DEADPOOLKILLTDASMARVELUNIVERSUM_SC_543Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 07.05.2012
Künstler: Cullen Bunn, Dalibor Talajic
Art: A4 Softcover (enthält “Deadpool Kills the Marvel Universe” #1-4)
Seiten: 100
Sprache: deutsch
Preis: 12,95 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Besonders gut macht sich das, um Kinder zu beruhigen
Rating: Deadpool killt das Marvel-Universum.

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Vermutlich sind wir uns alle sicher, dass so ein Titel zumindest erstmal die Aufmerksamkeit des geneigten Lesers weckt. Schnell kommt aber die Ernüchterung, dass das nur ein reisserischer Titel ist, Deadpool am Ende aber gar nicht das ganze Marvel-Universum umbringt, sondern bestenfalls nur große Teile davon, und er es am Ende nicht schafft und wir alle enttäuscht sind. Aber keine Sorge! Dafür habt ihr ja micht. Ob Deadpool nun wirklich das ganze Marvel-Universum killt und wenn nein, welche Teile davob, ob es wenigstens so blutig ist, wie man es sich erhofft und ob der Deadpool gut getroffen ist, erfahrt ihr in folgender Review.

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Also jetzt Butter bei die Fische, wer stirbt?

ES ist ja die eigentliche Frage, wie dieser Comic behandelt wird. Haben die Künstler nicht nur freie Hand wirklich jeden bekannten Helden auf möglichst brutale Art zu töten, sondern auch noch den Schurken in der Geschichte gewinnen zu lassen, oder soll gar die Moral siegen und das Gute über das Böse triumphieren? Man muss sich selbst die Frage stellen, was man lieber lesen würde und sich dann eingestehen, welcher Comic sich einfach besser verkaufen würde, weil er für viel mehr Furore sorgt und man weiß, dass wirklich und wahrhaftig jeder Held stirbt. Jeder. Nennt mir einen Marvelhelden und ich sage euch, dass er stirbt. Wolverine? Schwierig, aber stirbt. Die Avengers? Das geht sogar recht fix, nur Thor ist etwas zäh. Spider-Man? Bämm. Die X-Men? Ich will euch die Überraschung zwar nicht verderben, aber sie sterben. Alle sterben. Und es ist wunderschön.

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Vielleicht muss man Splatter mögen…

Im Laufe der Comicgeschichte gab es viele Figuren, die den ein oder anderen Helden töten wollten, dabei kreativ wurden, am Ende aber meistens versagten. Mit Deadpool haben wir hier aber eine Figur, die vom Wahnsinn geplagt in gewalttätigen Situationen erst richtig kreativ wird. Für jeden Helden gibt es den passenden Tod und wer fantastische Geschichten mag, der weiß, dass es auch weitaus schlimmere Dinge gibt, als den Tod.

Der Comic ist ein bisschen das papiergewordene Gespräch unter Nerds, welcher Held auf welche Weise einen anderen Helden besiegen könnte. Nur eben, dass der eine Held stets Deadpool ist. Ich will an dieser Stelle nicht weiter ins Detail gehen (es ist wunderschön), aber vermutlich muss man eine ganz spezielle Form von Humor haben, wenn man es witzig findet, wie Helden sterben.

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Aber… warum?

Darum!

Anfangs wird noch versucht eine Geschichte darum zu stricken, die ein bisschen trivial ist. Manche Leute brauchen dafür ja Gründe und es ist auch nicht völlig ungeschickt, aber eben auch nicht wirklich wichtig. Dafür sorgt sie am Ende für einen sehr netten Twist, welcher der Geschichte nochmal eine ganz andere Note gibt. Wichtig ist aber trotzdem: Jeder stirbt. Jeder.

Fazit: Man kann hier wirklich nicht viel sagen, außer, dass es ein wunderbares Splatterfest ist. Es sind die Dinge, die man heimlich schon immer sehen wollte, über die man spricht und von denen man nicht geglaubt hätte, dass sie getan werden. Die Geschichte dahinter, okay, ist ganz nett, kann in vielen Teilen aber auch einfach vernachlässigt werden. Da muss man ehrlich sein. Das heisst allerdings nicht, dass es nicht doch auch einen Heidenspaß macht.

Disclaimer: Vielen Dank an Panini für das Rezensionsexemplar.