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“Girl Cave” – eine Webserie über das Erwachsenwerden, Freundschaft und ein mysteriöses Buch
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Ganze 95 Minuten “STAR WARS NOTHING BUT STAR WARS” – Ein Mixtape der Absurditäten
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Tag Archives: Reallife

tempelhof-park

Mittlerweile ist es ja nun schon fast ein Jahr her, als die Leute in Neukölln auf dem Schillerkietz protestierten, um freien Eintritt zum Tempelhofer Flughafengelände zu erhalten. Polizisten, sowie auch normale Leute (wie ich), die eigentlich nur das Stadtfest mit etwas Musik und einem Bierchen geniessen wollten, hatten natürlich wieder gar keine Lust auf Stress. Andere sahen das anders, versuchten über die Zäune zuklettern und wurden teilweise sogar von den tapferen Gesetzeshütern abgeführt (was manchmal auch ein bisschen fragwürdig war).

Jedenfalls hat das alles irgendwie nicht funktioniert. Für die Protestierer (es gibt da irgendwie eine Gruppierung, die unter diesem Vorwand gern zu Straftaten aufruft) nicht, als auch für die Verwalter des Flughafengeländes nicht. Die Bewohner finden es zudem auch ziemlich scheiße, weil eben direkt vor deren Haustüren eine riesige Grünfläche einfach ungenutzt herumliegt.

Die einzig akzeptable Lösung liegt wohl auf der Hand: Es muss ein Park draus gemacht werden. Zum Glück sahen das auch die Geländebesitzer so, weswegen am Samstag der Park der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Da sage ich doch mal fröhlich: Yeeah!

Das Gute ist nämlich, dass meine Freundin direkt dort wohnt, was bedeutet, dass ich am Samstag wohl auch irgendwann dort aufschlagen werde. Es wird sogar ein richtiges Programm geboten (Direktlink zum PDF auf www.gruen-berlin.de)

Es ist aber leider nicht immer alles Gold, was glänzt, dafür aber oft Scheiße, wenn es stinkt. So habe ich schon auf mehreren Blogs (die ich alle nicht verlinken möchte, weil fragwürdig) gelesen, dass diese angesprochene Gruppierung (die übrigens nahe mit der Antifa verwandt ist) irgendeine Aktion plant, die wahrscheinlich auch wieder in Ärger endet und ich glaube nicht, dass darauf wirklich jemand Lust hat. Die Plakate dazu hängen ja mittlerweile in ganz Neukölln herum. Sowas zeigt mir ja nur wieder, dass man solche Gruppierungen absolut nicht ernst nehmen kann. Erst demonstrieren sie, nicht wirklich friedlich, für ihr, ich sag mal, Recht und wenn sie es bekommen, ist das auch wieder nicht genug.

Penner.

Wenn die dann dort am Samstag auch wieder Ärger vom Zaun brechen, stell ich mich aber sowas von auf die Seite der Polizisten. Und das will echt schon was heissen. Trotzdem freue ich mich drauf. Noch besser wäre es allerdings, wenn das Wetter mitspielen würde.

Der Eintritt ist und bleibt übrigens frei, auch, wenn an den Eingängen Pförtner sitzen, damit man dort nachts keinen Unfug treibt.

republica2010

Ich habe folgendes Problem: Diese ganze Blogsache macht mir ja extrem viel Spaß (das ist nicht das Problem) und ich habe darüber mittlerweile einige nette, interessante und faszinierende Leute kennen gelernt (auch noch nicht das Problem). Jetzt würde ich diese Leute auch gern direkt von Angesicht zu Angesicht in einem angemessenen Rahmen kennenlernen (auch noch nicht) und diesen Rahmen bildet alljährlich die re-publica, eine Konferenz, ganz im Zeichen der Blogger und Social-Media-Enthusiasten (ich sag Bescheid, wenn ich zum Problem komme), die ich natürlich auch extrem gern besuchen würde, da sie zum einen direkt vor der Haustür stattfindet (irgendwo in Berlin halt) und zum anderen eben aus den Kennenlern- und Lerngründen, eben weil es dort auch Vorträge und sowas gibt. Jetzt zu meinem Problem (jetzt zum Problem), das sich eigentlich aus zwei Problemen zusammensetzt.

