Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 27.09.2011
Künstler: Grant Morrison, Yannick Paquette, Chris Burnham
Art: A4 Softcover (enthält Batman Incorporated 1-5)
Seiten: 116
Sprache: deutsch
Preis: 14,95€
U-Bahnlesetauglichkeit:  Absolut gegeben, weil alles sehr jugendfrei ist.
Rating: 9 von 10 Batmans verschiedenster Nationen sind eingeschlafen und Batwoman ist auf einem Rockabilly-Konzert.

Bestellen könnt ihr das entweder direkt bei Panini oder aber, wenn etwas von dem Preis an mich soll, bei Amazon (deutsch, englisch). Die Leseprobe gibt es dann hier.

Batman ist von den Toten zurückgekehrt (quasi) und hat eine Vision. Ein Batman reicht einfach nicht aus, um die ganze Welt vor Superschurken zu schützen, weswegen ganz dringend neue Rekruten gefunden werden müssen, die unter dem Banner von Batman Incorporated vereint werden sollen. Ob das irgendwie Sinn macht, welche Probleme und überhaupt Geschichten sich daraus ergeben, was da nun für Batmans angeheuert werden und wie ich das alles fand, könnt ihr in folgender Review nachlesen.

Häh? Ein Batman-Unternehmen? Auf wen ist diese Firma eigentlich eingetragen?

Dies ist tatsächlich eine der Fragen, die nicht beantwortet wird und es tut mir Leid, aber irgendwie ist das alles Unsinn. Es mag ja sein, dass Batman einen Plan hat, der dem Leser noch nicht offenbart wurde, und es kann genauso gut sein und höchstwahrscheinlich ist es auch so, dass Grant Morrison das alles ganz genau durchgeplant hat, aber irgendwie erzeugt das bei mir keinerlei Emotion.
Das fängt schon bei den Geschichten an. In der ersten reist Bruce Wayne mit Celina nach Japan, um dort einen Mr. Unknown zu rekrutieren, der allerdings von einem Lord Death Man getötet wurde. Dessen Schützling, der eigentlich der wirkliche Mr. Unknown ist, während der alte lediglich die Detektivarbeit erledigt, will nun natürlich den Tod seines Meisters rächen.
Das ist auch so alles ganz nett, aber nicht nur, dass mir alle Figuren dort furchtbar egal sind, sie bemühen sich auch nicht wirklich, dass ich sie mag.
In einer anderen Geschichte will Batman einen gewissen El Gaucho rekrutieren, der nicht nur ein alter Bekannter von ihm ist, sondern auch der Superheld aus Mexiko. Diese Geschichte wird dadurch sehr absurd, als das Batman auf einmal den Tango des Todes mit einer Frau tanzt, die sich später als einer der Schurken der Geschichte entpuppt. Natürlich wussten unsere Helden das schon lange.
Später geraten sie in eine Todesfalle, es kommt heraus, dass El Gaucho Batmans erste große Liebe tötete (und der Rückblick ist so ein Unsinn – Batman mit der ersten Batwoman knutschend im Batmobil) und einer muss den anderen töten, damit ein paar taube Straßenkinder überleben. Aber keine Sorge, alles wird gut und ist nur mäßig spannend.
Später reisen alle nach England, um noch einen weiteren Schurken zu stellen und da ist tatsächlich die aktuelle Batwoman der einzige Grund, warum man den Comic überhaupt lesen sollte. Das allerdings auch nur, weil ich den Charakter ja bekanntlich sehr mag.

Bitte zerreiss das doch nicht so – andere finden den Comic doch unglaublich gut!

Tatsächlich hörte ich bisher fast ausschliesslich, dass Batman Incorporated total gut sein soll und auf jeden Fall gelesen werden sollte. Ich war aber wegen der Grundidee schon recht skeptisch und habe das immer ein bisschen vor mir hergeschoben. Sogar zu recht, wie ich feststellte. Es kann schon sein, dass es anderen Leuten sehr gut gefällt, weil der Erzählstil doch sehr klassisch ist und die Zeichnungen mitunter, gerade in den Rückblenden, auch sehr retro. Vermutlich aber muss man sich auch einfach mit der Idee anfreunden, dass Batman ein Global Player werden will, um etwas mit dieser Serie anfangen können. Vielleicht wird diese Serie aber auch so gut gefunden, weil eben Grant Morrison daran schreibt und man eigentlich immer davon ausgehen kann, dass sein Zeug mindestens brauchbar ist. Hier allerdings bin ich echt ein bisschen enttäuscht.

Fazit: Ich glaube ein Fazit ist gerade recht unnötig. In der nächsten Ausgabe aber soll Red Robin auftreten und das könnte nochmal recht interessant werden, war hier in dem ersten Teil doch schon Batwoman der einzige Grund, das lesen zu müssen. Aber ich glaube, ich setze bei dieser Serie aus.

Disclaimer: Vielen Dank an Panini für das Rezensionsexemplar.