Die Datenautobahn ist heute bekannterweise mehrspurig und teilweise ohne Geschwindigkeitsbegrenzung, mit vielen, vielen Raststätten und Sehenswürdigkeiten. Damals, Ende der 70er, sah das alles aber noch ganz anders aus, obschon die Leute auch da schon das dringende Bedürfnis hatten, sich mit anderen Leuten auszutauschen. Und nur einen Schneesturm später gab es das BBS, das im Grunde der Vorläufer von Foren ist, und Leute zum ersten Mal digital zusammen brachte.

Besonders interessant finde ich hier tatsächlich den Teil der Historie, dass das wirklich nur möglich wurde, weil ein Schneesturm dafür sorgte, dass der IBM-Mitarbeiter Ward Christensen endlich mal Zeit für ein eigenes kleines Projekt hatte, das er dann zusammen mit seinem Hardwarehacker-Kumpel Randy Suess umsetzen konnte. Sicherlich hatten viele hundert oder tausend Leute zu dem Zeitpunkt echte Jobprobleme, aber einer von diesen hunderten oder tausenden hatte die Kapazitäten für ein Petproject, das schlussendlich die ganze Welt verändert hat. Da fragt man sich doch, was geschehen würde, wenn man Leuten generell ein bisschen den Druck aus der Geldbeschaffung nähme, um ihnen Raum für eigene Ideen zu geben. Wie gut könnte sich die Welt entwickeln, wenn Leute Dinge nicht nur aus monetärem Antrieb unternähmen. Wir sehen ja hier ganz gut, was passiert, wenn zwei clevere Leute von tausenden einfach mal ein bisschen Zeit und Gelegenheit haben…

(auch) Deswegen brauchen wir dringend das bedingungslose Grundeinkommen. Wer weiß, was für innovatives Potential an der Supermarktkasse sitzt oder Tabletts durch die Gegend trägt und am Ende des Tages viel zu müde für irgendwas ist. (via)