Der Preis für ein Ticket für Blogger, was ich ja quasi bin, liegt bei 70 Euro, was für mich einfach mal so nicht so leicht bezahlbar ist. Außerdem beginnt die Messe an einem Mittwoch und endet an einem Freitag. Das sind genau zwei Gründe, die mir den Besuch da irgendwie madig machen , da ich eben zum einen 70 euro auf den Tisch knallen und zum anderen auch noch Urlaub nehmen müsste, da ich genau weiß, dass, wenn ich Gleichgesinnte treffe, die Tage entsprechend anstrengend und die Abende entsprechend lang werden. Das ist der Punkt, wo ihr ins Spiel kommt: Ich suche jemanden, der mir das Ticket bezahlt. Das würde mir nämlich einen der eher negativen Punkte nehmen, woraufhin der Freinehmpunkt nicht mehr ganz so mies daher kommt.

Klar, dass ihr (also ihr im Sinne eines Shops, einer Firma, einer was-weiß-ich) mir diese Leistung nicht einfach so ohne Weiteres entgegenbringen sollt, weswegen ich Folgendes biete:

– Ich würde, wenn ihr welche habt, T-Shirts mit eurem Logo drauf (oder was auch immer da drauf ist) während der Messe tragen (Ja, auch für Damenhygieneartikel)
– Ich würde mich auch, entgegen meiner Überzeugung, dazu hinreissen lassen Werbung für einen begrenzten Zeitraum auf meinem Blog zuschalten
– Ich würde allen sagen, wie cool eure Firma/ euer Shop/ euer was-weiß-ich ist, was nicht schwer wäre, weil ihr mir ja den Eintritt bezahlt
– Ihr seid euch meines ewigen Dankes sicher

Was wer, wie, wann genau macht, könnten wir dann ja im Speziellen besprechen, indem ihr einfach mit mir über das Kontaktformular in Kontakt tretet. Da ich ja auch kein Kameradenschwein bin würde ich sogar jemandem gestatten, während der re-publica 2010 bei mir zuschlafen. Das bedeutet also, dass ihr auf einen Schlag zwei Leute glücklich machen könntet. Ist das nicht cool? Ist es!

Also, jetzt liegt es an euch, ob ihr gute Menschen ihr sein wollt.

Ich bin derweil gespannt, ob das heir tatsächlich klappt.

Jeder kennt sicher so Namen wie Spiderman, Batman, Superman, Green Lantern und manche kennen vielleicht auch Hitman oder Lobo, wobei diese sicher nicht direkt als Superhelden durchgehen. Aber kennt ihr auch Namen wie Crimson Fist? Oder Geist? Mr. Ravenblade oder gar Amazonia of Ocala? Das sind nämlich richtige Superhelden, die keinen geringeren Erzfeind als Armut, Hunger, Kälte und fehlende Zivilcourage haben. Einige von ihnen hatten mal einen richtigen Job, verdienten ordentliches Geld und dachten, sie würden so glücklich werden. Allerdings merkten sie, dass sie das nicht direkt ausfüllt und so beschlossen sie Superhelden zuwerden. So ziehen sie nun in ihren Kostümen durch amerikanische Großstädte und geben einem Obdachlosen eine frische Unterhose, eine Zahnbürste oder kaufen ihm einen Kaffee. Andere haben auch schon Vergewaltigungen verhindert. Einer sagte sogar, dass sich die besondere Fähigkeit der Superhelden in der Form zeigt, als dass sie einfach gute Zeugen sind. Sie verhindern Verbrechen und sagen dann wahrheitsgemäß bei der Polizei aus.

Klar kann man sagen, dass das nur kostümierte Affen sind, die sich aus langeweile ein bisschen aufspielen wollen. Aber unterm Strich helfen sie den Leuten und ich finde, dass man von ihnen noch etwas lernen kann. Man muss jetzt zwar keinen Kaffee mit Obdachlosen trinken gehen, aber man kann auch einfach mal die Augen offen halten und nett zu anderen sein. Auf CNN gibt es sogar ein einbettbares Video, dass Crimson Fist bei seiner Arbeit zeigt, welches ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Dazu gibt es dort noch einen ziemlich ausführlichen Artikel, den ihr euch unbedingt mal durchlesen solltet. So als Inspiration. Dem nächsten Motz-Verkäufer in der U-Bahn werd ich sicher mal ein paar Cent geben. aber nur, wenn er nett ist und das sind die meisten da ja nicht unbedingt. Neulich hörte ich von einer neuen, die in die Bahn einsteigt und einfach anfängt zuweinen, um so an Geld zukommen. Das ist dann echt mal eine neue Masche, gesehen hab ich sie aber auch noch nicht.

