DERTODVONSUPERMANBAND328VON429DIEHERRSCHAFTDERSUPERMENHARDCOVER_auf333Exemplarelim.HC_936[1]Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 22.10.2013
Künstler: D. Jurgens, L. Simonson, R. Stern, Jerry Ordway, T. Grummett, J. Bogdanove, J. Guice
Art: Softcover/Hardcover (enthält “Superman: Man of Steel” #23-25, “Adventures of Superman” #502-503, “Action Comics” #688-690 & “Superman” #79-80)
Seiten: 316
Sprache: deutsch
Preis: 29,99 € (SC) / 39,00 € (HC)
U-Bahnlesetauglichkeit: Es ist braucht schon einen Superman, um solch einen riesigen Comic durch die Gegend tragen zu können
Rating: 3 von 4 Superman fanden das super, der vierte betrachtet sich lieber im Fernsehen

Kaufbar bei Amazon (Partnerlink), oder direkt bei Panini als Hardcover oder Softcover, Leider ohne Leseprobe.

Im ersten Band der Saga um Supermans Tod erlebten wir, wie er von dem Monster Doomsday zu Muß verarbeitet wurde, während wir im zweiten Teil erfuhren, wie die Welt ohne ihren größten Helden zurecht kommt. Natürlich erwartungsgemäß äußerst schlecht, allerdings machte sich Hoffnung breit und schnell fanden sich andere Figuren, die seinen Platz einnehmen wollten. Dabei handelte es sich allerdings nicht um andere, bereits bekannte, Helden, sondern viel mehr um neue Charaktere, die in seinem Namen Gutes tun wollten. Der dritte Teil der Saga dreht sich nun um jene Figuren und wie sie Supermans Andenken wahren wollen.

Wie viele Supermans gibt es hier denn nun?

Das ist eine interessante Frage, gibt es einerseits natürlich nur einen, der nun schon eine ganz Weile lang tot ist, andererseits aber auch eine gute Hand voll, die sein Werk in seinem Namen fortführen, sich dabei aber nicht zwangsläufig für ihn halten, sondern nur von ihm inspiriert wurden. Da gibt es zum Beispiel den Cyborg-Superman, eine Mischung aus ihm, aufgewertet mit kryptonischer Technologie, der viele Heldentaten begeht und sogar vom Präsidenten als Superman anerkannt wird. Dann gibt es da noch Superboy (er hasst diesen Namen), den Klon Supermans, der sich hauptsächlich von den Medien ausnutzen lässt, es gibt einen Mann in stählerner Rüstung und mit riesigem Hammer, der sch selbst nicht für Superman hält, von vielen aber als seine Reinkarnation angesehen wird, und zu guter letzt gibt es noch ein Wesen ohne jeglichen moralischen Kompass, der mehr Superman denn Mensch ist und sich selbst auch als Superman bezeichnet. Interessanterweise ist er auch derjenige, der in der Festung der Einsamkeit zuhause ist und von Supermans Roboterhelfern unterstützt wird, allerdings das Sonnenlicht nicht verträgt und völlig überzogen handelt und sogar Menschen tötet. Aber wer ist nun der richtige Superman?

Ja, wer denn nun!

Tatsächlich ist es keiner, trotzdem wollen es alle irgendwie sein, die meisten aus eigenen Motiven. Während der, der sich Superman nennt, viel zu emotionslos ist, um Superman zu sein, sich aber als eine Art Weiterentwicklung ansieht (ohne den lästigen menschlichen Ballast), ist der stählerne Superman à la Iron Man, obwohl lediglich Mensch, noch am nahsten dran, will er doch wirklich den Menschen helfen und die Stadt retten. Superboy will alledings lediglich berühmt sein, nennt sich selbst Superman und tut alles, um gute Publicity zu erhalten. Der Cyborg Superman ist aber nochmal ein ganz anderes Kaliber und tut hier Dinge, die für Jahre die DC-Geschichte beeinflussen sollten.
Er tut zwar so, als sei er der Superman, tut Gutes, rettet Menschen, hat aber einen ganz perfiden Plan. Er löscht nämlicher kurzerhand Coast City aus, um dort mithilfe von Mongul (der später dafür verantwortlich gemacht werden soll) eine Maschinenstadt zu erbauen, von wo aus er die Welt erobern will, tut aber so, als hätte ein fremdes Schiff die Stadt völlig zerstört.
Dies schlägt direkt einen riesigen Bogen zu Green Lantern Hal Jordan, dessen Heimatstadt Coast City war und der daraufhin alles daran setzen wird, die Stadt wieder aufzubauen. Blöderweise wird er dafür einige Lanterns töten, ihre Ringe stehlen, um seinen Plan umzusetzen. Das geht dann sogar soweit, dass Parallax von ihm Besitz ergreift und sich alle Lanterns gegen ihn stellen müssen, wodurch er zum Geächteten wird. Aber das ist eine ganz, ganz andere Geschichte (die hoffentlich auch nochmal von Panini neu aufgelegt wird).

Aber ist da nicht verwirrend?

Das ist es in keinster Weise, viel mehr ist es episch. Okay, gut, es sind typische Comics aus den 90ern, in denen Gedanekn noch in Gedankenblasen ausgeführt wurden und wo die Farben recht hell und blass erscheinen. Heutzutage ist das ja alles anders, was allerdings absolut keine Wertung ist. Man sollte das nur wissen, bevor man sich darauf einlässt.
Toll ist tatsächlich, dass die vielen Storylinies sehr komplex und sehr gut ausgearbeitet sind und man weniger mit den Figuren (ich nenne sie mal absichtlich nicht Helden) mitfiebert, als mit den Figuren, die sich so sehr wünschen, sie hätten auf die ein oder andere Weise ihren Superman zurück. Es scheint nämlich fast so, dass jeder der Superman-Doppelgänger einen Aspekt des Helden darstellt, jeder für sich aber nur eine billige Kopie zu sein scheint.

Fazit: Vielleicht hattet ihr ja schon die Gelegenheit die ersten Bände zu lesen. Wenn dem so ist, kommt ihr um diesen hier vermutlich nicht herum. Solltet ihr es noch nicht gewagt haben, solltet ihr euch natürlich nicht vom ersten abschrecken lassen, der in manchen Belangen wirklich ein bisschen doof und plump daherkommt. Es wird besser, das ist versprochen, und dieser Band hier war wirklich erstaunlich gut, obwohl er von den Kritikern oft als ein bisschen lächerlich wahrgenommen wird.

Disclaimer: Vielen Dank an Panini für das Rezensionsexemplar