Ich finde es immer äußerst schwierig, wenn man leblose Dinge anthropomorphisiert und dann irgendwelche Emotionen dran hängt und es irgendwie für sich claimt, obwohl man gar keinen direkten Einfluss darauf hatte. Ich bin daher sehr zwiespältig, wie ich diese komische Form der Trauer bezüglich des Abschaltens des Mars-Rovers Opportunity finden soll. Ja, dass er da einsam sein Geburtstagslied vor sich hinsummte ist in Zeiten von Pixar-Filmen, in denen irgendwie alles Gefühle zu haben scheint, traurig, aber am Ende ist es grundsätzlich auch erstmal nur ein ferngesteuertes Auto in der Wüste. Wenn ich aber anfange darüber nachzudenken, was für eine Leistung es eigentlich ist, über 14 Jahre ein ferngesteuertes Auto in der Wüste auf einem fremden Planeten zu betreiben, dann werde ich doch direkt sentimental. Nicht, weil irgendein glorifiziertes Go-Kart abgeschalten wurde, sondern weil die Menschheit, wenn ihr der Sinn danach steht, einfach unglaublich großartig ist und so viele tolle Dinge erreichen könnte, wenn sie nur wollte.

Using raw rover imagery and the sound of actual wind on Mars, I painted this little portrait of Opportunity, our faithful little martian rover friend that was lost earlier this year. Losing a rover feels a little like losing a pet. But for all that it accomplished, and for our ability to revel in all the awesome images it collected over its lifetime, its end is bittersweet. Oppy traveled 28 miles on Mars over a span of 14 years – an amazing feat of engineering and human ambition.

schreibt melodysheep

ich bin gespannt, was wir in weiteren 14 Jahren auf dem Mars angstellt haben werden. Seit sie da einen Penis drauf malten, fällt mir eigentlich auch nicht besseres mehr ein. (via)