Meine letzte Woche war ziemlich gut, weil ich endlich, so nach über 2 Jahren, auch mal wieder für etwas länger woanders war. Im Allgemeinen nennt man das wohl Urlaub und es war sehr schön. Es war ein Schlosshotel mit Swimmingpool mit Gegenstromanlage, Massagen gab es auch, eine obszöne Badewanne ebenso und hinter dem Schloss gab es noch einen sehr schönen Karpfenteich mit Pavillon und Bänken unter Weiden – der volle Kitsch halt. Nur der Service war scheiße und man musste sich beschweren und überall diese Plastikblumen und das Gefühl, als hätten die Mitarbeiter einfach keinen Bock auf ihre Arbeit. Ich mag es nicht, wenn man das spürt, weil es mir die Laune verhagelt und man sich dann als Gast nicht wertgeschätzt fühlt. Das Frühstücksbuffet war auch scheiße. Aber sonst war alles schön und wenn man beschließt, sich von sowas nicht runterziehen zu lassen und einfach ein bisschen vor sich hin meckert und es dann gut sein lässt, geht es ja eigentlich auch. Eine Bewertung bei Google muss ich trotzdem noch schreiben.
Jedenfalls war es auch mal sehr angenehm, nicht so in diesem Grind zu sein, nicht ständig Nachrichten zu lesen oder gar lesen zu können, weil das so tief in Brandenburg war, dass es da einfach kein gutes Internet gibt (und die Schlossmauern waren wohl zu dick für Wifi). Dann kommt man nach Hause, sieht die Naturkatastrophe in Westdeutschland und einen feixenden Laschet (der wegen sowas auch nicht mal schnell die Politik ändern wollte, junge Frau) und man fühlt sich genauso gefickt, wie vor dem Urlaub. Na ja.

Wenigstens wissen wir jetzt ziemlich genau, dass man eine sehr große Teilschuld an dem ganzen Öko-Abfuck trägt, wenn man Leute wie Laschet wählt. Blöderweise haben er und seine Partei trotz allem eine gute Chance gewählt zu werden, da müssen wir ehrlich sein, weil Bayern ja trotzdem noch existiert, aber wenigstens können wir mit dem Finger auf Leute zeigen und sagen: Wenn du die CDU/CSU wählst, bist du schuld.

Ach ja, ihr seid ja eigentlich für gute Nachrichten hier und da habe ich diese Woche ein paar wirklich sehr, sehr gute für euch. Sie handeln unter anderem von Pandas, Ziegen, Wäldern und Durchfall. Viel Spaß!

In Berlin nutzen erste Gebäude die Energie des Abwassers in Kanälen, um zu heizen. Es ist eine kleine Antwort auf die große Frage, wie Häuser künftig klimaneutral warm werden sollen.

Projekt von Eon und Signa in Berlin: Wärme aus der Unterwelt (sueddeutsche.de)

Der Riesenpanda ist in China von der Liste der gefährdeten Arten entfernt worden.

China: Pandas gelten nicht mehr als gefährdet (berliner-zeitung.de)

Die Puppen der Serie „Barbie Loves the Ocean“ sind aus recyceltem Plastik aus dem Meer hergestellt.

Mattel bringt Barbies aus recyceltem Plastik auf den Markt (stuttgarter-zeitung.de)

Ziegen grasen die dürre Vegetation ab, um Flammen den Nährboden zu entziehen. Das erhöht auch die Sicherheit der Einsatzkräfte.

Ziegen helfen im Kampf gegen Waldbrände (n-tv.de)

In Japan werden daher etwa alte Golfplätze und bereits vorhandene Wasserreservoirs mit Solarmodulen bestückt. In den Vereinigten Staaten wiederum werden inzwischen immer mehr ehemalige Müllkippen auf diese Weise neu genutzt.

Trend in den USA: Aus alten Müllkippen werden moderne Solarfarmen (trendsderzukunft.de)

Ökologisch gesehen, scheint der sich selbst regenerierende Wald wertvoller zu sein.

Nach dem Feuer: Wie der Wald sich selbst heilt (mdr.de)

Bis jetzt bleibt ihnen nichts anderes übrig, als komplett auf Weizen, Roggen und Co. zu verzichten. Forschende der Uni Mainz haben jetzt möglicherweise aber ein Mittel gefunden haben, das helfen könnte.

Neuer Wirkstoff gegen Zöliakie (deutschlandfunknova.de)