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Tag Archives: Handy

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Prinzipiell ist das ja eine ziemlich toll Idee: Man hat quasi eine Platine, die Dinge vernetzt und kann darauf ein Display un diverse andere Module stecken, die man so braucht. Benötigt man eine bessere Kamera? Rauf damit. Akku zu mager? Ton weg und Akkumodul drauf. Du bist ein Rentner und brauchst diesen ganzen Schnickschnack nicht? Entferne es und tue die Dinge drauf, die du wirklich brauchst. Und anstatt ständig das ganze Telefon zu entsorgen, weil es irgendwie alt geworden ist, tauscht man lediglich das Modul aus, was eigentlich verbessert wurde.

In der Praxis sehe ich da allerdings ein paar Probleme. Die Mikroeletronik, gerade bei Handhelds ist so sehr miteinander verwoben, dass sich das vermutlich nicht so einfach modularisieren lässt. Die Platinen sind ja mittlerweile mehrschichtig und dadurch kann es sein, dass der Soundchip an der einen Seite des Geräts ist, während der Lautsprecher ganz woanders liegt und sich dazwischen noch ein paar Leiterbahnen für den Grafikchip befinden und sowieso ist das alles eher ein riesiger haufen alter Spaghetti, als irgendwie LEGOartig.

Trotzdem habe die Leute zu dem Konzept auch noch eine Aktion geplant, die irgendwie am 29. Oktober starten soll, in dem man immer und immer weider #phoneblok durch die Social Media Kanäle pustet. Eine Seite gibt es auch. Solln’se mal machen, solange ich das neue iPhone bekomme, obwohl ich bei meinem (eigentlich noch gar nicht so ) alten noch nicht mal die Schutzfolie abgeknibbelt habe. (via)

Ich musste tatsächlich grinsen, als ich das neulich aus meinem Briefkasten fischte. Drauf steht “O2 lädt sie zum Eisessen ein”, was man leider wegen dieses milchigen Umschlags nicht richtig erkennen kann. Drin sind aber tatsächlich zwei Gutscheine für je eine Kugel Eis aus einem vorgegebenen Sortiment einer Eisdiele am Hackeschen Markt. Ich bekam das nämlich, weil ich schon Alice-Kunde bin, die ja aber von O2 übernommen wurden und ich jetzt somit doch O2-Kunde bin, obwohl die mich nicht wollten.

In your face!

Wer nicht mehr weiß, worum es geht, seien mal diese Artikel ans Herz gelegt, die sich damit beschäftigen, dass mir O2 keinen Vertrag geben wollte, weil ich im falschen Stadtteil Berlins wohne (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4). Na ja. Sonst gibt es da allerdings nichts Neues. Also gar nichts. Von keiner Seite. Außer vielleicht, dass ich bei Congstar einen Tarif bekommen habe und die dafür von mir auch regelmässig ihr Geld bekommen. Ätsch, O2, das hätte eures sein können.

Egal. Ich musste jedenfalls grinsen und werde mir echt sowas von das Eis holen. Aber echt sowas von.

Jedenfalls hat dann jetzt auch die aktuelle taz (also die von heute) über meinen Fall berichtet. Eigentlich wollten ja der Herr Grabovac und ich ein bisschen am Telefon plaudern, aber das käste sich wegen meiner doch recht spät endenden Arbeitszeiten nicht so richtig aus. Trotzdem. Yeah. Der Artikel ist auch ziemlich gut, wobei eine Nennung meines Blogs schon noch schön gewesen wäre.

Jedenfalls würde ich dann eure Exemplare auf der nächsten Re-Publica signieren, wenn ihr das möchtet. Oder ihr lest das einfach hier.
Übrigens sieht das so blöd aus, weil ich den Artikel abfotografieren musste, da ich hier leider gerade keinen Scanner habe. Wenn, dann kann ich das auch erst morgen nachreichen. Aber das wird schon so gehen.

