GREENLANTERN24_Heft_336[1]Herausgeber: Panini
Veröffentlicht: 13.05.2014
Künstler: Robert Venditti, Billy Tan
Art: Heft (enthält: “Green Lantern” #21-22)
Seiten: 84
Sprache: deutsch
Preis: 4,99 €
U-Bahnlesetauglichkeit: Hier ist es so bunt wie eine gestörte Ampel
Rating: 5 von 5 Neuen Rekruten überlebten

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Geoff Johns hat ja bekanntlich mit der letzten Ausgabe seinen Power Ring beiseite gelegt, um sich anderen Aufgaben zu widmen, weswegen jetzt schon Robert Venditti, ein wohl ebenso begabter Autor, seine Batterie geladen hat und bereit für neue Abenteuer mit dem Green Lantern Corps ist. Wie er sich in seinem Debüt schlägt und ob die Serie den Charme beibehalten kann, erfahrt ihr in folgender Review.

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Was gibt es denn nun noch zu erzählen?

Wer glaubt, dass das hier alles ganz sachte und gemütlich beginnt, könnte falscher nicht liegen, denn Venditti zieht direkt alle Register und lädt zu einem Feuerwerk des Emotionsspektrums ein. Nachdem nämlich so gut wie alle Wächter Dank Sinestro und Atrocitus tot sind, ist die nächste logische Entscheidung natürlich, die Wächter aus dem Gefängnis einzusetzen. Weil die aber nicht so arrogant und überheblich sind, wie die alten, fühlen sie sich mit der Aufgabe ein bisschen überfordert, was auch völlig okay ist, wahren sie doch einige Millionen Jahre in ihrer Zelle eingesperrt, um die erste Lantern zu bewachen. Deswegen wollen sie Hal Jordan als Chef des Corps einsetzen und das ist… mutig. Irgendwie. Eigentlich ist es mit Hal Jordan immer noch schwierig und so richtig Lust hat er auf die Aufgabe eigentlich auch nicht, aber er kann auch nicht lange hadern, steht doch schon der erste Schurke vor der Tür, um den schwachen Moment Oas auszunutzen.

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Wer denn? Ja wer denn nur?

Es ist tatsächlich Larfleeze, den wir eigentlich als Verbündeten vermuteten, der allerdings von seiner Gier übermannt wird und Oa gerne seiner Schätze berauben möchte. Der Angriff ist so massiv und das Corps ist so schlecht organisiert, dass es große Verluste erleiden muss und sogar mitten in der Schlacht neue Rekruten herangeschafft werden müssen, um die Gefallenen zu ersetzen. Leraning by doing nennt man das wohl irgendwie, obwohl das natürlich alles denkbar blöd läuft.
Nebenbei nutzt auch noch eine Gefangene von Oa die Chance, um aus dem Gefängnis zu entkommen, zumal sie außerdem auch noch zu einer Star Sapphire gemacht wird, weil während der Schlacht auf Oa eine gefallen ist. Hal hat aber die prima Idee die Schiffe, die auf Oa gelagert sind, loszuschicken, um Larfleeze glauben zu machen, sie wollen die Schätze Oas fortschaffen, weswegen er ihnen natürlich folgt. Das ist alles trotzdem ganz schön tragisch.

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Aber wie macht Venditti das denn nun?

Es ist alles neu und frisch und fühlt sich alles ein bisschen anders an. Aber nicht schlecht-anders, sondern einfach anders-anders. Ich glaube er könnte das echt zu etwas Gutem werden lassen, zumal er mit Billy Tan auch einen sehr talentierten Zeichner an seiner Seite hat. Dieser hat zwar noch nie Green Lantern gezeichnet und eigentlich auch von der Mythologie keine Ahnung, hat sich aber vor diesem Heft ausgiebig damit auseinander gesetzt. Das führt dann zum Beispiel dazu, dass es einige überarbeitete Kostüme gibt. Hal Jordan wirkt viel moderner und Carol Ferris hat als Star Sapphire endlich mal richtige Kleidung an, was nun auch wirklich bitter nötig war. Ich mag, was hier geschieht und bin sehr, sehr gespannt, was die Zukunft noch so für das Corps parat hält.