Ich bin etwas bestürzt, dass ich davon erst ein bisschen zu spät erfuhr (aber immerhin über den lieben Johannes), weil ich sonst gerne so richtig live meine Nachbarschaft damit aus dem Fenster heraus erfreut hätte. Allerdings kann man sowas ja, Dank der Möglichkeiten dieses modernen Internets, auch immer alles ganz gut nachholen, wenn auch zunächst nur privat und intim. Und so fühlt sich das Konzert tatsächlich auch auch an: intim. Es gibt da sehr viele Sänger, die die Rolle des Rio Reiser übernehmen und es auch alles sehr, sehr gut machen, während sie vor einem sehr kleinen Publikum spielen. Ich kenn ja das SO auch, wenn es nicht ausverkauft ist und irgendwie nur gefühlt 100 Leute da sind, weil es unter der Woche ist und vielleicht im Winter. Das ist schräg, weil ich dort nämlich auch sehr oft das andere Extrem erlebt habe und es so voll war, dass man kaum laufen konnte (beim Schubsetanz hinfallen geht aber immer irgendwie).

Aber es ist alles sehr schön und tut auch sehr gut und die Tränen von gestern wird die Sonne trocknen. Und dann ist wieder alles gut und wir können wieder Konzerte so erleben, wie sie gedacht waren: viel zu voll, viel zu heiß, viel zu betrunken.