Teile der Story: Teil 1 | Teil 2 | Teil 3

Auch online bei der taz. Aber da sind die Kommentare bzw. die Kommentatoren nicht so cool, wie bei mir 😀

Freunde, ich bin wirklich überwältigt von dem, was hier gerade so abgeht. Die vielen Reaktionen auf den Artikel hauen mich einfach um. Vor allem aber auch, was da für Reaktionen dabei waren. Viele von euch erzählen ganz ähnliche Geschichten, manchmal sogar noch mit schlimmeren Konsequenzen, andere finden dieses System generell ungerecht, aber der Großteil von euch benimmt sich hier wirklich absolut vorbildlich. Dafür erstmal ein großes Lob. Wenn ein Artikel so sehr durch das Internet getragen wird, wie dieser, dann kann man eigentlich annehmen, dass sich dann auch die Trolle hier treffen. Aber gar nicht und das freut mich wirklich sehr. Okay, bei manchen kann man annehmen, dass sie den Artikel nicht verstanden haben, nur überflogen oder generell auf Stress aus sind, aber die Zahl derer ist wirklich verschwindend gering. Jedenfalls kann ich jedem nur empfehlen, auch mal die Kommentare dort zu lesen, weil sie das Bild von Arvato doch noch ein bisschen runder zeichnen.

Allerdings möchte ich euch kurz erzählen, was seit dem eigentlich alles passiert ist. Das gehört ja auch irgendwie zur Transparenz dazu, die hier alle so gut fanden. Außerdem schreibe ich das auch ein bisschen für mich auf, weil das ja schon eine recht herausragende Geschichte ist.

Der liebe Gilly war einer der ersten, der den Artikel in einem Tweet erwähnte, was ihm erstmal prompt einen Toptweet einbrachte. Das bedeutet eigentlich “nur”, dass der Tweet so oft weiter geretweetet und favorisiert wurde, dass er auf der Twitterstartseite landet. Das ist gut. Das ist sehr gut. Das ist nicht nur sehr gut, weil es eben mein Artikel war, sondern auch, weil ich es Gilly immer total gönne. Aber dem kann man eh nur alles gönnen.

Später kam dann die erste, krasse Verlinkung. Netzpolitik. Da dachte ich schon, dass mein Server zusammen bricht. Dann der Bildblog, aber der Server schaffte es. Scheinbar ist das alles kein Problem, wenn nicht alle Besucher gleichzeitig vorbeikommen, wie bei der Galileogeschichte damals. Ihr seht ja die Grafik links, die einen Auszug aus meiner Statistik darstellt. Der obere Punkt steht für knappe 10’000 Besucher, der Knubbel am Ansatz des Gebirges, sag ich mal, für knappe 1’500, was eigentlich normal hier ist.
Zwischenzeitlich bekam Mario Sixtus dadurch auch noch einen Toptweet und mittlerweile kann ich gar nicht sagen, wieviele Blogs das Thema aufgriffen. Dutzende bestimmt und ich bin für jeden einzelnen Trackback wirklich unbeschreiblich dankbar. 😀

Dazu noch bestimmt 30 Flattrklicks auf meinen Blog, der Artikel wurde bei Rivva auf der Startseite gezeigt (das ist eigentlich sogar eines der ersten Events dieser Geschichte) und bei Wikio war es der Topartikel. Dazu, aktuell, noch über 1000 Facebooklikes und knappe 500 Erwähnungen bei Twitter. Es ist einfach unglaublich.

Was mich halt auch so überrascht ist, dass ich das ja eigentlich nur aufschrieb, um das irgendwie komplett zumachen, weil ich ja eben den ersten Beitrag schon dazu schrieb. Dass das aber SOLCHE Reaktionen auslöst, dass sich da Leute treffen und ihre Geschichten mitteilen, dass da Leute vorbeikommen und die Geschichte aus anderen Warten erzählen, damit kann man einfach nicht rechnen. Und tatsächlich sind die Kommentatoren teilweise wütender und aufgebrachter, als ich es beim Schreiben war.

Jedenfalls trug ich die Artikel auch an die Verbraucherzentrale, die eigentlich auch nur sagen, dass das Thema bekannt sei, man da aber einfach nichts machen könne. Stichwort Vertragsfreiheit.

Was mich aber wirklich total freute war eine Mail, die ich von Herrn Christian Seidenabel, dem Leiter der Pressestelle der SCHUFA, erhielt, die ich hier auch zitieren darf.

Hallo Herr Friedersdorf,

Sie haben einen interessanten Blogg-Beitrag geschrieben. Aufgrund unserer Bewertung alleine sollten Sie glasklar einen Handy-Vertrag (oder Kredit) bekommen, wobei die SCHUFA dies natürlich nicht entscheidet, sondern die Vertragspartner eigene Regeln und Bewertungen dafür haben.

