Originaltitel: Deadpool #4
Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 26.07.2011
Künstler: Daniel Way, Carlo Barberi, T. E. Huat
Art: Heftchen, beinhaltet die Ausgaben #22-24
Seiten: 76
Sprache: deutsch
Preis: 5,95€
U-Bahnlesetauglichkeit: Thor und Captain America werden natürlich erkannt. Aber die Leute fragen sich natürlich, wer dieser rotgekleidete Stripper sein soll, der da aus der Torte springt.
Rating: Was immer ich ich auch der #3 gab, plus einem Taco mehr.

Bestellen könnt ihr das entweder bei Panini direkt oder bei Amazon, wofür ich ein bisschen was bekäme. Aber nicht von euch, keine Sorge.

Die letzte Ausgabe dieser Heftserie hatte mich ja ein bisschen enttäuscht. Tatsächlich sogar so sehr, dass ich schon mit dem Gedanken spielte, das hier völlig sein zu lassen und mich lieber auf die Sammelbände zu freuen. Zum Glück habe ich es nicht getan, denn diese Ausgabe hier wurde, mit Abstrichen, schon wieder um Längen besser. Wie viel beser genau, könnt ihr in dieser kurzen Review nachlesen.

 

Story, Altah!

In diesem Heft werden drei Geschichten in zwei Teilen erzählt. In der ersten fährt Deadpool, warum auch immer, mit dem Bus, der von Räubern überfallen wird, durch eine Kleinstadt. Einer dieser Schurken hat die Fähigkeit Elektrizität zu kanalisieren und schafft es so unseren Lieblingssöldner auszuknocken. Klar, dass er deswegen auf Rache sinnt und es mit viel Geschick und einer guten Portion Einfühlungsvermögen (Als ob! Wir reden hier immerhin von Deadpool!) sogar schafft, eine Intrige inmitten der örtlichen Polizei aufzudecken. Diese Geschichte ist hier tatsächlich auch die beste, weil sie wirklich sehr clever erzählt ist und auch die ein oder andere Überraschung parat hält. Außerdem enthält sie das Cover zu Deadpool #22, das mich wirklich auch sehr stark an “The Walking Dead” erinnert und höchstwahrscheinlich sogar eine Hommage sein könnte. Und überhaupt – Deadpool als Polizist? Das muss man auch erstmal sacken lassen.
Die zweite Geschichte ist ein Dreiteiler, der dann in der nächsten Ausgabe abgeschlossen wird. Hier möchte sich Wade an einem Clubbesitzer in Las Vegas rächen, der ihn im Fernsehen beleidigt hat. Rache scheint wirklich eine treibende Kraft in Deadpools Leben zu sein. Nachdem er also dort angekommen ist und für etwas Unruhe sorgte, wird er von einem alten Bekannten (den ich aber nicht kenne) namens Weasel aufgehalten, der mit einem riesigen Kampfanzug versucht die Clubs von Las Vegas für Geld zu verteidigen und sich “House” nennt. Deadpool kann ihn überreden, dass er sein Partner wird und steigt in einen anderen Anzug, woraufhin er sich “Wildcard” nennt.
Natürlich führt Wade Wilson auch hier natürlich wieder nur Unsinn im Schilde und verbündet sich mit dem Schurken Grizzly, um die Kasinos auszurauben. Gleichzeitig schafft er es aber auch noch den Ruf eben jenes Weasels soweit zu ruinieren, dass er aus Las Vegas verjagt wird.

Und? Wie war das so?

Während, wie gesagt, die erste Geschichte wirklich ziemlich clever und erfrischend komisch ist, schwächelt die zweite Geschichte genau in diesen Punkten. Sie will clever sein und lässt Deadpool ein falsches Spiel spielen, um gegen die Hauptprotagonisten zu intrigieren. Allerdings wirkt das doch irgendwie ein bisschen plump und ungelenk. Außerdem finde ich einen Schurken, der sich Grizzly nennt, eben weil er in einem Grizzlybärenkostüm steckt, erschreckend unerschreckend. Und am verwirrensten finde ich tatsächlich auch, dass die Avengers, bis auf eine (echt sehr coole) Traumsequenz in der ersten und eine kurze Erwähung in der zweiten Geschichte gar nicht vorkommen.

Fazit

Wegen der ersten Geschichte würde ich den Comic hier tatsächlich sehr empfehlen, wegen der zweiten würde ich das sehr in dieser Aussage aber streichen. Sie ist zwar schon ganz nett und stellenweise auch recht witzig, aber wirklich leider kein muss. Allerdings wird die Geschichte im nächsten Heft augelöst und dann ist da immernoch Platz für mindestens eine tolle Geschichte. Wenn ihr dann also die Auflösung der ersten, die in diesem Heft hier ja die zweite ist, lest, macht das für euch vielleicht nicht so viel Sinn, weil ihr das hier ja aufgrund meiner Empfehlung nicht gelesen habt. Könnt ihr mir folgen?
Blöderweise gibt es auch keine Leseempfehlung, weswegen ich mit einem Ratschlag schließe, den ich eigentlich unter jede Comicreview schreiben könnte: Macht doch, was ihr wollt und hört auf euer Bauchgefühl.

Disclaimer: Dank an Panini, die mir das hier wieder zugeschickt haben.