Deine wöchentliche Kelle aus dem Suppentopf der guten Nachrichten: Good News Everyone XCVII

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Des einen Glück ist des anderen Leid, heißt es doch und so hat mich diese Woche irgendwie etwas sehr glücklich gemacht, was andere vermutlich auch irgendwie sehr scheiße finden. Ich wollte da sogar einen eigenen Artikel drüber schreiben, aber habe den dann auch wieder gelöscht, weil na ja… Na ja.
Ich spreche von der „emotionalen“ Rede von Dr. Merkel im Bundestag. Ich bin kein Fan von ihr, wie ich von Politikern im Allgemeinen kein Fan bin und auch von Menschen generell kein Fan sein möchte, weil man da sehr schnell in eine Unreflektiertheit gerät, die durchaus ungesund werden kann. Aber diese Rede, die man beim ZDF nachschauen kann (sie ist generell sehr interessant, auch in Bezug auf den Haushalt 2021 und die Digitaliserungsabsichten, wohingegen das Thema Lockdown ab Minute 23 beginnt und so ab Minute 29 richtig Fahrt aufnimmt), macht mich so glücklich, weil ich mich endlich auch von oberster Stelle verstanden fühle. Es ist nicht in Ordnung, das als emotional zu bezeichnen, das ist klar, weil sie einfach sauer und wütend ist und man es lediglich in der Form nicht von ihr kennt, aber wenn sie im Grunde sagt, dass wir als Gesellschaft es verkackt haben (und das gilt für uns alle, auch wenn wir als einzelne uns korrekt verhalten haben mögen, da ja das dümmste Glied der Kette die Dummheit der ganzen Kette bestimmt) und wir da jetzt die härteren Konsequenzen tragen müssen, dann finde ich das gut. Ich finde das richtig gut und wenn auch etwas spät, finde ich das super. Vor allem als jemand, der hier seit März eigentlich alle Kontakte eingeschränkt hat, Weihnachten in der Familie abgesagt wurde, um uns gegenseitig zu schützen, und man im Grunde das ganze Jahr Verzicht geübt hat, dann tut mir die Aufregung dieser AfD-Homunkuli und des FDP-Kaspers einfach einfach so unglaublich gut, weil die in meinen Augen genau für diese Leute stehen, die dem allen nicht die nötige Ernsthaftigkeit entgegengebracht haben.
Leute wie wir, und ich zähle dich, mein lieber Leser dazu, weil ich von dir sehr viel erwarte, sind diesen Verzicht gewohnt, die Rücksichtnahme, diese Isolation von geliebten Menschen, dieses Fuck-it-Gefühl, ich geh jetzt raus zum Saufen und feiern, auf das ein schnelles „Natürlich nicht, aber ich will so gerne“ folgt – wir ertragen das, weil wir es mittlerweile gewohnt sind und wissen, dass es auch mal enden wird. Weil wir schlau sind, umsichtig und wissen, dass nichts für immer ist und schon gar nicht diese Einschränkungen, mit denen wir teilweise auch freiwillig leben, weil wir wissen, dass es wichtig ist. Weil es einfach Sinn macht.

Es tut mir einfach gut, wenn Leute wegen Logik und ein bisschen gesundem Menschenverstand angepisst sind. Es geht mir runter wie Öl, wie das Schnurren einer Katze, wie eine etwas zu kurze Hose. Es fühlt sich einfach erstaunlich gut an. Und wenn Dr. Merkel das so sieht und sagt, dass die meisten von uns das richtig machen und wir jetzt nochmal kurz die Füße still halten müssen, dann tut das einfach gut.

Auch wenn es schade ist, dass das nötig ist.

Der Zwergbilchbeutler macht seinem Namen alle Ehre. Dass das winzige Geschöpf auch noch den Beinamen „Tasmanischer Schlafbeutler“ trägt, erklärt seinen Schlafzimmerblick, der pure Entspannung auszustrahlen scheint. Dabei war die Lage des kleinen Tieres lange alles andere als entspannt.

Wie ein putziges Opossum Hoffnung schenkt (geo.de)

Das Ganze geht so: Das CO2, das bei der der Biergärung in einer Brauerei entsteht, wird mit Kartoffelabfällen aus der Chips-Herstellung vermischt und so zu Dünger verarbeitet. Dieser Dünger kommt auf die britischen Felder, unterstützt also die Kartoffelernte des kommenden Jahres.

