GUARDIANSOFTHEGALAXY2_Softcover_951[1]Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 15.04.2014
Künstler: Brian Bendis, Sara Pichelli, Olivier Coipel, Valerio Schiti
Art: Softcover (enthält: “Guardians of the Galaxy” #4-7)
Seiten: 116
Sprache: deutsch
Preis: 9,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: So glücklich kichernd sitzt man leider immer allein in der U-Bahn
Rating: 5 von 5 Guardians fanden das toll.

Kaufbar bei Amazon (Partnerlink) oder direkt bei Panini, mit Leseprobe bei mycomics.

Vermutlich habt ihr es schon länger bemerkt, aber ich bin ein riesiger Fand der “Guardians of the Galaxy”. Wir Fans nennen sie natürlich schlich die Guardians und verfolgen die Geschichten sogar im englischen Original. Trotzdem kommt mir so ein Sammelband von Panini immer sehr gelegen, weil sie es einfach drauf haben Sammelbände zu produzieren. Wie es mit den Guardians nun so weiter geht, warum sich alles ändert und doch alles gleich bleibt, erfahrt ihr in folgender Review und wenn ihr wissen möchtet, was vorher so abging, schaut doch mal in der Review des ersten Bandes vorbei.

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Wer ist eigentlich die Lady auf den Cover?

Momentan geht es im Marvel’Verse, zumindest im deutschen, echt heiß her. Thanos strebt wieder mal nach den Infinity Stones, die Realität und das Raum-Zeit-Gefüge ist irgendwie durch die ganzen Zeitreisen und alles total verkorkst und sowieso gibt es auf der Erde viel zu viele Meta-Wesen, was die restliche Bevölkerung des Universums total nervös macht. Mitten drin befinden sich die Guardians, darunter momentan auch Iron Man, und… feiern ein bisschen. Sie haben dazu ja auch allen Grund, haben sie doch kürzlich noch die Erde vor der Bruderschaft der Badoon gerettet. Es kommt also, wie es kommen muss, und Tony erfüllt sich einen lang gehegten Wunsch, den vermutlich sehr viele von uns teilen: Er verbringt die Nacht mit der wunderschönen, grünhäutigen Alienprinzessin Gamora. Der Arsch.

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Währenddessen ist Peter allerdings verschwunden und erkennt, dass irgendwas in dieser Realität nicht ganz zu stimmen scheint. Er kann den Finger nicht wirklich drauf legen, aber er spürt, dass sich da etwas anbahnt. In seiner Verzweiflung sucht er sogar Thanos auf, der aber, wie er eben so ist, auch keine wirklich große Hilfe ist. Die Verwerfungen der Realität führen sogar so weit, dass direkt vor der Nase der Guardians eine für uns alte Bekannte aus einer ganz anderen Dimension auftaucht: Angela.

Angela ist eine Kriegerin, direkt aus dem Himmel, wobei der Himmel im Marvel’Verse sowas wie eine andere Dimension ist, in der völlig andere Wesen leben. Was für uns der Himmel ist, ist für die Bewohner dieses Ortes die Erde, quasi das absolute Äquivalent. Nun ist Angela nicht nur ein übermächtiges Wesen und vermutlich eine der stärksten Kriegerinnen überhaupt, sondern auch total verwirrt, ob ihrer neuen Lebensumstände, weswegen zwar versucht wird, mit ihr zu reden, das aber ziemlich schnell eskaliert und unsere Helden, inklusive eines Wächters, gegen sie kämpfen müssen. Das ist zwischen Angela und Gamora natürlich am schönsten anzuschauen, aber das findet eigentlich hauptsächlich mein pubertäres, 15-jähriges Ich, das ich mit bis heute bewahrt habe.

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Das klingt ein bisschen trivial, oder?

Mit dem “Infinity”-Event im Hintergrund und dem, was da gerade noch bei den X-Men abgeht, kann es sein, dass das hier nicht so wichtig wirkt. Dafür macht es aber sehr viel Spaß, weil es zwar von diesen Events betroffen ist, an dieser Stelle aber noch so ein eigenes Ding durchzieht. Dazu ist es natürlich echt schön gezeichnet, was ganz klar diesem modernen Stil zu zuschreiben ist, den man derzeit häufiger in Marvel-Comics findet und den ich doch sehr mag.
Die Großartigkeit des Comics kommt aber vor allem auch durch die Figuren, die zwar auch zusammen echt gut funktionieren, alleine aber mindestens genauso interessant sind. Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, wie Panini die zukünftigen Hefte veröffentlicht, wo doch das Zusammenspiel mit anderen Comicserien noch wesentlich komplizierter wird.

Fazit: Der Comic macht natürlich genauso viel Spaß, wie sein Vorgänger, aber man kann schon spüren, das das hier nochmal ganz groß wird. Und lasst es euch von jemandem gesagt sein, der auch die englische Serie verfolgt: Das wird es.

Disclaimer: Vielen Dank an Panini für das Rezensionsexemplar