Arte ist wie der coole Onkel, der sich irgendwie von den meisten Familienfesten fern hält und nur zu den wichtigen Ereignissen kommt, der sich aus den Animositäten der anderen Familienmitglieder raus hält und sie höchstens mit Witz und Cleverness ins Lächerliche zieht und immer die coolsten Geschenke dabei hat. Nicht die größten, aufwändigsten, lautesten, einfach die tollen, die man sich im Herzen behält, weil er sich Gedanken gemacht hat und nicht des Schenkens wegen schenkt, sondern weil er es gerne macht und sich dabei Mühe gibt. Ich hatte nie diesen Onkel, aber ich würde gern irgendwann so ein Onkel sein. (Wenn du das als weiblich wahrgenommene Person liest, geht das natürlich auch mit Tanten. Andere Pronomen musst du selbst ordnen, da kenne ich mich nicht aus.)

Nun hat der coole Onkel (Tante, Geschwisterkind eines deiner Eltern, enger Familienfreund, denn Blut macht keine Familie) eine tolle neue Doku über einen der tollsten, wenn nicht sogar den tollsten, Filme veröffentlich – Blade Runner! Ich habe da jetzt ehrlicherweise nur ein paar Ausschnitte gesehen, weil ich es mir gerne noch etwas aufheben möchte, aber ich sah einen Edward James Olmos, der ganz begeistert von der Produktion erzählt und natürlich bekommt auch Vangelis, für die Musik verantwortlich, sehr viel Raum.

Vielleicht will ich einfach nochmal Blade Runner schauen. Am besten nochmal zum ersten Mal. Hab ich mal erzählt, wie ich Daryl Hannah traf und ihr sagte, dass ich mit 12 wegen des Film total in sie verknallt war? (via Johannes, der schon mal den Voight-Kampff-Test ausgetrickst hat)