Okay, meine gute Nachricht der Woche ist glaub ich, dass ich heute so viel zu tun hatte, dass ich diesen Artikel hier nicht zum Morgen veröffentlichen kann, sondern quasi erst zum Feierabend der Frühaufsteher. Aber das ist ja schon ein bisschen wenig und jetzt überlege ich, was mir eigentlich letzte Woche gutes widerfahren ist und das ist nicht so viel. Irgendwie nix.

Am Freitag habe ich Zeit mit meinem kleinen Brudi verbracht – das war sehr cool und auch mal wieder echt nötig. So diese Männergespräche und die leise Hoffnung, dass er vielleicht irgendwas aus meinen Dummheiten lernt und hier und da einen Ratschlag annimmt, den er so von anderen vielleicht nicht hören wollen würde. Keine Ahnung, was man sich als großer Bruder einfach wünscht. Wir tranken Radler und Durstlöscher und sind durch Berlin gelaufen.

Ich finde übrigens die eine gute Nachricht unter den folgenden cool, dass sich der Bundestag auf ein Lieferkettengesetz geeinigt hat, das besagt, dass Produkte nicht mehr mit Kinderarbeit und anderen auswüchsen des aggressiven Kapitalismus hergestellt werden dürfen. Ich bin mal gespannt, welche Firma das zum Anlass nimmt, die Preise ihrer Produkte zu erhöhen, weil der Aufwand dann höher ist oder was für Quatsch die sich dann halt ausdenken, um bloß nicht ihre Gewinnmarge ankratzen zu müssen. Ich hab euch im Blick, adidas, Puma, Nestlé, alle Kaffeeproduzenten, Schokoladenhersteller, H&M und Primark! Wehe ihr baut scheiße, sonst mach ich eine Rundreise durch Deutschland und kack euch vor die Tür.

Der Schlosser Carsten Bardehle hat ein Gerät entwickelt, mit dem sich 70 Prozent Pflanzenschutzmittel einsparen lassen.

Statt mit Pestiziden: Mit Wassertropfen gegen Schädlinge (ndr.de)

Gleiches Gehalt für alle, 30-Stunden-Woche, soziales Engagement während der Arbeitszeit: In Nürnberg haben drei Klempner ein Kollektiv gegründet und sich nach einem Widerstandskämpfer benannt. Wie viel Idealismus verträgt ein Handwerksbetrieb?

Klempner gründen Kollektiv (sueddeutsche.de)

Die Debatte über die Verbrechen der Sklaverei hat in den USA wieder an Brisanz gewonnen. Jetzt will der Kongress »Juneteenth« zum Bundesfeiertag machen, Demokraten und Republikaner sind sich dabei erstaunlich einig. Der »Juneteenth« ist ein Gedenktag zur Erinnerung an das Ende der Sklaverei.

»Juneteenth« US-Kongress stimmt für Feiertag zum Gedenken ans Ende der Sklaverei (spiegel.de)

Ein kanadisches Wissenschaftsteam entwickelt derzeit einen smarten Vaginalring, der Frauen helfen könnte, sich selbst zu schützen. Smart, weil er einen seiner zwei Wirkstoffe erst dann abgibt, wenn er gebraucht wird.

Smarter Vaginalring gegen HIV-Infektion (deutschlandfunknova.de)

Der Bundestag hat das Gesetz zur Einhaltung von Menschenrechten in weltweiten Lieferketten beschlossen. Bei Verstößen drohen hohe Bußgelder. Große Unternehmen in Deutschland sollen keine Kinder- oder Zwangsarbeit und keine Umweltzerstörung in ihren internationalen Lieferketten mehr dulden.

Gegen Kinder- und Zwangsarbeit – Bundestag beschließt Lieferkettengesetz (zdf.de)

Corona habe die Ungleichheit verschärft, die Reichsten sollten einen Beitrag leisten, fordern Betuchte in einem offenen Brief. Auch ohne Pandemie gibt es Argumente Vermögen zu besteuern.

Reich und solidarisch: Eine Gruppe Vermögender will endlich besteuert werden (derstandard.at)

Dass Schlafenszeiten einen großen Einfluss auf die psychische Gesundheit haben, ist schon länger bekannt. Etliche psychische Erkrankungen sind auch dadurch gekennzeichnet, dass sie mit Schlafproblemen einhergehen.

Wer nur eine Stunde früher aufsteht, senkt sein Depressionsrisiko um 23 Prozent (businessinsider.de)

Jetzt wird’s ein bisschen abgefahren – zumindest auf den ersten Blick: Forschende haben aus alten Plastikflaschen Vanille-Geschmack gemacht. Im Fachmagazin Green Chemistry beschreiben die Forschenden der Uni Edinburgh, wie sie das machen.

Vanille-Ersatz aus alten Plastikflaschen (deutschlandfunknova.de)

Laut Umweltministerin Siegesmund ist das Projekt in Deutschland bisher einmalig. Es soll für mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit defekten Haushaltsgeräten oder Mobiltelefonen und damit für weniger Elektroschrott sorgen. Ziel sei es, Ressourcen zu schonen.

Neue Reparaturprämie in Thüringen: So funktioniert’s (mdr.de)

Die Firma FKN Fassaden hat mit dem Beratungs- und Planungsunternehmen Drees & Sommer SE eine neuartige Fassade entwickelt.

Mit dieser Fassade erzeugt ein Haus mehr Energie als es verbraucht (ingenieur.de)