Real life Superheroes bei CNN.com

Ihr habt euch sicher schon gewundert, warum ich gestern nichts gebloggt habe. Das lag ganz einfach daran, dass mein Monitor mittlerweile doch mal den Geist aufgegeben hat. den Ruhestand allerdings hat er sich redlich verdient, da ich ihn bestimmt schon, na ja, so grob über den Daumen, acht Jahre hatte. DA war es dann auch echt mal an der Zeit, dass ich mir einen neuen zulege. Jetzt hab ich hier ein 22” Schmuckstück von LG und bin natürlich hellauf begeistert. Das Problem ist einzig und allein, dass das Internet und alles jetzt irgendwie völlig anders aussieht. Habt ihr mal drüber nachgedacht, dass die Farbeinstellung eigentlich eines der kompliziertesten Dinge ist, die man bei Rechnern konfigurieren muss? Ist es zu grün, zu rot, zu hell, zu kontrastig. Das kann einem ja so einfach eigentlich niemand sagen. Jedenfalls leuchtet hier jetzt alles, ist farbiger und natürlich auch breiter, weil der Monitor ja größer ist. Wie es jetzt aber richtig ist, kann mir auch niemand sagen. Ist diese grüne Suppe oben in dem Glas wirklich so arg, na ja, grün? Als ich das gemacht habe, sollte es eigentlich nur aussehen, wie Slimers Notdurft.
Schmaler ist irgendwie auch alles geworden. eigentlich könnte ich meinen Blog hier mindestens doppelt so breit machen, aber darüber muss ich nochmal nachdenken.

Hat vielleicht jemand einen Tipp, wie man das alles richtig einstellt? Prinzipiell sind die Anleitungen Softwarelösungen ja relativ sinnlos.

10 Jun
2009
0

PacManhattan

Ich habe lange überlegen müssen, wie ich das genau beschreibe, aber die einfachste Methode ist da meistens echt die beste: Es ist einfach ein Real-Life-Pacman. Einer verkleidet sich als Pacman, andere verkleiden sich als Inky, Pinky, Blinky und Clyde und dann wird losgejagt. Quer durch Manhatten. Okay, es gibt noch Leute im Hintergrund, welche die Informationen, die die Jäger per Handy durchgeben, auswerten.

Ich liebe ja solche Sachen. Flashmobs, Alternate Reality Games und Urban Games. Leider gibt es in Berlin kaum solche Veranstaltungen und wenn, dann kriege ich sie immer zu spät mit. Wenn da also mal jemand etwas hört oder jemanden kennt, der etwas hört oder gar organisiert, dann schnell die Infos zu mir!

Bis dahin könnt ihr euch aber man das Video zu PacManhatten anschauen, in dem erklärt wird, wer sich das warum ausgedacht hat, wie geanu die Technik dahinter aussieht und wie Passanten, die mit dem Spiel gar nichts zu tun haben, darauf reagieren. Das ist an solchen Geschichten ja eigentlich immer das Beste 😉
Viel Spaß!

Eigentlich könnte ich diesen Beitrag auch “Men in Black sucht Man in Black” oder “Cash für Cash” nennen, aber das sagt zum einen nix aus und ist zum anderen auch Quatsch. Jedenfalls trage ich schon seit einiger Zeit den Gedanken mit mir herum, mir doch mal eine CD von Johnny Cash zukaufen, einfach weil. Man könnte ja auch mal wieder gute Musik hören und wir wissen ja alle, dass Johnny Cash ein ganz besonderer Musiker war, muss ich ja keinem erzählen. Meine einzige Prämisse war, dass dieses eine ganz bestimmte Lied drauf sein müsse. Nur dieses eine, die anderen waren mir egal, auch die Anzahl, Layout und Booklet sowieso. Ich wollte nur dieses eine, ganz besondere, wunderbar schwermütige Lied auf CD haben. Legal (bevor wieder einer was sagt).

Also stand ich heute beim Doppel-M vor einem ungefähr mannshohen Stapel von Cash-Alben. Ungelogen, es gab so viele, dass mich das selbst überraschte. Er wird gehört, das ist gut. “Hurt” war auf nur wenigen Alben, “Ring of Fire” auf fast jedem, “Man in Black” gab es auch manchmal. Aber dieses eine Lied war auf keinem. Es war also Zeit, diese Touchscreen-Dinger zubefragen. Doch komischerweise funktioniert deren Suchfunktion genau gar nicht. Ich suchte nach Titel und Interpret, nichts brachte irgendein Ergebnis. Die Dinger sind also genauso nutzlos, wie die meisten unschlagbaren Angebote beim Doppel-M. Beim Benutzen sofort kaputt. Ich versuchte sogar über den Barcodescanner, bei dem man sich die Alben dann mal anhören kann, über den Interpreten auf eine Songsuche zukommen. Sowas gibt es da aber gar nicht. Abgesehen davon, dass meine Finger für solche Geräte zu knubbelig zusein scheinen.