Da in den Kommentaren zu Ihrem Beitrag einiges durcheinander geht: Wir verwenden standardmäßig keine Geodaten. Uns ist es egal wo Sie wohnen, solange Sie selbst Ihre Rechnungen zahlen. 😉 Dann bekommt man auch einen prima Score…
Wir drücken Ihnen die Daumen!

Viele Grüße
Christian Seidenabel

Apropos Schufa. Ich erhielt ja auch neulich meine Selbstauskunft und die zeigt, neben einem Eintrag, dass ich ein Bankkonto habe, dass Paypal anfragte und noch irgendeiner Nichtigkeit, die mir gerade nicht einfallen mag, absolut keine Auffälligkeiten. Eigentlich steht da sogar überall, dass ich nur ein sehr geringes Risiko darstelle. Das dazu.

Und jetzt überlege ich, ob ich morgen wirklich diesen Journalisten von der TAZ anrufen sollte, um ihm noch ein paar Fragen zu beantworten. Vielleicht mach ich das sogar, auch, wenn wirklich die Chance besteht, dass ich am Ende nur der “Ich hab nichts gemacht”-Junge werde, wie Bart Simpson seinerzeit (© quitzi).

Aber eine Antwort von O2 selbst wäre wirklich noch sehr witzig. Oder passend. Je nachdem.

Wichtiger Nachtrag: Etwas, was ich völlig vergaß zu erwähnen, aber wirklich zu schön ist, um nicht mit euch geteilt zu werden, ist ein Tweet, den mir mein Freund Tobias schickte. Ich zitiere den einfach mal unkommentiert:

@Fadenaffe Bei #O2 wird man beim Handybestellen per Telefon jetzt tatsächlich auf eine Bonitätsprüfung hingewisen. Bist du Schuld? 😉

Fortsetzung hier.

Vielleicht wisst ihr ja noch, dass ich gerade arge Probleme habe, bei O2 einen Handyvertrag zu bekommen, woraufhin ich direkt von meinem Recht Gebrauch gemacht habe, mir Informationen über mich bei der Schufa und dem Arvato-Infoscore einzuholen. Die Schufa hat noch nicht geantwortet, allerdings schrieb mir neulich Arvato einen Brief bei dem ich ob der Menschenverachtung und der Diskriminierung fast aus allen Wolken fiel. Klar, dass ich euch das nicht vorenthalten möchte. Hier mal die erste Seite.

Ich habe euch mal den Kopf des Schreibens erspart. Hier stehen auch prinzipiell nur meine Daten und, dass O2 die einzige Firma ist, die in den letzten 12 Monaten Daten von mir abfragte. Allerdings hat diese Firma keine Daten über mein Zahlungsverhalten gespeichert, was gut ist, weil alles, was die speichern, eigentlich nur negativ sein kann. Meine Weste ist quasi rein. Spannend wird es erst auf der Rückseite dieses Schreibens. Okay, nicht spannend, eher witzig für Außenstehende und absolut nicht nachvollziehbar für mich. Hier mal der entsprechende Ausschnitt.

Lesen wir das mal gemeinsam. Ich musste es nämlich mehrmals lesen, bis mir die Tragweite dieses Abschnitts erst bewusst wurde. Da steht also, dass damals, als O2 meine Daten abfragte, mein Telekommunikations-Score, also meine Bewertung, auf die ich übrigens keinerlei Einfluss habe (auch nicht auf die Übermittlung überhaupt) 417 betrug. Yeah, 417 Punkte, sehr cool. Nicht, denn bei minimal erreichbaren 275 Punkten und höchstens erreichbaren 618 Punkten, liege ich gerade mal irgendwo in der Mitte. Unter der Mitte sogar.

Aus diesem Punktwert, dessen Zusammensetzung sich später erklärt, ergibt sich eine Erfüllungswahrscheinlichkeit von 67%, was heisst, dass ich von 100 Rechnungen gerade mal 67 bezahle. Die anderen 33 Rechnungen verbrenne ich, stopfe damit Kissen aus oder polstere damit meinen Schritt. Sagt Arvato. Die Durchschnittserfüllungswahrscheinlichkeit liegt, laut Arvato, bei 91.5%, was besser ist, ich aber niemals erfüllen kann. Laut Arvato.

