Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 07.08.2012
Künstler: Geoff Johns, Peter Tomasi, Doug Mahnke, Fernando Pasarin
Art: A4 Softcover (enthält Green Lantern #3 und Green Lantern Corps #3)
Seiten: 52
Sprache: deutsch
Preis: 4,95 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Der Kinofilm ist vergessen, man kann sich wieder damit sehen lassen
Rating: Ich gewöhnte mich jetzt schon an Sinestro als Green Lantern

Kaufbar bei Amazon (Partnerlink) oder direkt bei Panini, leider ohne Leseprobe.

Wie auch letztes mal befinden sich in dieser Ausgabe von „Green Lantern“ wieder zwei Hefte. Das erste stammt aus der titelgebenden Serie „Green Lantern“, die sich um Hal Jordan dreht, während das zweite Heft aus „Green Lantern Corps“ stammt, welches die Geschehnisse um Guy Gardner, John Stewart und anderen Mitgliedern des Corps begleitet. Beide haben direkt nichts miteinander zu tun, sind aber eben Geschichten aus dem Green-Lantern-Universum, was für mich eben doch immer ein Kaufgrund ist. Wie sich die Ereignisse seit der letzten Ausgabe weiterentwickelten, wie es unseren Helden nun geht und wie ich das alles fand, könnt ihr in folgender, kleiner Review nachlesen.

Was bisher geschah

In „Green Lantern“ sind hat Sinestro unserem Hal einen Kraftring angeboten, nahmen die Wächer ihm seinen doch weg, den er sogar behalten darf – allerdings nur unter der Bedingung, dass Hal Sinestro dabei hilft, seinen Heimatplaneten von den schaurigsten Schurken des Universums zu befreien: Dem Sinestro Corps. Diese fielen nämlich über Korugar her, um einerseits Rache an Sinestro zu üben, da diese sich von ihm verraten fühlen, um andererseits auch einfach ein bisschen Spaß beim Morden und Foltern zu verspüren. Man kennt das ja.

Die Geschichte um das Green Lantern Corps führte unsere Helden, darunter Guy Gardner und John Stewart, auf den Planeten Xabas, wo sie von einer fremden Armee überrascht wurden, die interessanterweise auch gegen ihre Ringe immun zu sein scheinen.

Und nun?

Hal Jordan geht natürlich auf das Angebot Sinestros ein, weil er viel zu heiß auf einen neuen Ring ist, um sich diese Gelegenheit entgehen zu lassen. Der Plan ist, dass sie auf Korugar landen und, sobald es dunkel wird, eine Green Lantern Batterie in der gelben Zentralbatterie versenken, was ein Notfallprogramm auslösen und alle gelben Kraftringe deaktivieren soll. Dadurch wäre die Befreiung des Planeten eigentlich ein Leichtes. Natürlich gestalten sich solche Pläne immer etwas schwieriger, als gedacht, und gerade, als unsere beiden Helden auf der Lauer liegen, bemerkt Sinestro eine alte Bekannte, die von seinem Ex-Corps angegriffen wird. Er schlägt zu, obwohl es noch gar nicht an der Zeit ist und der Plan muss wesentlich früher als erwartet durchgeführt werden. Kaum verschwindet Hal allerdings in der Batterie, schnappt die Falle zu. Hal wird bei lebendigem Leibe desintigriert.

Währenddessen hat das Corps mit ganz anderen Sorgen zu kämpfen. Unsere Lanterns stehen sich weiterhin dieser unglaublichen Macht gegenüber und Guy Gardner ist zu etwas gezwungen, was ihm nicht nur zu wider ist, spndern was er auch nur äußerst selten tut: Er bittet Salakk um Hilfe. Sich des Ernstes bewusst mobilisiert er sofort alle verfügbaren Lanterns. Das Problem ist jedoch, dass die Flugzeit nach Xabas 3 Stunden beträgt und unsere Helden bis dahin vermutlich schon lange tot wären. Da tritt Lantern Porter auf den Plan. Zwar hat dieser eher Erfahrung im Transportieren von kleineren Gruppen auf geringere Erfahrung, aber die Notlage erfordert, dass er jetzt über 30 Lanterns auf den weit entfernten Planeten Xabas bringt. Salakk will noch eingreifen, aber Porter ist schon mitsamt den anderen Lanterns verschwunden. Kaum auf Xabas angekommen, werden die Gegner zurückgeschlagen. Scheinbar. Denn sie sammeln sich nur zu einem neuen Schlag gegen die Laternen. Porter versucht noch schnell alle zurück zu transportieren, stirbt aber ob der Anstrengungen. Dem nicht genug bleiben auch noch 5 Lanterns, darunter John Stewart, zurück.

Und wie war das nun?

Die Abenteuer um Hal und Sinestro sind einerseits natürlich sehr spannend, treten hier doch zwei der besten Lanterns gegen ein gesamtes feindliches Corps an, andererseits aber auch sehr unterhaltsam, sind diese beiden Lanterns doch nicht nur erbitterte Feinde, sondern auch äußerst arrogant. Gerade Sinestro hält sich für besonders überlegen, obwohl es am Ende doch er ist, der den Pan gefährdet. Dieses Hin und Her in den Gesprächen der beiden ist wirklich amüsant und auch die Story selbst endet in der puren Verzeiflung.

Genauso auch beim GLC. Ständig stellt man sich die Frage, wer diese neue Macht eigentlich ist, warum sie gegen die Ringe immun zu sein scheinen und was eigentlich ihr Plan ist. Gut, diese Ausgabe ist hauptsächlich geprägt von Kampf und Verlusten, aber sie ist auch spannend bis zum Ende. Ob des Endes sogar noch darüber hinaus.

Fazit: Toll. Beide Geschichten sind grundsätzlich unterschiedlich, dafür aber auch ausgesprochen unterhaltsam, packend und mitunter sogar witzig. Normalerweise ist Guy Gardner eigentlich nicht mal ansatzweise eine meiner liebsten Lanterns, aber das könnte sich mit der Storyline vermutlich wirklich ändern.