Ich war sogar schon soweit, mir das gesuchte Lied in der Neil-Diamond-Version zukaufen, weil das ja auch ursprünglich von ihm stammt. Der Song war sogar auf ungelogen JEDEM Album von Neil Diamond, aber das ist ja doch irgendwie nicht das selbe. Eigentlich ist es sogar was ganz anderes. Als ich schon frustriert gehen wollte, fiel mein von Wuttränen verwässerter Blick auf einen kleinen, unscheinbaren Stapel mit extra billigen CDs und siehe da: Ich fand das Lied! Ich fand es! Endlich! Eines der wohl besten Lieder, die olle Johnny jemals sang, auf dieser einen CD. Auf dem letzten Exemplar, das dieser Laden noch besaß. Schnell schlug ich meine Krallen in die Plastikhülle und liess es nicht mehr los. Doch halt, neben diesem Lied war keiner der anderen, ich sag mal, Hits drauf, die man so kennt. Abgesehen von “One“, einem weiteren großartigen Lied, welches eigentlich auch nicht von ihm ist. Also holte ich mir auch gleich noch einen weiteren Sampler, worauf alle anderen genannten Lieder vertreten sind.

Jetzt bin ich glücklich und wieder ein bisschen kompletter. 🙂

Ach so, wie der Song heisst wollt ihr vielleicht noch wissen. Ja, das dürft ihr jetzt raten. Zu gewinnen gibt es natürlich nichts, außer vielleicht einem Guild-Wars-Probecode, von denen ich immer noch drei herumliegen habe.

Der ein oder andere wird sich ja vielleicht noch daran erinnern, dass ich mal unbedingt P&P, oder heisst das eigentlich PnP, spielen wollte, aber nie die Gelegenheit dazu bekam, weil mir zum einen der Anfang und zum anderen der Bekanntenkreis fehlte. Allerdings kenn ich ja jemanden, der das mal spielte, den ich dann damit so lange nervte, bis er geschlagen aufgab und sich mal darum kümmerte. Ich will auch gar nicht wissen, was er dafür als Gegenleistung verlangen wird.

Jedenfalls kümmerte er sich in der Form darum, als dass er mal in einem gewissen Rollenspielforum (fragt mich nicht welches), fragte, ob es denn in Berlin jemanden gäbe, der mal für eine kleine Runde den Meister spielen würde. Am liebsten natürlich Cyberpunk und natürlich möglichst einfach, weil ich ja der absolute Anfänger war und immernoch bin. Eine Person meldete sich und letzten Samstag war es dann soweit: Ich ging zu meinem ersten Rollenspielabenteuer. Okay, nicht ganz das erste, aber das erste in der Form. Etwas nervös aber frohen Mutes betraten also mein Kumpel und ich die Wohnung unseres neuen Meisters.

Die erste Stunde des Spiels bestand darin, dass er uns, mit Hilfe seines Freundes, der auch noch mitspielte, erstmal die Welt erklärte. Im Übrigen spielten wir Shadowrun, was mich an sich schon skeptisch machte. Immerhin gehts da um Trolle, Orks, Zwerge, Menschen, Cyberpunk, Technik, Trallali, Trallala. Da ich mich schon durch verschiedene Teile Azeroths, Tyrias, Niewinters und weiß der Geier gezaubert hatte, finde ich Magie etwas, nun ja, langweilig. Man erzählte uns also etwas von Konzernen, die die Welt beherrschen, Drachen, die Konzerne beherrschen, Metamenschen und deren Probleme mit Rassismus und ich weiß noch genau, dass ich danach erstmal einen gewaltigen Stack Overflow, dafür aber ein ziemlich genaues Bild des unehelichen Kindes von J.R.R. Tolkien und William Gibson hatte.