Mit Bier und Chips CO2 einsparen (deutschlandfunknova.de)

Insgesamt gibt es auch nur zwei bekannte Fälle von Albinismus bei Pumas, ein Gendefekt, bei dem Tiere keine Pigmente produzieren können.

Seltener weißer Puma gibt Wissenschaft Rätsel auf (nationalgeographic.de)

Ab Mitte nächsten Jahres soll auf dem Geländes des Flughafens Berlin-Tegel der urbane Holzbau hierzulande einen ordentlichen Schub bekommen – dank eines riesigen Bauprojekts. Profitieren dürften vor allem auch die Mieter*innen der Stadt. Tausende bezahlbare Wohnungen sollen entstehen.

Bald weltgrößtes Holzbauviertel? (enorm-magazin.de)

Studierende und Angestellte an der Hochschule können die Produkte wie Binden und Tampons auf Toiletten kostenlos nutzen. Vorher hatte es eine anderthalbjährige Testphase gegeben.

Hochschule MerseburgTampons for free (deutschlandfunknova.de)

Mara Gómez spielt als erste trans Fußballerin in der argentinischen Profiliga. Auch wegen Corona musste sie lange auf ihre Spielberechtigung warten.

Trans Fußballerin in der Profiliga: „Der beste Moment meines Lebens“ (taz.de)

Die Deutsche Bahn hat angekündigt, den Nachtzug-Verkehr ab 2021 nun doch wieder aufzunehmen.

Deutsche Nachtzüge sollen wieder fahren (enorm-magazin.de)

Um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 soll der Ausstoß von Treibhausgasen sinken: Die Europäische Union hat ihr Klimaziel bis 2030 deutlich verschärft. Bisher galt ein Ziel von minus 40 Prozent.

EU-Gipfel einigt sich auf verschärftes Klimaziel bis 2030 (tagesschau.de)

Sieht so die Grünzeug-Versorgung der Zukunft aus? Vor den Toren Kopenhagens entsteht eine der weltweit größten Vertical Farms für den Anbau von Kräutern und Salaten.

In Dänemark entsteht die größte Vertical Farm Europas (enorm-magazin.de)

Seit seinem Amtsantritt kämpft US-Präsident Trump gegen das „Dreamer“-Programm, das Kinder von illegal Eingewanderten schützt. Versuche, es abzuschaffen, scheiterten jedoch. Nun hat Trump erneut eine Niederlage vor Gericht eingefahren.

US-Bundesgericht: Trump muss „Dreamer“-Programm wieder einführen (tagesschau.de)

In Clausthal Zellerfeld wird eine Pflanzen-Kläranlage eingesetzt, um verseuchtes Wasser zu reinigen – doch solche Anlagen können viel mehr.

Pflanzen-Kläranlage befreit Wasser von Chemie und Antibiotika (ndr.de)

Die Meeresbiologin Emma Camp hat eine besonders resiliente Korallenart entdeckt, mit der der Riffe neu besiedelt werden können

Rettung am Riff: Eine neue Korallenart soll das Great Barrier Reef bewahren (derstandard.at)

Einen großen Schritt für den Tierschutz macht die italienische Hauptstadt Rom. Die umstrittenen Pferdekutschen, die sogenannten „Botticelle“, werden von den Straßen verbannt und dürfen künftig nur noch in ausgewählten Parks fahren.

Rom verbannt Pferdekutschen von den Straßen – generelles Verbot bei Hitze (focus.de)
Categories: AllgemeinGood News

2 Comments

Das M in Marco steht für müde (@Fadenaffe) · 14. Dezember 2020 at 15:19

Deine wöchentliche Kelle aus dem Suppentopf der guten Nachrichten: Good News Everyone XCVII https://t.co/EfxY4CG1B7

Tom Braider (@Tom_Braider) · 14. Dezember 2020 at 16:15

RT @Fadenaffe: Deine wöchentliche Kelle aus dem Suppentopf der guten Nachrichten: Good News Everyone XCVII https://t.co/EfxY4CG1B7

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