Arvato hat zwar keinerlei Daten über mein Zahlungsverhalten gespeichert, aber es weiss, dass ich ein Drittel aller Rechnungen, die ich bekomme, nicht bezahle. Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen. Sie sagen einfach, dass es so ist und O2 glaubt denen das auch noch.

Aber wie setzt sich dieser Wert zusammen? Das schreibt Arvato natürlich auch. Sie schauen quasi, wie die Leute in meiner Nachbarschaft so bezahlen und gehen davon aus, dass ich das genauso mache. Dass ich jetzt nur hier wohne, eben weil die Mieten so günstig sind, dass ich sie auch bezahlen kann, ich mit meinen Nachbarn aber nichts zu tun habe, das steht da nicht. Die gehen einfach davon aus, dass sich Pack immer irgendwo zusammenrottet und dass hier sowieso niemand seine Rechnungen bezahlt.

Natürlich spielt auch noch mein Geschlecht und mein Alter mit hinein. Klar. Wohnsituation auch. Ich wohne also alleine in Neukölln, bin 24 Jahre alt und zahle meine Rechnungen nicht. In Wahrheit weiss Arvato das alles aber gar nicht. Sie nehmen sich nur die Daten, die ich O2 beim Vertragsgesuch gab, schauen in ihrer Tabelle über Neukölln nach und gehen einfach davon aus, dass ich meine Rechnungen nicht bezahle.

Ich komme darauf echt nicht klar. Aber es besteht Grund zur Freude, denn mein Wert hat sich verbessert. Ehrlich. Hier mal der untere Teil dieses Blattes.

Yeah, ich habe tatsächlich ganze drei Punkte gewonnen und ich musste nichts dafür machen. Doch Moment, die Grenzen änderten sich auch. Der obere Wert änderte sich von 618 auf 634, stieg also um glatte 16 Punkte. Ich bekam aber nur 4 dazu, was bedeutet, dass ich NOCH weiter abgesunken bin. Hier werden also einfach willkürliche Grenzen gesetzt, Leute bewertet und ihnen verwehrt irgendwelche Verträge abzuschliessen. Einfach aufgrund der Aussage einer Firma, die genau das macht: Leute und Daten bewerten.

Normalerweise stehe ich ja total auf Statisken, Verallgemeinerungen, Daten. Sie zeigen Trends auf, Entwicklungen und zeigen auch, welche Massen sich da bewegen. Das ist mitunter wunderschön. Das ist auch der Grund, warum Infografiken derzeit so gut im Internet herumgehen. Trotzdem bin ich immer davon ausgegangen, dass es im Einzelfall immer anders aussieht. Wenn jeder Deutsche im Schnitt 2.5 Autos besitzt, dann habe ich doch selbst immernoch kein einziges (die Zahl ist ausgedacht) und sowieso besitzt kaum einer nur ein halbes Auto. Ihr versteht was ich meine?

Was ich nämlich eigentlich meine ist, dass der Arvato Infoscore einfach eine total menschenverachtende, diskriminierende Firma ist und dass jede andere Firma, die sich auf deren Daten verlässt kein Stück besser ist.

Arschlöcher.

Update: Die Fortsetzung gibt es dann hier. Und hier auch noch.

Nach Debitel mag ich nun auch O2 nicht mehr. Überhaupt nicht.
Dabei hört man ja ständig, dass O2 ein ganz wunderbarer Mobilfunkanbieter mit traumhaften Konditionen und großartigem Support sei. Blöderweise ist mir aber beides nicht widerfahren, obwohl ich eigentlich gar nichts Außergewöhnliches wollte. Ich wollte nur eben einen dieser traumhaften Mobilfunkverträge, um dann den tollen Service zu geniessen. Dass bei O2 aber mit Vorurteilen und Schubladendenken gearbeitet wird, konnte ja niemand ahnen.

Jedenfalls hatten sie da irgendwann im Oktober ein ganz tolles Angebot. Man meldete sich dort nämlich einfach über das Internet für einen Datentarif an (den ich ja brauche, dank Gillys Smartphone) und brauchte für die ersten drei Monate keine Grundgebühr zu bezahlen. Für mich ist das ja immer ein gutes Lockmittel, zumal ich ja, wie gesagt, sowieso zu O2 wollte. Kaum dort angemeldet hatte ich mit diesem Prozess schon abgeschlossen und freute mich schon darauf, denen von nun an regelmässig Geld überweisen zu dürfen. Ich überlegte sogar, es ihnen zu erlauben, automatisch Geld von meinem Konto abbuchen zu lassen.

