Good News Everyone CLXXII

Published by Marco on

Die letzte Woche war schräg und schön. Mittwoch hab ich mir mal Clawfinger angesehen,was ich zuletzt vermutlich so vor rund 20 Jahren gemacht habe. Es war immer noch sehr gut, sehr aufregend und sehr spaßig, aber so im direkten Vergleich merkt man schon, dass sich da auch die eigene Attitüde über die Jahre ziemlich geändert hat. Während ich mich noch dran erinnere, wie ich damals bei Clawfinger sehr weit vorne stand, die Lautstärke und das Geschubse genoss, stand ich heute ob einer harten Arbeitswoche eher hinten und freute mich über meine Ohrstöpsel, die ich jetzt tatsächlich immer bei sowas dabei habe. Es ist ja alles immer noch sehr angenehm laut, aber diese Dinger nehmen einfach ein bisschen die Höhen aus der Musik, damit nachts das Pfeifen ausbleibt und ich selig einschlummern kann und ich mein Gehör noch ein paar Jahre lang genießen kann.

Und dann war ich mit meiner Freundin in ihrer Heimatstadt, weil da eine große Party mit ihren alten Freunden war. Natürlich lernte ich dann auch einen großen Teil der Familie kennen und noch natürlicher hatte ich Tage zuvor und währenddessen diese Grundnervosität, wie man sie halt halt. Sowas schlägt mir immer alles massiv auf den Magen und das Gemüt, obwohl ich mir ja keine Gedanken machen muss. Man muss mich ja nicht mögen, aber ich will natürlich auch nicht der letzte Vollhonk sein, was eben aus Nervositätsgründen ganz einfach passieren kann. Ich glaube aber, es lief ganz gut, ich konnte auf der Feier einen Konflikt deeskalieren (es war in einem sehr linken Jugendzentrum, man kennt das) und habe mehr oder weniger gut geholfen ein Lagerfeuer anzuzünden.

Oh und mein Bestie hat endlich sein Kind bekommen – das ist auch sehr aufregend und schön.

Andere schöne und mitunter aufregende Nachrichten sind aber zum Beispiel…

Deutsche Unternehmen haben erkannt, wie sehr sie von einer Anstellung geflüchteter Menschen profitieren können. Eine neue Studie zeigt, was die Betriebe dabei am meisten schätzen.

Studie zur Integration Flüchtlinge machen Firmen kreativer (tagesschau.de)

Vor Norwegens Küste beginnt ein Experiment zur Kalkdüngung des Meeres. Dabei soll die Zugabe von basischem Gesteinsmehl das Meerwasser alkalischer machen und so dessen CO2-Aufnahme erhöhen. Das wiederum könnte dazu beitragen, den Klimawandel zu bremsen.

Ozeane: Kalkdüngung gegen den Klimawandel? (scinexx.de)

Zum ersten Mal gaben über die Hälfte der befragten Unternehmen an, dass sie weniger Dokumente ausgedruckt haben als im Jahr davor. 40 Prozent der Unternehmen faxen noch häufig – vor zwei Jahren waren es noch fast 50 Prozent.

Digitalisierung Weniger Papier und Fax im Büroalltag (deutschlandfunk.de)

Informiert ein Restaurant über den CO2-Fußabdruck einer Speise oder einer Essens-Komponente, wählen viele Leute die „grüne“ Variante, zeigt eine Studie aus Würzburg.

CO2-Label auf Speisekarten verführen zu „grünem“ Essen (mdr.de)

Es ist eine Erfolgsnachricht, die Hoffnung macht: Das fast ausgestorbene Indische Panzernashorn ist erst einmal gerettet, die Bestände erreichen ein neues Rekordhoch.

Panzernashorn-Anzahl erreicht Rekordhoch (dw.com)

Türme für Windräder könnten sehr viel umweltfreundlicher hergestellt werden, wenn sie aus Holz statt aus Stahl gefertigt würden. Sie wären sogar haltbarer. Eine aus Deutschland stammende Idee wird jetzt in Schweden erfolgreich umgesetzt.

Windradtürme aus Holz: Deutsche Idee wird jetzt in Schweden zum Hit (t3n.de)

Damit Menschen in aller Welt auf afrikanische Kulturgüter zugreifen können, digitalisiert die Initiative African Digital Heritage Zehntausende Bücher und Fotos. Die richtige Auswahl ist ein Stück Geschichtsschreibung.

Afrikas Kulturerbe weltweit sichtbar machen (dw.com)

Nach dem Australier Josh Cavallo steht auch der englische Fußballprofi Jake Daniels öffentlich zu seiner Homosexualität. Er hoffe, dass andere aktive Spieler ihm folgen.

Homosexualität im Fußball: Englischer Fußballprofi outet sich als schwul (zeit.de)

In den USA hält sich noch immer der Glaube, dass man alles erreichen könne, wenn man nur hart genug dafür arbeitet. Ausgerechnet dort ist ein Experiment gestartet, das die Arbeitszeit in Unternehmen reduziert auf 32 Stunden die Woche bei gleicher Bezahlung wie in einem Vollzeitjob.

Vier-Tage-Woche in den USA : Weniger arbeiten fürs gleiche Geld (deutschlandfunknova.de)

In diesem Sommer soll in Berlin das Drug-Checking-Projekt starten – zwei Jahre nach dem geplanten Start. Damit steht dem Paradigmenwechsel in der Drogenpolitik – sicherer Konsum statt Stigmatisierung – nichts mehr im Weg.

Drug-Checking in Berlin kommt: Drogen bald mit Qualitätssiegel (taz.de)

Heilwälder können positive Therapieeffekte haben. Die Rostocker Ärztin Karin Kraft erforscht die Wirkung der Bäume auf die Gesundheit.

Heilwälder in Deutschland: Forschung belegt Wirkung (nationalgeographic.de)
Categories: Good News

3 Comments

TURBOMARCOW (@Fadenaffe) · 23. Mai 2022 at 14:45

Good News Everyone CLXXII https://t.co/9SY3ZlMxhm

Tom Braider (@Tom_Braider) · 23. Mai 2022 at 15:19

RT @Fadenaffe: Good News Everyone CLXXII https://t.co/9SY3ZlMxhm

25 „Kleinigkeiten“ gegen Langeweile am 29.05.2022 - Meine Link-Tipps der Woche · 29. Mai 2022 at 9:06

[…] Marco hat auch diese Woche wieder gute Nachrichten finden […]

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