlichen Stämme, dessen Häuptling Hongi Hika von seiner Reise nach England Musketen mitbrachte, was die Kriegsführung der Region maßgeblich veränderte, da die anderen Stämme dem natürlich nicht viel entgegenzusetzen hatten. Das Video ist ein bisschen krass, aber zeigt eine sehr spannende und vor allem bildgewaltige Herangehensweise, mit der eigenen Historie umzugehen und ist dabei einfach grenzenlos beeindruckend.

2. Shirley Holmes – „Floor the Gas“

Wenn ich über Musik rede, muss ich eigentlich auch immer über Schörlie reden, weil es einfach gerade das beste ist, was man an deutschsprachiger Musik finden kann („Schnelle Nummern“ ist einfach ein perfektes Album – don’t @ me). In diesem Kontext will ich euch aber auf jeden Fall dieses Video hier vorstellen, da es, wie eigentlich alle von Schörlie, nicht nur ein toller Song ist, sondern vor allem auch auf meinem Kiez gedreht wurde. Es vermittelt mir ein sehr heimatliches Gefühl und ich erinnere mich gerne daran, wie es hier mal so vor 10 Jahren aussah.

3. William Shatner – „Common People“

Im Original ist es natürlich von Pulp, allerdings ist die Version von William Shatner ungefähr 37 Millionen Mal besser, was sicherlich zum einen an seiner sehr eigenen Art Musik zu interpretieren liegt, zum anderen aber auch in einem angenehmen Gegensatz zum Inhalt des Liedes steht. Ich weiß nun allerdings leider nicht, ob das als Musikvideo gilt, weil es eben ein Fan-Video, erstellt von LordRicco666, ist – aber es ist einfach unglaublich gut.

Dieses Video raubt dir den Atem: Trans Am – „Insufficiently Breathless“

Ich hoffe ihr versteht die Anspielung, sowohl auf den geraubtem Atem, als auch auf dieses Clickbaiting, das andere Internetprotale derzeit gerne betreiben. Eigentlich wollte ich hier natürlich auch gerne „Atemlos durch die Nacht“ in irgendeiner besseren Version als dem Original zeigen, aber ich fand dann nicht nur dieses Video hier, sondern es sogar besser, als ich anfangs dachte. Die Musik plätschert durchaus angenehm vor sich hin, während man sich einen schönen Wald anschauen kann. Ich finde das alles gar nicht so unglaublich unangenehm, muss ich sagen. Trotzdem folgt nun noch ein ernst gemeinteres Video.

4. My Chemical Romance – Na Na Na

Vielleicht zeige ich euch dieses Video, um meiner unbändigen Freude um die Wiedervereinigung von MCR Ausdruck zu verleihen, vielleicht ist es aber auch ein irre gutes Musikvideo mit spannenden Hintergrundinfos. Da Gerard Way ja nicht nur ein sehr guter Musiker, sondern auch ein sehr guter Comic-Autor und -Zeichner ist, kann man das dazugehörige Album „Danger Days: The True Lives of the Fabulous Killjoys“ ganz wunderbar als Soundtrack zum Comic „The True Lives of the Fabulous Killjoys“ (ich reviewte) betrachten, weil es das auch einfach ist. Das alles ist ein ganz wunderbares, stimmiges Konzept mit toller Musik, toller Geschichte und alles in allem einfach perfekt. Und der Song? Supergut!

Abschließend hoffe ich natürlich, dass euch diese Serie irgendwie gefallen habt und ihr hier und da ein tolles Musikvideo oder einen Song entdecken konntet, den ihr noch nicht kanntet und nun womöglich sogar mögt! Schaut auch ruhig mal bei den anderen Teilnehmenden vorbei und genießt ihre Auswahl. Und solltest du einen Blog haben und möchtest das auch machen – meld dich! Nicht, weil wir das irgendwie erlauben müssen, eher, weil wir es gerne irgendwie geordnet machen möchten. Hab(t) euch lieb.