Allerdings erhielt ich am nächsten Tag direkt eine Mail mit folgendem Inhalt:

vielen Dank für Ihr Interesse am Mobilfunkangebot von o2.

Leider können wir Ihrem Auftrag nicht entsprechen. Die Ablehnung stützt sich auf eine
automatisierte Einzelentscheidung. Rückfragen hierzu richten Sie bitte (inkl. Angabe
Ihres vollständigen Vor- und Nachnamens, des Geburtsdatums und der Anschrift) schriftlich an […]

Mit schriftlich meinten die wirklich richtig schriftlich. Als Brief. Ich packte also meine Geschäftsbriefskills aus, die ich an meiner Berufsschule erworben hatte, und forderte eine Klärung der Umstände, also was die genauen Hintergründe der Ablehnung sind, wie ich zu nun zu einem Vertrag komme und was es genau mit dieser automatischen Einzelentscheidung auf sich hat.
Ich schickte den Brief ab.
Wochen strichen ins Land und ich rief mehrmals dort an, was sich aber auch nicht als so einfach gestaltete, weil sie zu der Zeit gerade das neue iPhone 4 ins Angebot genommen hatten und der Hotlinesupport ziemlich überlastet war. Irgendwann erreichte ich eine nette Dame, die mir erklärte, dass sie keine Auskünfte darüber am Telefon geben könne, eben weil es sich dabei um vertrauliche Daten handle. Das kann ich natürlich nachvollziehen, die Dauer der Bearbeitung allerdings nicht.

Irgendwann bekam ich eine Antwort, die allerdings auch nur beinhaltete, dass mein Anliegen ohne Unterschrift ungültig ist. Verdammt. Also nochmal alles von vorn.

Zwischenzeitlich hatte ich schon den Meister der Informationsbeschaffung, Google, konsultiert und in Erfahrung gebracht, dass es tatsächlich verschiedene automatisierte Bewertungsverfahren gibt, welche die Zahlungsbereitschaft von angehenden Kunden bewerten. Das gibt es nicht nur bei O2, sondern auch bei vielen anderen Firmen. Eben bei vielen, die Angebote haben, bei denen die Leistung vor der Zahlung bereitgestellt wird. Blöderweise nur hat O2 eines der schärfsten Systeme. Dabei wird sogar nicht unbedingt zwangsläufig eine Schufa-Auskunft eingeholt. Das kann passieren, muss aber nicht. In meinem Fall bräuchte ich davor sogar nicht einmal Angst haben, da ich weder Kredite noch irgendwelche Ratenzahlungen zu laufen, geschweige denn irgendwo Schulden, habe.

Wie diese Systeme genau arbeiten ist natürlich nicht bekannt, aber man kann wohl davon ausgehen, dass sie Daten, wie den Wohnort und sogar den Namen mit einbeziehen. Ich lasse das einfach mal so im Raum stehen. Oder nein, ich wiederhole es nochmal, etwas umformuliert: Da wird die Zahlungsbereitschaft eines Kunden am Namen und am Wohnwort bemessen.

Jedenfalls erhielt ich gestern erneut einen Brief von O2. Bitte mal lesen:

Im Prinzip steht da genau gar nichts. Ich bezweifle sogar, ob da irgendwie nochmal etwas nachgeprüft wurde, oder ob da nicht nur einfach die Ausgabe dieses wunderbaren Infoscore in den Brief gepastet wurde. Ich finde es nämlich total wunderbar, von wissenschaftlich annerkannten mathematisch-statistischen Systemem ohne genaue Begründung abgelehnt zu werden. Die Eineuronochwas für den Brief, sogar zwei mal, hätte ich mir auch echt sparen können.

Und was soll das überhaupt für ein wissenschaftlich annerkanntes System sein? Die Wissenschaft möchte ich mal sehen, die allein, und einzig und allein, auf Statistiken blickt, ohne die Einzelfälle zu prüfen. Wenn dem so wäre, würden alle Wissenschaftler nämlich einstimmig behaupten, dass wir gar nicht existieren, weil das Universum tatsächlich, wissenschaftlich annerkannt und mathematisch-statistisch, hauptsächlich leer ist.
Wenn man danach geht, bleibt wirklich nur als Erklärung, dass man als oller Ossi mit einem Ossivornamen und einen Nachnamen, der klingt wie ein Dorf im Osten, dazu noch in Neukölln lebend, einfach keine Verträge bei O2 abschliessen kann.

