„60 Seconds of Silence“ auf den Streaming-Plattformen hören, um über #LeaveNoOneBehind an die Ukraine zu spenden

Published by Marco on

Das Peace Squad, über die ich jetzt leider gar nicht so viel finden konnte, haben einen 1-minütigen Song auf diversen Streamingportalen hochgeladen, deren Erlöse an dem Werk dann zu 100% an #LeaveNoOneBehind gespendet werden sollen, welche die Kohle dann für ihre Maßnahmen bezüglich des Krieges in der Ukraine verwenden. Natürlich gilt ein Song erst als abgespielt, wenn er mindestens 30 Sekunden lang von einem Menschen angehört wurde.

Die Idee finde ich großartig, aber sie hat auch noch ein bisschen Verbesserungspotential. Zum Beispiel sollte man das nicht unbedingt auf Spotify machen, da dort der Betrag pro abgespieltem Song ungefähr $0.003 sind und damit erstaunlich wenig, da andere Services mehr ausschütten. Es gibt da viele Infos im Netz zu und für eine ganz gute Quelle hallte ich hier Basic Thinking, wo geschrieben wird:

Die Security-Experten von Atlas VPN haben ausgewertet, wie viel Geld ein Sänger oder eine Band pro einer Million gestreamten Songs verdient.
Napster: 9.160 US-Dollar (0,00916 US-Dollar pro Stream)
Apple Music: 6.750 US-Dollar (0,00675 US-Dollar pro Stream)
Deezer: 5.620 US-Dollar (0,00562 US-Dollar Pro Stream)
Amazon Music: 4.260 US-Dollar (0,00426 US-Dollar pro Stream)
Spotify: 3.480 US-Dollar (0,00348 US-Dollar pro Stream)
Pandora: 2.030 US-Dollar (0,00203 US-Dollar pro Stream)
YouTube: 1.540 US-Dollar (0,00154 US-Dollar pro Stream)

Vielleicht ist es da wirklich sinnvoller, sich extra dafür einen Account bei einem Service zu machen, der da Geld pro Stream bezahlt, zumal ich mir auch vorstellen kann, dass bspw. Apple nicht unbedingt euer favorisierter Service ist. Deezer finde ich ganz ok. Praktisch daran ist dann auch, dass man ja trotzdem normal Musik hören könnte, wenn dashier einfach still und heimlich im Hintergrund vor sich hinläuft. Bei 1440 Minuten pro Tag könnte man da täglich knappe 8 Euro ansammeln und pro Monat bereits um die 240 Euro (Bei Napster sogar um die 13/380). Das läppert sich! Und es stört halt auch überhaupt nicht.

Was mich halt irgendwie misstrauisch macht, gerade in Zeiten, in denen man mit dem Leid anderer Leute richtig gutes Geld verdienen kann, ist, dass man nur sehr wenig über die Leute dahinter im Netz findet. Wenn man sich durch den Linktree klickt, auf dem man eben die Links zu den Services findet, stößt man irgendwann auf die Buback Tonträger GmbH und einen Eintrag in deren Newsletter. Ich schreib das nur, weil ich jetzt ein paar Artikel über die Aktion las, in denen das natürlich völlig zurecht gefeiert wird, aber eben die Verantwortlichkeit an der Stelle fehlte. Entschuldigung, diese Zeiten machen mich einfach paranoid und hin und wieder ein bisschen zynisch. Allerdings ist das auch das Management von unter anderem Sookee, die ich als Person so einschätze, dass sie keinen Scheiß zulässt, und Tocotronic, bei denen sich mein Herz und mein Hirn immer streiten, wessen unausgesprochene Worte da eigentlich gesungen werden. Ich bin also zuversichtlich und freue mich auf den Nachweis eines Spendenbelegs. (via Maik, mit dem zusammen Schweigen auch nicht unangenehm ist)

Categories: Musik

1 Comment

LangweileDich.net 🥱 (@LangweileDich) · 11. Mai 2022 at 14:53

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