Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 31.08.2010 / 23.11.2010
Künstler: V. Gishler, B. Dazo
Art: Softcover
Seiten: 148 / 188
Sprache: deutsch
Preis: 16.95 € / 16.95 €
Rating: Ich fand es super – ich auch – na und ich erst!

Hier geht es zur Leseprobe vom ersten Teil und bestellen könnt ihr es bei Panini. (zum zweiten Teil konnte ich leider keine Leseprobe und keinen Kauflink auftreiben.)

Diese Comicreview, eigentlich sind es ja zwei, muss ich mal ein kleines bisschen anders aufziehen, als gewohnt. Eben natürlich, weil es zwei Comicreviews in einem zu einer Geschichte in zwei Bänden ist und weil ich außer einem klitzekleinen, fast vernachlässigbaren, Kritikpunkt gar nichts zu meckern habe. Ich habe nichts zu meckern. Schreibt euch das rot in eure Kalender (-apps auf mobilen Geräten): Marco hat nichts zu meckern.

Okay, außer diesem einen, kleinen Punkt, der für viele vielleicht wichtiger ist, als für mich. Die Zeichnungen. Manche sind episch, keine Frage, aber die Kolorierung wirkt manchmal sehr einfach, als hätte da gerade ein Ausmaler bei Marvel den Farbverlauf für sich entdeckt. Tatsächlich ist das aber so eine Sache, die mir bei Marvelcomics schon häufiger aufgefallen ist und wohl auch einfach zu deren Stil gehört. Man weiß es nicht. Tatsächlich ist das auch nicht so schlimm, als dass ich euch diese Comics nicht uneingeschränkt empfehlen kann. Kauft sie. Sofort.

Momemt, Moment. Erzähl uns doch erstmal, worum es überhaupt geht! Wer ist dieser Deadpool überhaupt?

Klar. Deadpool kennen wir ja alle, obwohl er komischer Weise völlig zu Unrecht ziemlich unbekannt in Deutschland zu sein scheint, als den “Merc with a mouth”. Er ist also Söldner, der seine Gegner, bevor er sie fachgerecht mit Schwert und Pistolen zerlegt, erstmal totquatscht. Alles natürlich gespickt mit haufenweise popkulturellen Anspielungen, etwas (nein, viel) Sexismus und einer sehr ungesunden Portion Wahnsinn. Diese zeigt sich zum Beispiel dadurch, dass er mit seinen beiden inneren Kopfstimmen im ständigen Trialog steht und unter Halluzinationen leidet. Okay, was heisst leidet. Eigentlich verschönern sie nur seine Situationen. Er nennt sie sogar Pool-O-Vision.

Im ersten Band, Kopfsprung, geht es darum, dass Deadpool von HYDRA (Oder war es A.I.M.? Egal, ist ja eh alles das gleiche) angeheuert wird, um eine wichtige Ressource aus dem wilden Land zu bergen, damit sie sich daraus eine Waffe basteln können. Ziemlich schnell stellt sich heraus, dass es sich bei dieser Resource um die Zombieversion Deadpools aus einer anderen Dimension handelt, wobei diese Zombieversion auch nur aus seinem Kopf besteht. Begleitet von der äußerst ansehnlichen Dr. Betty ist es nun an Deadpool sein alternatives Ego an Hydra (oder eben A.I.M., wobei das total unwichtig ist) zu übergeben oder ihm seinen Wunsch zu erfüllen in sein eigenes Universum zurückzukehren. Ich könnte es an dieser Stelle spannend machen und so tun, als wollte ich euch das Ende nicht verraten. Allerdings wäre dann der Kommentar zum zweiten Teil hinfällig. Außerdem ist doch sowieso klar, dass Deadpool den Kopf rettet, zumal zwischenzeitlich auch die HYDRA-Basis (wenn es nicht die A.I.M.-Basis war) explodiert und ein Zombie-T-Rex, ein paar Eingeborene und der Rest der HYDRA-Mannschaft (oder eben… ihr wisst schon) gegeneinander kämpfen und wenn ihr den Satz nicht als die Kaufempfehlung versteht, die sie ist, weiß ich auch nicht, wie ich euch noch überzeuen soll.

Und der zweite Teil? Handelt der dann von der Rückkehr des Kopfes in seine Dimension?

Deswegen mag ich dich so, weil du immer so einfache Fragen stellst und dabei zeigst, dass du mitdenkst. Ja. Der zweite Teil handelt genau davon, allerdings nicht ausschliesslich. Tatsächlich gestaltet sich so ein Dimensionssprung gar nicht so einfach, wie man annehmen mag, und so springen unsere Helden (mittlerweile auch verstärkt durch einen HYDRA-Henchman) zuerst natürlich durch mehrere andere Dimensionen, in denen wir weitere Versionen Deadpools kennenlernen. Auch eine weibliche. Und Deadpool in weiblich… denkt euch den Rest.

Natürlich kommen sie dann aber irgendwann doch in die richtige Dimension, tatsächlich sogar ein wenig früher, als der Zombiedeadpool losgegangen ist, wodurch dieser sogar noch die Chance erhält, seinen Körper wieder zubekommen. Was unsere Helden dort aber sehen, raubt ihnen entweder den Atem (alle anderen) oder ist ihnen ziemlich egal (Deadpool). Letzterer nämlich ist sofort sehr angetan von der sehr weiblichen Chefin des Widerstands der Menschen gegen die Zombiehorden und ihrem Vorrat an Tacos und Videospielen.

Ich würde euch wirklich gern noch mehr von der Geschichte verraten, absurd, witzig und wendungsreich, wie sie ist, möchte euch aber auch nicht zu viel verspoilern. Geht einfach immer davon aus, dass Deadpool verrückt, sexy und völlig durchgeknallt ist und ihr habt eine leise Ahnung von dem, was euch erwarten könnte. Geht außerdem davon aus, dass ich nur euer Bestes möchte und ihr mir blind vertrauen könnt und vor allem auch solltet. Und jetzt kauft das. Sofort!

Disclaimer: Nachdem mir der erste Teil erfolgreich dabei geholfen hatte meine Flugangst zu bekämpfen, schickte mir Panini den zweiten Teil zu, falls ich nochmal fliegen sollte. Tat ich zwar bisher nicht, aber den Band kann man ja auch zwei mal lesen.