Ich hatte mal eine Freundin die einen Druck von dem Bild hatte, weil sie es sehr schön fand. Das ist es natürlich auch, das wissen und sehen wir alle. „Das hat der in der Klapper gemalt“ meinte ich und es stimmt, hatte van Gogh dort ja die meisten seiner Bilder gemalt, was sicherlich auch darauf zurück zu führen ist, dass seine Schaffensperiode an sich nur sehr kurz war.
Das war es dann auch schon mit meinem Wissen um ihn, das nicht aus Serien wie Doctor Who und Filmen stammt, die ihn meistens in diesem Klischee als wahnsinnigen, gebrochenen Mann zeigen, der aber trotzdem sehr, sehr kreativ ist. Die Wahrheit hinter diesem Bild und seinem Leben ist aber tatsächlich viel spannender und auch ein bisschen schöner. Ja, er malte das in einer psychiatrischen Anstalt, aber diese war sehr modern und progressiv und weil sein Bruder das alles bezahlte, konnte er auch darauf bestehen, dass man Vincent Raum zum malen gibt. Und tatsächlich tat es ihm gut! Vielleicht ist Vincent gar nicht das Beispiel eines manischen Künstlers, aus dem die Kreativität herausbricht, vielleicht ist er eher ein Beispiel dafür, dass man mit seinen Krankheiten und Auffälligkeiten leben lernen muss und es Einrichtungen gibt, die es einem beibringen, damit man Raum und überhaupt erst die Ruhe hat, seinen Passionen zu folgen. Schließlich ist man ja nicht seine Krankheit, man lebt nur damit.

Der Kanal von James Payne, der passenderweise „Great Art Explained“ heißt, führt darüber hinaus noch viele andere Kunstwerke, die er uns auf eine sehr ansprechende und vor allem auch sehr umfassende Art erklärt. Ich muss da jetzt erstmal drin stöbern, obschon ich weiß, dass da nicht viel hängen bleiben wird. Aber für Small Talk wird es reichen. Mal gucken. (via)