Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 24.01.2012
Künstler: D. Way, B. Dazo, S. Vella
Art: Softcover (enthält Deadpool #30-32)
Seiten: 76
Sprache: deutsch
Preis: 5,95 €
U-Bahnlesetauglichkeit: In einer UBahn ohne Deadpool fühle ich mich nicht wohl
Rating: Deadpool nagelt alles

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Vampire sind in aller Munde und die meisten Abominationen, als die sie auftreten, nerven uns alle an. Meist sind sie romantisch, düster und langweilig und wir hassen sie alle, wünschen wir uns doch eigentlich nur endlich wieder unsere erbarmungslosen Killermaschinen zurück. Was aber geschieht, wenn eine Killermaschine auf einen Haufen dieser Killermaschinen trifft und was passiert, wenn die eine Killermaschine Deadpool ist, der eigentlich gar nicht so richtig weiß, was er da macht, und versteht, worum es dabei geht? Wie das aussieht, warum Deadpool alle Vampire “Drakula” nennt und wie ich das finde, könnt ihr in folgender Review nachlesen

Aber warum nennt er sie denn nun alle “Drakula”?

Ganz einfach, weil er ein Idiot ist. Genau das ist es nämlich auch, was Deadpool auszeichnet und uns so viel Spaß macht. DP wird nämlich von einem friedlichen Vampirclan (friedlich in dem Sinne, dass sie keine Menschen reissen und sich ihr Blut aus einem Krankenhaus besorgen, dass sie gegründet haben und finanzieren) angeheuert, um ihn zu schützen, weil sie von einem feindlichen Vampirclan bedroht werden. Natürlich nimmt Deadpool dieses angebot nach einiger Überlegungszeit (Haha, “überlegen”, versteht ihr?) an und schützt das Krankenhaus vor dem Übergriff der feindlichen Drakulas. Natürlich ist das alles ungemein blutig, was aber wohl okay ist, weil das Blut schon lange kalt ist. Interessanterweise verliebt er sich unsterblich in eine der Krankenschwestern, die er vor einem Angriff schützte, die seine Liebe allerdings nicht wirklich erwidern kann, was wohl auch daran liegt, dass Deadpool seine Liebe auch gern mal mittels eines Schusses ins Bein zeigt. Für etwas Herzschmerz ist in der Story also gesorgt.
In der zweiten Geschichte, die nur eine Ausgabe der drei füllt, wird Deadpool der Mord an einem Wissenschaftler angehängt, weswegen ein außerirdischer Killer (Macho Gomez – ein außerirdischer Mexikaner mit Sombrero) ziemlich sauer auf ihn ist und das ausstehende Geld von ihm fordert. Deadpool sprengt ihn in die Luft, aber damit fängt der äußerst unterhaltsame Ärger erst an.

Und äh, wie war das?

Nachdem Deadpool in früheren Ausgaben ziemlich schwächelte (und ich komme darüber immer noch nicht wirklich hinweg), dreht er jetzt ordentlich auf. Die Vampirgeschichte strotzt nur so vor wahnsinnigem Humor und einer unglaublich tollen Parodie auf Twilight (“Nimm mich! Ich will es!” – “Ich kann nicht!” – “Warum? Weil du nur ‘ne kleine Schwuchtel bist?” – “… ja” TEAM DEADPOOL!) und macht, wie immer, super viel Spaß. Ein bisschen traurig ist allerdings, dass Deadpool das Mädchen am Ende eigentlich herumgekriegt hat, sie aber einfach spurlos verschwindet. Tatsächlich ist das wirklich sehr traurig, weil man es ihm an der Stelle einfach gegönnt hätte.
Die zweite Geschichte ist allerdings noch eine Ecke schärfer, tritt Deadpool hier doch tatsächlich als eine Art Held auf, der die Familie und den Wissenschaftler, der seinen Tod nur fingierte und Deadpool die Schuld zuschob, um sich selbst zu schützen, rettet. Interessanterweise sieht er sich selbst hier gar nicht als Held, was er ja aber eigentlich ist. Außerdem hat er am Ende ein Raumschiff, was eine ungemein interessante nächste Ausgabe verspricht.

Fazit: Ach, was soll ich euch schon anderes sagen, als dass ich mit Deadpool immer total viel Spaß habe. Sein Wahnsinn, seine Naivität (ich will nicht sagen Doofness), sein herz, seine Gewalt – es funktioniert einfach. Okay, es funktioniert wieder und es scheint auch nicht mehr schlechter zu werden. Ist die nächste Ausgabe auch wieder so witzig (ich lachte wirklich – in der Ubahn), habe ich die schlechten Ausgaben womöglich schon wieder verziehen.

Disclaimer: Mit Dank an Panini!