Kurzgesagt, ich bin ja Fan, haben schon wieder so ein tolles und tatsächlich auch hoffnungsvolles Video gemacht, das wir gerade vermutlich alle irgendwie brauchen. Hier blicken sie aus der Zukunft zurück auf unsere Gegenwart und überlegen, wie Archäologen mit unseren Hinterlassenschaften umgehen würden und welche Schlüsse man ziehen könnte, um zu erklären, wie heutige Archäologen arbeiten und welche Schlüsse wir ziehen und gezogen haben, wie das mit der Sesshaftigkeit eigentlich zustande gekommen sein könnte und vor allem auch, welche Hindernisse und Probleme das mit sich führte, aber auch welche Chancen und Möglichkeiten. Besonders toll finde ich hier, dass sie nicht nur von Jahreszahlen reden, sondern durchaus auch von Generationen, was ich in so einem anthropologischen Kontext immer total sinnvoll und vor allem auch wesentlich besser nachvollziehbar finde.

Am schönsten und gleichermaßen auch am beunruhigendsten finde ich aber die Aussage, und mehr noch den Fakt, dass das damals alles eigentlich genau die gleichen Menschen sind, die heute noch leben und in 12’000 auch noch leben werden. Die Gefühle, Sorgen und Bedürfnisse sind im Grunde gleich, aber eben auch die Reaktionen, und bestimmt auch Verhaltensweisen. Eigentlich sind wir gestern noch durch die Sträucher gekrochen und haben Beeren gesammelt, haben uns vorhin irgendwo angesiedelt und angefangen, die Natur zu beeinflussen und gerade denken wir über Weltraumtoiletten nach. Es ging alles sehr schnell und wird auch noch immer schneller, weil wir vermutlich noch zu unseren Lebzeiten sehen werden, wie wir andere Planeten verkorksen und ein McDonalds in Space eröffnet wird. Es ist echt schräg, aber auch total aufregend. Ich hätte allerdings lieber die Leute, die ihr Saatgut einfach so mit andren Leuten geteilt haben, damit es ihnen auch gut geht, als Entscheider, als die Leute, die darauf die ersten Steuern erhoben haben oder andere Siedlungen wegen der guten Lage vertrieben. Ihr versteht, was ich meine.