Im Vorhinein hatten wir ihm schon gesagt, welche Charaktere wir gern spielen würden, weswegen wir schon vorgefertigte Charakterblätter bekamen. Ich war ein sogenannter Gunslinger, also jemand, der urst gut mit Waffen aller Art umgehen kann. Mein Kumpel war ein Technomancer, der alles so kann, was mit Technik zu tun hat. Der andere war ein Elf, der magisch etwas auf dem Kasten hatte und unser Quest war, dass ich einen Auftrag von irgendwem bekommen hatte, etwas über eine neue Droge heraus zubekommen und dazu deren Hilfe brauchte, weil ich mich auch gar nicht in dem Gebiet auskannte, wo das ganze spielte.

Wie gesagt, ich bin ein Anfänger. Daher verstand ich auch grad mal die Hälfte von dem, was da auf dem Charakterblatt stand. Ich konnte Dinge anstellen, von denen ich noch nie gehört hatte, hatte Implantate, von denen ich gar nicht wusste, wo diese sich in meinem Körper genau befanden und erst die ganzen Items, die ich da wohl alle hatte. Den Diettrich erkannte ich noch. Überhaupt wurde ich ziemlich oft müde belächelt, wenn ich mal etwas versuchen wollte. Ich erinnere mich noch an eine Szene, in der unsere Party in einem Bordell war, in dem wir wohl irgendwas herausfinden sollten. Am Ende fand ich mich in einer Gasse wieder, umringt von drei Chinesen, die mich im Besten Fall noch erschießen wollten. Klar, dass ich die einfach abknalle, das ist doch auch immerhin meine Klasse. Aber irgendwie kam das nicht so gut an, also verkrüppelte ich nur zwei und befragte den anderen. Keine Ahnung, wa da deren Problem war, bin ja Anfänger.

Und ständig dieses “Ich schau mir den mal astral an” vom Elf. Das ist das, was ich an der Magiesache gleich doof fand, das ist mir alles zu Deus-Ex-Machina-mässig. Und überhaupt immer diese ganzen Gespärche, die man mit dem Spielleiter führen muss. Es ist ja so, dass er dann die Rolle eines anderen Charakters einnimmt und man spielt sich selbst und dann reden man, als wäre man wirklich diese Personen. Das fand ich ziemlich, nun ja, eigenartig und schwierig. An diesem Tag sagte ich bestimmt 50 Mal, dass ich das zum ersten Mal mache, das ist dann ja nun auch kein Grund, dass man es mir unnötig schwer macht.

Aber dann war das ja auch irgendwann zu Ende und das war auch der Moment, wo das Rollenspiel für mich erst richtig anfing. Der GM meinte, dass da ja kein richtiges Feeling aufgekommen sei und dass es gut wäre, wenn wir vielleicht wissen würden, wovon die anderen reden und dass es auch gut wäre, wenn wir mehr Ahnung von der Technik und der Welt hätten.

Tilt.

Mein Charakter war nun jemand, der nickend da saß und seinem Gegenüber nicht vorhält, was er so alles falsch gemacht hat, dass man mit Anfängern nicht so umgeht und, dass es nicht einfacher wird, umso mehr unnötige Fachbegriffe so eine Sache enthält. Drum hab ich das reden einfach meinem Kumpel überlassen. Der kann ziemlich gut mit anderen Meinungen umgehen und kann machen, dass sowas nicht eskaliert.

Spätestens, als der GM uns noch zum Essen einlud (“Ich hab da so einen Sandwichmaker”) und wir beide gleichzeitig, wie mit einer Stimme, sagten, wir wären schon ganz schön satt, wusste ich, dass wir das nicht wiederholen würden, obwohl ich ihm hoch und heilig versprochen hatte, mal ein paar Shadowrun-Romane zulesen, damit wir ja wissen, worum es da überhaupt geht. Eigentlich wollte er sie uns ja ausborgen, aber ich nutzte meine besondere Fähigkeit, um mich aus dieser Sache herauszuwinden. Denn wenn man sich etwas borgt, muss man ja auch irgendwann nochmal hin und das auch zurückgeben.

Ich glaube, die Sympathie setzte da aus, als wir gefragt wurden, wo wir denn so herkämen. Ich antwortete halt wahrheitsgetreu mit “Neukölln”. Darauf sagt man einfach nicht “Na da kann man ja auch wegziehen”. Prenzlauer Berg ist nämlich noch viel schlimmer. Ehrlich.

Jedenfalls würde ich das sehr gerne noch mal spielen, allerdings mit Leuten, die dann auch wissen, oder eher verstehen, dass man das zum, verfluchtescheissenochmal, ersten Mal macht und uns dann nicht mit Banalitäten überforden.

Wir sehen uns dann astral.