Es ist ein bisschen sehr simpel und deswegen tatsächlich auch ziemlich genial: Plastik (oder wie wir Ossis sagen: Plaste) ist nämlich natürlich ein ernstes Problem und dieses ganze Wegwerfplaste (oder wie wir Wessis sagen: Wegwerfplastik) ist dazu noch ein oft unnötiges. Jetzt hat man ja als verantwortungsbewusster (und vor allem nicht vergesslicher) Mensch zwar seinen Mehrwegbecher immer dabei, allerdings muss der Kaffee ja trotzdem irgendwie umgerührt werden und wenn es dann nur diese Plastikumrührer gibt, ist das der pure Hass, wobei diese Dinger aus Holz natürlich ebenso bescheuert sind.

Auftritt: Stircle. Das ist ein Gerät, das den Becher hin und her dreht, bis sich das Gemisch homogenisiert hat. Das wirkt natürlich erstmal wie eine nette Spielerei und rechnet sich tatsächlich auch ziemlich gut durch, denn Scott Amron, Erfinder, schreibt:

400 million stir sticks are thrown in the trash every day. That bothers me. Wooden sticks are bad. Plastic sticks are worse. I wanted a way to stir with no sticks. So, it goes… Place cup here. Stir happens. Grab and go. Less trash, less CO2, less money and more trees. A Stircle should stir 50,000 cups on about $0.10 of electricity or $0.000002 per stir. So, it costs 99% less to run than stir sticks. It can significantly reduce waste associated with stir stick production, distribution, transport, packaging, labeling, usage and disposal. It can also replace the spoon used by employees behind the counter, ensuring a consistent taste with zero cross-contamination.

Außerdem findet man am Ende sicherlich, im Sinne des Recyclens, sicherlich noch eher eine Verwendung für einen Drehmotor als für ein Plastik- oder Holzstäbchen.

In Ermangelung eines Stircles in der freien Wildbahn ist mein Tipp an euch aber, den Zucker und/oder die Milch einfach vor dem Kaffee einzufüllen und ein paar bittere Schlücke zu ertragen. Da muss man sich einfach auch mal nicht so anstellen. Irgendwann sind wir eh da, vermutlich in einem Jahr, dass jeder nach japanischem Vorbild sein eigenes Besteck dabei und griffbereit hat, wie sich das eigentlich gehört.

Auf der Seite zum Produkt kann man auch schon mal einen für $345 erwerben. Für den Heimgebrauch ist das vielleicht erstmal nicht so sinnvoll, aber sagt ruhig mal euren Lieblingscafés bescheid. (via Herr Seitvertreib, der als Connoisseur von Kakaopulverklumpen manchmal auch einfach nicht so genau rührt)