Mike Myers spricht über seine bekanntesten Rollen

Published by Marco on

Ich schätze Mike Myers, nicht zu verwechseln mit Michael Myers, ja sehr, obwohl ich Michael Myers auch ein bisschen schätze, aber eben nicht ganz so sehr. Ich glaube, dass das meiste, was er macht, nicht nur unglaublich lustig, sondern tatsächlich auch super gehaltvoll und nachhaltig ist. „Wayne’s World“ hat beispielsweise ganze Generationen geprägt und „Austin Powers“ ist so unglaublich progressiv, feministisch, lieb und wohltuend, dass ich bis heute gar nicht so richtig glauben kann, dass sowas bereits in den 90ern möglich war, wobei man das vermutlich mit anderen Augen gesehen und eher andere Ebenen wahr genommen hat. Jedenfalls sah ich den ersten erst kürzlich wieder und war ganz verzückt, wie toll sich diese Figur von einem durchaus sexistischen Chauvi zu einer modernen, verständnisvollen Person entwickelt, ohne dass es irgendwie aufgesetzt oder unglaubwürdig wirkt oder er dabei seine Identität verliert. Außerdem Peniswitze. Peniswitze sind die besten Witze. Sexwitze auch. Und alles das kann Mike Myers halt richtig, richtig gut.

Und Shrek natürlich, das darf man niemals vergessen.

Tatsächlich habe ich auch an einem Abend sein neues „Pentaverate“ auf Netflix durch geflasht und fand das tatsächlich auch sehr gut. Nicht nur, weil Mike Myers hier 35 Rollen oder so spielt, sondern auch, weil es eben genau sein Humor ist, der auch heute noch irgendwie ganz gut funktioniert. Es hätte allerdings etwas mehr Tiefe vertragen können, war aber am Ende überraschend, witzig, gut durchdacht, lieb und eben auch voll mit diesen auf die Spitze getriebenen Flachwitzen, die ich halt auch sehr mag.

In diesem Interview von VF spricht er ein wenig über seine Rollen und was ich hier tatsächlich super spannend finde und vielleicht auch der Grund ist, warum ich das überhaupt poste, ist, wie er ein Trauma in einem Film verarbetiete. Es geht um ein Muttermal, über das sich eine Gruppe von gemeinen Frauen (Mean Girls) so arg lustig machte, und wir wissen, wie grausam eine Gruppe von gemeinen Frauen sein kann und vermutlich haben einige von uns da auch das ein oder andere Trauma davon getragen, was er eben später in einer Figur in „Austin Powers“ verarbeitete. Also ok, vielleicht nicht direkt verarbeitete, aber immerhin einbrachte, um vielleicht den Verarbeitungsprozess zu beginnen.

Guter Typ, der wieder mehr machen sollte, find ich.


1 Comment

TURBOMARCOW (@Fadenaffe) · 1. Juni 2022 at 15:35

Mike Myers spricht über seine bekanntesten Rollen https://t.co/oTzEdyuagc

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