GUARDIANSOFTHEGALAXY1_Softcover_127[1]Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 14.01.2014
Künstler: Brian M. Bendis, Steve McNiven, Sara Pichelli
Art: Softcover/Hardcover (enthält “Guardians of the Galaxy” #0.1-3, “Guardians of the Galaxy: Tomorrow’s Avengers” #1)
Seiten: 116
Sprache: deutsch
Preis: 9,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Unbedingt! Die Leute müssen das sehen!
Rating: Zack, du bist begeistert!

Kaufbar bei Amazon (Partnerlink), oder direkt bei Panini als, mit Leseprobe bei mycomics.

Eigentlich verfolge ich ja sogar die englischsprachige Serie der Guardians, allerdings finde ich sie tatsächlich so gut, dass ich auch nochmal den deutschen Sammelband unter die Lupe nehmen durfte, um sie als Ganzes auf mich wirken zu lassen und zwischen den Heften nicht immer mehrere Wochen warten musste. Ob mein Eindruck nun bestätigt wird, ob die Serie auch auf deutsch so gut rüberkommt und warum ihr das ganz dringend lesen solltet, erfahrt ihr natürlich in folgender Review.

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Wer sind eigentlich die Guardians und was beschützen sie?

Vielleicht macht es vom Titel her den Eindruck, dass die Guardians total edle Recken sind, die das Universum von Ungerechtigkeiten befreien, den schwachen helfen und total nette Typen sind. Möglicherweise ist das nicht völlig flasch, aber eben auch nicht ganz richtig. Die Guardians sind viel mehr einzigartige Personen, eher Außenseiter, die zueinander fanden, um sich gegenseitig Halt zu geben und dabei vielleicht, wenn es passt, auch mal etwas Gutes zu tun. Nicht zwangsläufg, aber manchmal ergibt es sich halt. Ihr Anführer ist Peter Quill, Sohn des Königs von Spartax, und wird Star Lord genannt. Er wuchs auf der Erde auf, wo sein Vater einst notlandete und eine kleine Affäre mit einer Erdenfrau hatte. Zwanzig Jahre später überfallen die Badoon seine Heimat, töten seine Mutter und Peter setzt fortan alles daran die Erde zu verlassen.
Mit dabei ist auch Rocket Racoon, ein waffennärrischer Waschbär, der einem genetischen Experiment entstammt, Gamora, die Ziehtochter von Thanos, die ihm den Rücken kehrte und ihn mit allen Mitteln zu bekämpfen versucht, Groot, ein Baum mit Bewusstsein, und Drax der Zerstörer, der letzte seiner Art.
Vielleicht als eine Art Cameo, sicherlich aber auch als Bezugspunkt für neue Leser der Serie, schließt sich auch Tony Stark als Iron Man der illustren Bande an, um, wie er sagt, mal den Kopf von den Problemen auf der Erde freizukriegen.

Die ersten Probleme lassen auch gar nicht lange auf sich warten. So beschließt der Rat der außerirdischen Völker bei einem geheimen Treffen in der Negativzone (darunter König J’Son von der Konklave der Spartax, die allmächtige Intelligenz des Kree-Imperiums, der Anführer der Shi’ar, die Königin der Brood, die Allmutter der Asen Frey (Odin ist offenbar endlich tot) und der Anführer der Bruderschaft der Badoon), dass die Erde viel zu gefährlich ist, um weiter bestehen zu können. Diese vielen Meta-Wesen sind einfach alle viel zu mächtig und es wird davon ausgegangen, dass die Menschheit auch bald den bemannten Raumflug meistern wird, was das ganze Universum in Gefahr bringen könnte. Allerdings ist die Erde Teil des Reiches der Asen, weswegen Freya ihr Okay geben muss die Erde zu zerstören, was sie natürlich nicht tut und als kriegerischen Akt ansehen würde. Als Alternative wird es nun allerdings jedem Wesen verboten die Erde zu betreten. Das Problem ist hierbei allerdings die Schwesternschaft der Badoon, die mit der Bruderschaft nicht unbedingt grün (höhö) sind und direkt die Erde angreifen. Zum Glück schließt das Universum aber die Erde ein, weswegen die Guardians auch direkt zur Stelle sind.

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Oh-oh, das gibt doch Ärger!

Man könnte ein Komplott vermuten, denn nachdem die Guardians das Schiff in einer epischen Schlacht zerstörte (also echt – das Schiff teilt sich in mehrere auf und jeder Guardian erlegt einen Teil – irre gut!) tauchen auch schon Truppen der Spartax auf, um sie festzunehmen. Ihr Schiff wird von Waffen entrümpelt, die Guardians kommen in Stasekammern und Iron Man wird aus seiner Rüstung geschält. Tatsächlich ist es Groot, der einsätzige Baumriese, der unsere Helden retten muss.
Natürlich ist das auch noch lange nicht alles, was hier geschieht, aber alles macht unglaublich viel Spaß. Nachdem die eigentliche Story dann zu ende ist, gibt es mit “Guardians of the Galaxy: Tomorrow’s Avengers”, einer Sonderausgabe der Serie, noch allerlei Origin-Story zu den Helden. Okay, außer zu Iron Man, weil wir seine ja langsam drauf haben müssten, und Star Lord bekommt auch keine, weil die ja am Anfang der Serie gezeigt wurde. Trotzdem wird den Helden gerade dadurch nochmal ein bisschen mehr Tiefe verliehen. wodurch wir auch erst verstehen, wie sie eigentlich alle aneinander geraten sind.

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Fazit: Kauft das. Echt. Wenn ihr auf außergewöhnliche Weltraumstories, wunderschön in Szene gesetzte Schlachten, tolle Charaktere und ebenso tolle Artworks steht, dann ist das genau eure Serie. Diesen “Space Avengers”-Untertitel halte ich allerdings ein bisschen für Unsinn. Die einzige Gemeinsamkeit der beiden Gruppen ist halt, dass sie beide Gruppen sind und Iron Man bei ihnen abhängt. Lasst euch davon also weder abschrecken noch überzeugen, denn das hier ist ein ganz toller, eigenständiger (zumindest im ersten Band) Comic, den ich echt nur jedem ans Herz legen kann. Ach so und verfilmt wird er ja auch gerade, weswegen es vielleicht ganz gut ist, woher der nächste Blockbuster eigentlich kommt.

Disclaimer: Vielen Dank an Panini für das Rezensionsexemplar