Ich hatte ein sehr gutes Wochenende. Ich sah zwei tolle Horrorfilme, ich hab ein tolles indisches Restaurant gefunden, das mir sehr erfolgreich vorgaukelt, es sei wirklich authentische indische Küche und ich war auf einem Flohmarkt, wo ich mir ein altes Headset der VEB Funktechnik Leipzig für 1€ kaufte. Leider ohne Kabel und recht schmuddelig, aber ich freue mich schon, da mal bisschen dran rum zu basteln. Außerdem hab ich Schmorgurken gemacht und wenn ich Schmorgurken mache, sind es sowieso immer mindestens gute Tage. Meistens sind es mindestens zwei mindestens gute Tage, weil ich für gewöhnlich so viel koche, dass es eine Weile vorhält.

Die Woche war an sich auch ok, aber vor allem voller Arbeit und das war ein bisschen unangenehm. Ich hab mir jetzt eigentlich schon seit Wochen vorgenommen, mal wieder richtig doll zu zocken. Ich glaube, Leute, die nicht so gerne Videospiele spielen können das Bedürfnis nicht so richtig nachvollziehen, wenn man einfach mal wieder richtig doll zocken möchte. So mehrere Stunden, mit Snacks und Cola, einfach nur die Rübe freispielen, am nächsten Tag völlig Banane mit Augenrändern auf stehen und wissen, dass es das vollkommen wert war. Weil es schön war. Das vermisse ich gerade ein bisschen, allerdings kann ich mich auch nicht darüber beschweren, dass ich gerade so viel Arbeit habe, dass ich nicht dazu komme, denn das ist ja auch was Schönes und eben auch keine Selbstverständlichkeit. Ich beklage mich hier einfach auf sehr hohem Niveau und das weiß ich auch. Es könnte alles viel, viel schlimmer sein.

Viel, viel schlimmer und nur wenig besser könnte die folgende Auswahl an guten Nachrichten allerdings nicht sein, denn sie sind alle toll: Ausgestorbene Tiere sind wieder da, irgendwo dürfen Kids kostenlos Tram und Bus fahren, Berliner Mensen werden sehr vegetarisch und vegan und sowieso sollen euch die folgenden Artikel helfen, zwischen all dem Abfuck auf ein paar gute Dinge zu sehen. Wollt ihr mehr gute Dinge, solltet ihr vermutlich die CDU (und wenn ihr schon dabei seid auch die SPD) abwählen. Ich empfehle Die Grünen, weil die ganz gute Konzepte für die Legalisierung von Cannabis haben, wenn ich mal an dieses “Rübe freispielen” erinnern darf. Ihr versteht.

Montags kommt kein Fleisch mehr auf den Tisch und auch sonst werden Schnitzel und Co. in der Minderheit sein: In den Berliner Mensen soll das Essen ab dem Wintersemester noch ökologischer werden.

Berliner Unis reduzieren Fleischangebot in Mensen (welt.de)

Japanische Forscher haben erstmals Rindfleisch nach Wagyu-Vorbild im Labor produziert. Das Labor-Steak zeigt die gleiche Marmorierung von Fett und Muskelfasern, wie sie für das Fleisch der japanischen Wagyu-Rinder typisch ist.

Wagyu-Steak aus dem 3D-Drucker (scinexx.de)

Elizabeth Ann ist ein niedliches Frettchen, das kürzlich weltweit für Schlagzeilen sorgte: Sie ist das erste erfolgreich geklonte Schwarzfußfrettchen – der Zwilling eines vor über 30 Jahren gestorbenen Tieres, dessen Überreste eingefroren wurden.

Wie ausgestorbene Arten zurückgeholt werden (derstandard.at)

Der englische Hersteller Jiva forscht derzeit an einem Leiterplatten-Material, das sehr einfach recycelt werden kann: Es löst sich in heißem Wasser auf.

Jute statt FR4: Recyclingfähiges Platinenmaterial (heise.de)

Das UN-Umweltprogramm hat das weltweite Ende von verbleitem Benzin verkündet. Die letzten Vorräte seien im Juli in Algerien aufgebraucht worden. UNEP-Chefin Andersen sprach von einem “riesigen Meilenstein”. Die Ära des bleihaltigen Benzins ist endgültig vorbei.

Bleihaltiges Benzin ist Geschichte (tagesschau.de)

Seit heute gilt in Paris auf den meisten Straßen ein Tempolimit von 30 km/h. Konservative laufen Sturm.

Verkehrspolitik in Frankreich Paris führt fast überall Tempo 30 ein (tagesschau.de)

Schätzungen zufolge leiden 10 bis 15 Prozent der Corona-Infizierten am sogenannten Long Covid. Die Symptome sind mannigfaltig, ein normales Leben ist oft kaum möglich. Erlanger Forscher können diesen Menschen Hoffnung machen.

Medikament wirkt gegen Long Covid (n-tv.de)

Kinder und Jugendliche unter 18, die in Kehl oder Straßburg wohnen, können in beiden Städten jetzt umsonst mit der Straßenbahn fahren. In Straßburg ist auch das Busfahren kostenlos.

In Straßburg und Kehl fahren Jugendliche jetzt kostenlos Tram (swr.de)