Was ich noch lernte, vermutlich nicht in der Schule, war ja, dass auf der einen Seite die Blüten bestimmter Pflanzen immer komplizierter wurden und auf der anderen Seite die Schnäbel von Kolibris nachzogen, um dieser Komplexität Herr zu werden und an den köstlichen Nektar zu kommen. Was ich auch dachte zu wissen, war, dass Kolibris zwar recht aufgeregte, aber irgendwie auch gechillte Tiere sind, die nicht viel Stress, sondern eben echt nur diesen köstlichen Nektar wollen.

Aber das war falsch.

Offenbar gibt es eine südamerikanische Kolibri-Art, deren Schnäbel mit Haken und Zähnen gespickt sind, um anderen Kolibris Federn auszureißen, sie zu stechen oder zu zwiscken, damit diese eben nicht an diesen köstlichen Nektar kommen. Tatsächlich sind diese Schnäbel sogar so entwickelt, dass sie schlechter an den köstlichen Nektar kommen, der Konkurrent aber eben gar nicht.

Die Natur ist schon schräg. (via)