Ist das schon Diskriminierung?

Jedenfalls geh ich jetzt zu Alice. Nicht nur, dass die ja bald oder schon zu O2 gehören, sondern auch, dass ich da ja schon mehrere Jahre Kunde bin. Und wenn die mir dann meinen Datentarif für mein Handy geben, rufe ich damit bei O2 an und lache sie aus. Idioten.

http://www.youtube.com/watch?v=3T073m83CQk] (via)

Würde mir jemand sagen “Hey, es gibt für das XYZ etwas mit Evil Dead”, XYZ ist hier ein Gerät, das ich kaufen soll, wäre das für mich tatsächlich ein Kaufgrund. Offensichtlich. Ihr wisst ja. Ob das jetzt auch fpr Apple-Produkte gilt, ist natürlich fraglich, aber zumindest könnte man mal darüber nachdenken, das irgendwie zu portieren, oder?

Zu dem Spiel gibt es übrigens auch eine Website, die noch nicht so viel kann und überraschenderweise hat das auch nichts mit Nintendo zu tun. Trotzdem.

Die große Frage ist jetzt eigentlich nur noch, wer der Gewinner der ganzen Geschichte ist. Wahrscheinlich, wie immer, die großen Firmen, die die Kosten der Prozesse auf den Endkunden umschlagen (Hallo Apple) und natürlich die Anwälte (wie immer). Interessanter wäre diese Grafik eigentlich nur, mit ein paar Daten zur Preisentwicklung, zum Aktienwert und zur tatsächlichen Innovationskraft. Sie ist aber auch so schon ziemlich cool. (via)

Smartphones sind ja recht komplexe und auch komplizierte Geräte, sagt man zumindest. Wir, ihr und ich, haben damit sicher keine Probleme, da wir ja doch auch irgendwie recht technikaffine Leute sind, die solche Sachen eher als Herausforderung, denn als Hindernis sehen. Allerdings gibt es eben auch Leute, die damit so ihre Porbleme haben, weswegen es halt diese Produkttester gibt, die schauen, ob das Gerät gut bedienbar ist.

Das macht offenbar auch Sony Ericsson.

Allerdings sind deren Produkttester jetzt keine normalen Menschen, sondern schon Leute, von denen man zumindest den Klischees nach annimmt, dass sie in Sachen Smartphones keine Sonne sehen, darunter eben Guidos (diese, die am Strand ihren Körper stählen), Surfer (hier nennt man sie auch Kiffer), kleine Menschen (junge auch) und Models (natürlich).

Tatsächlich finde ich diese kurzen Spots, die eigentlich nur das Sony Ericsson Xperia X10 bewerben sollen, scheiße nochmal verdammt genial. Ich musste bei jedem mehrmals lachen, nicht abfällig, eher teilhabend. Vor allem bei den Guidos. Großartig. Hier mal alle:

Product Testing Institute – Guidos

Product Testing Institute – Surfers

Product Testing Institute – Toddlers

Product Testing Institute – Models

26 Aug
2010
9

FUCK YEAH!

Aufgrund aktueller Entwicklungen kann es durchaus sein, dass die folgenden Beiträge etwas gute Laune versprühen, was vielleicht auch ein bisschen daran liegt, dass ich sie tanzend und mit Dauergrinsen schreibe.

Denn ich habe nämlich Gillys Handy-Blogparade gewonnen – Fuck yeah! Endlich komme ich auch im Web 2.0 an, kann auch unterwegs lustige Tweets schreiben (und muss sie mir nicht mehr merken, bis sich ein Rechner in Reichweite befindet), kann auch unterwegs mal nach dem Weg suchen (und muss mir keine hässlichen Karten mehr zeichnen), kann beim DVD-Dealer schauen, ob der Film auch das hält, was er verspricht (und kann endlich aufhören schlechte Filme anzuhäufen) und bin hipper als die hippen iPhone-Leute. Fuck Yeah! 😀

Mein Dank geht natürlich an Gilly für die Chance überhaupt ein HTC zu gewinnen und natürlich auch an Fortuna, dass das mit dem Gewinnen überhaupt geklappt hat!

Aber auch an die vielen netten Leute, die mir schon auf verschiedenen Wegen gratuliert haben. Danke! 😀