Ich glaube so wirklich in freier Wildbahn habe ich einen Selfie Stick das erste mal vor 2 Jahren in London gesehen, als eine kleine Asiatin sich damit vor dem Buckingham Palace fotografiert hat. Ich fand das irre traurig, weil sie scheinbar allein reiste und niemanden hatte, der mal schnell ein Foto von ihr vor einer Sehenswürdigkeit machen könnte, und ordnet den Selfie Stick in die selbe Kategorie, wie ausführliche Gespräche mit Lampen oder Chatbots und Fertigessen für die Mikrowelle (also diese Dinner mit Gemüsebrei, Kartoffelbrei und Fleischbrei). Es ist also für mich ein richtig fieses Zeichen von Einsamkeit.

Dieses Jahr dann, auf dem Weg nach Amsterdam (ach, ich wollte ich ja noch Bilder zeigen – das hol ich nach!) sah ich aber, dass auch Gruppen von Leuten Selfie Sticks besitzen können. Keine Ahnung warum, aber das geht, und eine kleine Recherche ergab, dass es sogar verschiedene Ausführungen und noch sogarer Preiskategorien von Selfie Sticks gibt! Das ist ohne Quatsch eine Industrie geworden! Warum!

„At Miz Mooz, we understand the importance of looking great without giving up the comfort our women on-the-go have come to love about our footwear. Introducing the Selfie Shoes.

No matter where you go, you’ll always be camera-ready. Just insert your phone into the port at the front of either your right or left shoe, raise it to the perfect angle and click the internal button with a tap of your toe to take the photo. With the Selfie Shoes, you no longer have to use your arm, so now both hands are free to be in the photo.“

Jetzt gibt es jedenfalls den Selfie Shoe und auch, wenn das ein Quatschvideo ist, würde es mich wirklich, wirklich nicht wundern, wenn es das wirklich mal irgendwann gäbe. (via)